Der Ochse ist im Zen eines der wichtigsten Symbole. Er repräsentiert die Weisheit oder Satori, das heißt, die Buddha-Natur, das, was der Mensch schon immer ist, was ihm aber nicht bewusst ist.
Sehr schön kommt das in folgendem Bild zum Ausdruck: Ein Mensch ist auf der Suche nach seinem entlaufenen Ochsen. Irgendwann wird im klar, dass er schon sein Leben lang auf ihm reitet.
Wir alle kennen das Wort: „Der Weg ist das Ziel.“ Viele interpretieren es falsch. Dieses Missverständnis korrespondiert mit dem Satz: „Die Veränderung beginnt mit dem ersten Schritt.“
Unser Denken spielt sich innerhalb von Raum und Zeit ab. Fast zwangsläufig denken wir an Distanzen, wenn wir von Weg und Ziel sprechen. Und schon sitzen wir in der Falle. Wir denken, wenn ich mich anstrenge und die Regeln befolge, werde ich zum Ziel kommen. „Reite den Ochsen“ weiterlesen


Vor ca. zwanzig Jahren fuhr ich einmal nach Limburg an der Lahn, um Darshan bei Mother Meera, einer in Deutschland lebenden Inderin, zu empfangen.
Das Bild, das Sie hier sehen, ist eine kleine Wallfahrtskapelle, an der ich heute mit dem Fahrrad vorbei kam. Seit Jahrhunderten suchen hier die Menschen Trost und Sicherheit vor der Unendlichkeit des Seins, die ihnen Angst macht.
Manche Erlebnisse, liegen sie auch schon Jahrzehnte zurück, vergisst man nie.
In meinem heutigen Artikel möchte ich ein paar ziemlich unterschiedliche Aussagen aus verschiedenen Kulturkreisen und Zeitaltern zusammenfügen und den gemeinsamen Kern herausarbeiten.