Wenn man in der Bibel liest, hat es den Anschein, dass Gott häufiger zu den Menschen sprach als heute. Er erscheint ihnen in Träumen, spricht aus einem brennenden Dornbusch und ist überhaupt allgegenwärtig. Auf Anweisung Gottes baut Noah seine Arche, macht sich vor der ganzen Gemeinde lächerlich und Jakob lässt sich auf einen Ringkampf mit ihm ein.
Dagegen schaut es heutzutage recht trübe aus – meinen wir. Aber – vielleicht meinen wir das nur, weil wir nicht aufmerksam sind oder so gefangen in unseren Vorstellungen, Erwartungen und Vorhaben. „Ich vergebe“ weiterlesen


Als ich 1978 im Yogainstitut in Mumbai war, lebte Shri Yogendra noch, der „Founder“, wie er von uns allen genannt wurde. Er gründete das Institut 1918, als Indien noch britisch war. Es war damals nicht leicht, er musste sich zum Beispiel um Zement von den Briten bemühen. Das Land, auf dem die Anlage errichtet wurde, war eine Spende von Devotees.
Albert Camus sagte: „Die größte Gefahr im Leben ist die Hoffnung.“ Wir Menschen sind darauf programmiert, dass wir Unangenehmes vermeiden wollen. Unangenehm ist immer das, was uns aus irgendwelchen Gründen nicht in den Kram passt, und das, so hoffen wir, möge möglichst schnell vorbeigehen.
Es gibt eine Vielzahl von Definitionen, wann ein Leben als gelungen bezeichnet werden kann. Eine davon ist: „Wenn du eines Tages gehst, dann verlasse diese Welt ein bisschen besser als du sie vorgefunden hast.“
In der alten indischen Tradition bezeichnet man einen Menschen, der ernsthaft einem spirituellen Pfad folgt als Sadhaka. Im Yogainstitut bezeichnete man sie als „ernsthafte Sucher“.