Das sollte man schon wissen!

IMG 20240422Mich beschäftigen heute drei Aspekte oder Sichtweisen auf eine Problematik.

Im Yoga kennen wir die fünf Klesas. Das sind Prinzipien oder Mechanismen, nach denen unser Denken funktioniert. Das wichtigste ist Avidya. Das bedeutet, dass wir das Vergängliche für dauerhaft halten. Wir glauben, dass die äußere Welt so bleibt, wie wir sie kennen. Deshalb klammern wir uns auch daran und verteidigen sie mit allen Mitteln. Wir sind bereit, dafür zu lügen, zu stehlen und zu morden. Verbunden ist das alles mit der ewigen Angst, etwas zu verlieren und – letztlich zu sterben.

In meiner Kindheit spielten wir Cowboy und Indianer. Letztere sind die Ureinwohner Amerikas. Ab 1492 strömten Weiße auf den von ihnen bewohnten Kontinent. Zuerst noch ein paar, dann wurden es mehr. Das Ende ist bekannt. „Das sollte man schon wissen!“ weiterlesen

Reite den Ochsen

PICT1388Der Ochse ist im Zen eines der wichtigsten Symbole. Er repräsentiert die Weisheit oder Satori, das heißt, die Buddha-Natur, das, was der Mensch schon immer ist, was ihm aber nicht bewusst ist.

Sehr schön kommt das in folgendem Bild zum Ausdruck: Ein Mensch ist auf der Suche nach seinem entlaufenen Ochsen. Irgendwann wird im klar, dass er schon sein Leben lang auf ihm reitet.

Wir alle kennen das Wort: „Der Weg ist das Ziel.“ Viele interpretieren es falsch. Dieses Missverständnis korrespondiert mit dem Satz: „Die Veränderung beginnt mit dem ersten Schritt.“

Unser Denken spielt sich innerhalb von Raum und Zeit ab. Fast zwangsläufig denken wir an Distanzen, wenn wir von Weg und Ziel sprechen. Und schon sitzen wir in der Falle. Wir denken, wenn ich mich anstrenge und die Regeln befolge, werde ich zum Ziel kommen. „Reite den Ochsen“ weiterlesen

Ich nicht!

Digital StillCamera
Digital StillCamera

Meghan Markle und ihr Gemahl Harry kommen zurück nach England. Nachdem sie in einem Buch und unzähligen Interviews eimerweise Unrat über die königliche Familie ausgegossen haben, sind sie wieder da. Nicht dass da eine Spur von Reue oder eine Geste der Entschuldigung zu sehen wäre. Nein, frech wie immer wird gefordert, in die alten Stellungen und Privilegien wieder aufgenommen zu werden.

Bei Harry wundert mich das nicht, ist er doch Angehöriger der britischen Oberschicht und die zeichnete sich schon immer durch ein hohes Maß an Rücksichtslosigkeit aus. Sie ist eine mittelmäßige Schauspielerin mit Unterschichtsherkunft, die durch Schläue aufsteigen will. „Ich nicht!“ weiterlesen

Träumereien

IMG 20250831Vor ca. zwanzig Jahren fuhr ich einmal nach Limburg an der Lahn, um Darshan bei Mother Meera, einer in Deutschland lebenden Inderin, zu empfangen.

Als es dunkel wurde, fand ich mich, zusammen mit vielen anderen in ihrem Haus auf dem Lande ein.Wir wurden auf die verschiedenen Räume des Hauses verteilt. Sie saß lächelnd da, einige, die vorne saßen, konnten sie sehen. Ich und viele andere nicht, denn wir saßen in einem anderen Raum.

Es hieß, dass allein ihre Anwesenheit etwas bewirke. Später legte sie uns die Hände auf den Kopf und wir waren entlassen. „Träumereien“ weiterlesen

Tanz in die Unendlichkeit

IMG 20260812Das Bild, das Sie hier sehen, ist eine kleine Wallfahrtskapelle, an der ich heute mit dem Fahrrad vorbei kam. Seit Jahrhunderten suchen hier die Menschen Trost und Sicherheit vor der Unendlichkeit des Seins, die ihnen Angst macht.

Freuds Zeitgenosse C.G. Jung sagt, dass die Erfahrung des nicht Geliebtseins, die wir in den ersten Jahren unseres Lebens unweigerlich machen, weil wir es eben doch mit den Unvollkommenheiten unserer Eltern zu tun haben, zu dieser lebenslangen Unsicherheit führt.

Das kleine Kind bezieht harsche Behandlung durch die Mutter oder den Vater immer auf sich. Es ist nicht in der Lage, zu erkennen, dass diese vielleicht einen schlechten Tag hatten und deshalb unwirsch handeln.

Natürlich gibt es viele Abstufungen. Manche werden wirklich vernachlässigt, manche erleben weniger lieblose Situationen. „Tanz in die Unendlichkeit“ weiterlesen