
In dem von mir schon mehrmals zitierten Buch:„Zen und die Kunst ein Motorrad zu warten“ geht es mal wieder um die Arbeit mit dem Schraubenschlüssel und dabei wird anschaulich beschrieben, wie alles so locker flockig dahin geht, bis man an eine Schraube kommt, die sich nicht lösen lässt, weil sie fest gerostet ist. Jeder, der schon mal an einer Maschine herumgeschraubt hat, kennt das. Alles konzentriert sich auf diese eine Schraube. Wenn sie sich nicht lösen lässt, geht es nicht weiter. Das ganze Sein oder Nichtsein ist darauf konzentriert. Alles andere ist in diesem Augenblick vollkommen unwichtig. „Danken, wofür?“ weiterlesen


Vor langer, langer Zeit, als die Menschen noch mit den Göttern sprachen und umgekehrt, geschah im vedischen Indien folgendes: König Sagara zelebrierte das mächtige Ashvamedha – Opfer, das sogar Macht über die Götter verhieß. Doch Indra, der mächtigste der Götter, der eifersüchtig über deren Macht wachte, ließ das Opfer misslingen, indem er das Opferpferd stahl und im Ashram des Heiligen Kapila verbarg. Dort fanden es die 60000 Söhne Sagaras und beschuldigten den Weisen des Diebstahls, worauf dieser in heiligem Zorn entbrannte und sie allesamt zu Asche verwandelte.
Wir kennen alle, oder auch nicht alle, den Ausspruch: „Aus der Geschichte lernen“. Ist das so? Wenn wir die Weltgeschichte rückwärts (na ja, was sonst?) betrachten, drängen sich Zweifel auf.
…er fließt von selbst. Wir hören diesen Spruch, wir kennen ihn – und gehen wieder zur Tagesordnung zurück. Ähnlich geht es uns mit: „Der Weg ist das Ziel.“ „Ja, ja, kennen wir schon.“
Es war einmal im Paradies. Alles war in bester Ordnung, bis…Wir kennen die Geschichte. Eva hat Adam den Apfel gereicht und damit fing das ganze Disaster an. In meiner revolutionären Jugend hörte man an dieser Stelle der Geschichte dann immer die schlaue Bemerkung: „Tja, er hätte ihn ja nicht nehmen müssen…“