Man spürt es geradezu im Gespräch mit einem Dummen, dass man es gar nicht mit ihm persönlich, sondern mit über ihn mächtig gewordenen Schlagwörtern, Parolen etc. zu tun hat.
Er ist in einem Banne, er ist verblendet… So zum willenlosen Instrument geworden, wird der Dumme auch zu allem Bösen fähig sein und zugleich unfähig, dies als Böses zu erkennen.
Hier liegt die Gefahr eines diabolischen Machtmissbrauchs.
Dietrich Bonhoeffer (1906-1945)
Was heißt dumm? Darf man das überhaupt sagen? Ist das nicht eine Diskriminierung eines Mitwesens auf dem Weg zur Erleuchtung? Es gibt für mich einen Unterschied zwischen dumm und doof. Letzteres assoziiere ich mit einer gewissen Einfältigkeit. Ich empfinde da eher Bedauern, verbunden mit einem gewissen Wohlwollen.
Dumm aber ist ein anderes Kaliber. Bei diesem Begriff kommt mir das Wort Sünde in den Sinn. Im Stadium der Sünde sein heißt, sinngemäß gesprochen, hingefallen zu sein und nicht wieder aufzustehen.
Wir sind ja alle nicht perfekt, aber die tägliche Lebensleistung besteht darin, immer wieder aufzustehen, weiterzumachen.
Der Dumme dagegen verharrt in seiner Blase, obwohl er erkennen sollte, dass er sein Handeln reflektieren müsste. „Das Dumme und das Böse“ weiterlesen


Wenn man in der Bibel liest, hat es den Anschein, dass Gott häufiger zu den Menschen sprach als heute. Er erscheint ihnen in Träumen, spricht aus einem brennenden Dornbusch und ist überhaupt allgegenwärtig. Auf Anweisung Gottes baut Noah seine Arche, macht sich vor der ganzen Gemeinde lächerlich und Jakob lässt sich auf einen Ringkampf mit ihm ein.
Als ich 1978 im Yogainstitut in Mumbai war, lebte Shri Yogendra noch, der „Founder“, wie er von uns allen genannt wurde. Er gründete das Institut 1918, als Indien noch britisch war. Es war damals nicht leicht, er musste sich zum Beispiel um Zement von den Briten bemühen. Das Land, auf dem die Anlage errichtet wurde, war eine Spende von Devotees.
Albert Camus sagte: „Die größte Gefahr im Leben ist die Hoffnung.“ Wir Menschen sind darauf programmiert, dass wir Unangenehmes vermeiden wollen. Unangenehm ist immer das, was uns aus irgendwelchen Gründen nicht in den Kram passt, und das, so hoffen wir, möge möglichst schnell vorbeigehen.
Es gibt eine Vielzahl von Definitionen, wann ein Leben als gelungen bezeichnet werden kann. Eine davon ist: „Wenn du eines Tages gehst, dann verlasse diese Welt ein bisschen besser als du sie vorgefunden hast.“