Na so ein Zufall, dass ich dich hier treffe. Zufällig habe ich meinen Rasenmäher dabei Zufällig…..usw.
Wir gebrauchen diese Redewendungen oft, wenn uns unerwartet etwas geschieht. Aber gibt es wirklich Zufälle?
Nehmen wir einmal ein geschlossenes kybernetisches System wie eine Klimaanlage. Verschiedene Parameter werden darin eingespeist, damit es funktioniert. Zum Beispiel Außentemperatur, Luftfeuchtigkeit, Anzahl der Teilnehmer, Solltemperatur und was weiß ich noch. Aus all diesen Daten errechnet sich, wie die Anlage gesteuert werden muss, um den gewünschten Effekt zu haben. Es gibt auch noch viel kompliziertere Systeme. Nehmen wir unsere Sonnensystem. Niemand wird bestreiten wollen, dass es sich hier um ein hochkompliziertes System handelt mit unendlich vielen Parametern, das sich aber perfekt steuert, sodass es im Gleichgewicht bleibt.
Wenn nun in einem beliebigen System ein Zufall existiert, dann wird er es irgendwann zerstören. „So ein Zufall..“ weiterlesen
Die Bezämung der Macht
Vor langer, sehr, sehr langer Zeit, als der Mensch noch im Magischen verhaftet war und sich ängstlich den allmächtigen Naturgewalten ausgeliefert sah, sann er, wie es uns Menschen so eigen ist, auf Abhilfe. Er wollte aus dieser Schwäche entfliehen, wollte aus der Knechtschaft zum Herrn aufsteigen.
In den Blitzen und dem Donner, dem tosenden Regen sah er eine unbekannte Macht, die gnädig zu stimmen war. Der Blitz brachte ihm einst das Feuer. Also, so dachte er, ist das Feuer ein Abgesandter dieser allmächtigen Macht, die ihn in Schrecken versetzte. So zündete er, als das nächste Gewitter über ihn hereinbrach und er mit seiner Sippe frierend im Wald saß, ein mächtiges Feuer an. Alle hoben die Hände zum Himmel und heulten in ihrer ungefügen Sprache. Und siehe da, das Unwetter endete. „Die Bezämung der Macht“ weiterlesen
Über das Wesen der Meditation
Im Yogainstitut in Bombay, an dem ich meine Ausbildung machte, sprach man nicht von Meditation, wenn wir uns eine halbe Stunde in die klassische Pose begaben.
Man bezeichnete das als „conditioning“, also als sich konditionieren.
Ich wundere mich immer, wenn ich höre, dass Leute zu zehntägigen Zen – Seminaren gehen und sich dort stundenlang mit schmerzenden Knochen auf den Boden setzen und sich davon viel erwarten. Fakt ist, sie kommen danach wieder heim und – „here we are again“. „Über das Wesen der Meditation“ weiterlesen
Das Ich und die Anderen
Vor ein paar Jahrzehnten gab es einen Bestseller von Robert M. Pirsig: „Zen und die Kunst ein Motorrad zu warten“. Darin wurde folgende Sequenz beschrieben: Ein Pärchen fährt mit seinem Motorrad an einem sonnigen Tag, gleich vielen Anderen, hinaus in die idyllische Landschaft. Im Zuge der Fahrt durch die laue Luft des Sommers werden sie immer säuerlicher: „Unmöglich, all diese Leute! Was wollen die denn alle hier? Sollen doch zuhause bleiben!“
Man tut etwas und ist bass erstaunt, dass andere Leute den gleichen Gedanken hatten. Na so was aber auch! „Das Ich und die Anderen“ weiterlesen
Was mache ich mit meinen Gefühlen?
Meine Seite nenne ich Yoga Life. Das heißt, ich beschäftige mich mit Alltäglichem, mit Dingen aus verschiedenen Bereichen des Daseins, die mich und vielleicht auch andere bewegen. Mir kommt es dabei darauf an, die spirituellen Aspekte zu betrachten.
Leben ist wie eine Schulklasse. Ein Lerninhalt folgt auf den anderen. Wenn wir zurückblicken, stellen wir fest, dass wir das meiste von dem, was wir gelernt haben, nicht brauchten. Aber, durch das Lernen hat sich Allgemeinwissen entwickelt und wir haben unser Gehirn trainiert.
Mit der „Lebensschulklasse“ ist es ähnlich. Ein Geschehen reiht sich ans andere. Es ist wie ein Film. Wir können uns emotional in die Handlung so hinein ziehen lassen, dass es uns den Schlaf raubt. Besser ist es, sich bewusst zu sein, dass es sich nur um einen Film handelt, den man zwar genießt, aber trotzdem eine gewisse Distanz wahrt. „Was mache ich mit meinen Gefühlen?“ weiterlesen

