Mission accomplished

IMG_20210928_174831Am 1. Mai 2003 hielt der damalige US-Präsident George W. Bush auf dem Flugzeugträger USS Abraham Lincoln seine berühmte Rede „Mission accomplished“, in der er den Sieg über den Irak des Saddam Hussein feierte.

Seitdem herrscht Chaos und Terror im Irak.

Seit dem 26. September 2021 ist Dr. Angela Merkel nur noch geschäftsführende Kanzlerin. In den letzten Tagen und Wochen wurden eine ganze Anzahl Würdigungen, Nachrufe über ihr Wirken und ihre Stellung in der Geschichte dieser Republik veröffentlicht. Trotz unterschiedlicher Meinung dazu möchte ich das nicht auch noch kommentieren.

Jedoch möchte ich auf einen Punkt hinweisen, der nirgends sonst erwähnt wurde.

Im Netz gibt es ein kurzes Video, auf dem zu sehen ist, wie die junge A. Merkel am 21.6.1987 auf dem Rosa-Luxemburg-Platz in Ost-Berlin ausgelassen mit der DDR-Führung an der Seite von Egon Krenz feiert.

Zur Erinnerung wer das ist: Egon Rudi Ernst Krenz ist ein ehemaliger deutscher Politiker der SED. Er war vom 18. Oktober bis zum 6. Dezember 1989 Nachfolger Erich Honeckers als Generalsekretär des ZKs der SED sowie ab 24. Oktober bis zum selben Endedatum Staatsratsvorsitzender und Vorsitzender des Nationalen Verteidigungsrates der DDR. Wikipedia

 

Zu diesem Zeitpunkt war noch nicht absehbar, dass die Mauer am 9. November 1989 fallen würde und die DDR am Ende war.

„Die Vita der deutschen Kanzlerin Angela Merkel belege, dass sie eine „hervorgehobene FDJ-Funktionärin für Agitation und Propaganda“ gewesen sei. Dies äußerte der Vorsitzende der Partei “Die Linke”, Oskar Lafontaine, gegenüber dem [1] Hamburger Abendblatt. “Sie gehörte zur Kampfreserve der SED“, führte Lafontaine für die umsatzstärkere Samstagsausgabe der Hanseatischen Tageszeitung aus. Frau Merkel habe besondere Vorteile in der seinerzeitigen DDR genossen, die andere nicht hatten und habe an einer Akademie studieren dürfen, die nur so genannten Linientreuen vorbehalten war. Merkel habe sowohl in die Bundesrepublik als auch ins Ausland reisen dürfen…“ (www.chronik-berlin.de)

Wir dürfen davon ausgehen, dass sie kein x-beliebiges FDJ-Mitglied war. Die standen nämlich unten auf dem Platz und nicht neben dem allmächtigen Vorsitzenden. Da sie die Zukunft nicht kannte, stand sie also am Anfang einer gloriosen Parteikarriere.

Wir wissen, dass dann alles anders kam. Jedes Chamäleon würde über ihre Wandlungsfähigkeit vor Neid erblassen. Anstatt als Kommunistin reüssierte sie in der konservativen CDU. Bei der Bundestagswahl am 26.9.21 erreichte diese Partei noch magere 18,27%. Als die junge Merkel ihre Karriere unter Helmut Kohl startete, stand die CDU bei 43,09%. In den 16 Jahren ihrer Kanzlerschaft atomisierte sie die CDU und beraubte sie ihres Wesenskerns als wertkonservative Kraft. Sie wurde immer SPD-ähnlicher und unterschied sich selbst von den Grünen nicht mehr wesentlich. Gleichzeitig bewirkte das, dass wir jetzt wieder eine Partei am rechten Rand des politischen Spektrums haben. Die Bevölkerung ist tief gespalten. Wer anderer Meinung ist als die des Mainstreams, gilt als Nazi. Manchmal hat man den Eindruck, es gäbe plötzlich mehr davon als zwischen 1933 und 1945.

Um ein Haar wäre es sogar soweit gekommen, dass die Linke als Nachfolgepartei der SED zusammen mit der SPD und den Grünen eine Regierung hätten bilden können, bedingt durch die Schwäche der Union.

In den Jahren 1972-1974 war der Stasi-Offizier Günter Guillaume persönlicher Referent des damaligen Bundeskanzlers Willi Brandt. Er hatte Zugang zu Staatsgeheimnissen und sein Wirken führte schließlich zum Rücktritt Brandts.

Die Kommunisten gaben ihr Ziel, die Weltrevolution, nie gänzlich auf. Man braucht sich nur die Agenda der PDS-Vorsitzenden Janine Wissler anzusehen. Dem Staat sollen immer mehr Kompetenzen zufallen. Wie das dann aussieht, konnte man 40 Jahre lang in der DDR beobachten.

Rückblickend kann man sagen, dass es Merkel gelungen ist, Deutschland wesentlich weiter nach links zu rücken als es ihre damaligen Oberen jemals gehofft hätten. Die Gesellschaft ist zudem tief gespalten. Das Wirtschaftswachstum ist gesunken. Trotz des Bedarfs an qualifizierten Arbeitskräften holte sie Hunderttausende nicht Vermittelbare ins Land, die auf Jahrzehnte nicht integriert werden können.Sie war sie wesentlich „erfolgreicher“ als Günter Guillaume in der Destabilisierung dieses Landes.

Insofern könnte sie ihnen auch „Mission accomplished“ vermelden. Leider gibt es sie nicht mehr.

Jedoch als einer in der Wolle gefärbten Kommunistin dürfte sie das Erreichte auch so befriedigen.

Selbstverständlich sind diese Gedanken nicht durch Fakten zu belegen, aber denken darf man sich das schon.

Wir wünschen ihr einen schönen Ruhestand und hoffen, dass sie nicht in einiger Zeit wieder als UN-Generalsekretärin oder als EU-Kommissionspräsidentin auftaucht.

 

 

 

 

 

 

 

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