Schein und Wirklichkeit

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Einer der großen indischen Heiligen der vergangenen Jahrhunderte war unsterblich verliebt in eine schöne Frau. Sie lebte auf der anderen Seite eines Flusses. Er verzehrte sich Tag und Nacht nach ihr und konnte sich oft nicht auf seine Arbeit konzentrieren. Er schrieb nämlich an einem Epos zu Ehren Gottes. „Schein und Wirklichkeit“ weiterlesen

Immer wieder Sünde

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Das Osterfest, das wichtigste Fest der christlichen Religion, ist vorbei. Wir haben leere Kirchen erlebt. Manche saßen vor ihren Computern und haben mitgebetet und die Liturgie mitgesungen. Alles war anders und doch tauchen bei mir immer wieder dieselben Fragen auf, wie jedes Jahr.

Einerseits wird von der „Frohen Botschaft der Auferstehung“ gesprochen und im selben Augenblick taucht das Wort Sünde auf. Jesus, heißt es, sei als Mensch auf die Welt gesandt worden, um zu sterben und die Menschen von ihrer Sünde zu befreien.

Spontan möchte man rufen: „Nein, tu das nicht, wegen mir brauchst du nicht zu leiden!“ „Immer wieder Sünde“ weiterlesen

Krankheit als Zeichen…

IMG_20200403_110914Es heißt, dass Krankheiten Schwachstellen im Organismus aufzeigen. Sie zeigen falsche Lebenseinstellungen und ggf. falsche Lebensführung. Sie bringen den „Motor“ zum Stillstand und es ist Zeit zum Nachdenken über notwendige Veränderungen. Wenn man krank ist, zeigt sich, wer wirklich da ist, wenn man Hilfe braucht.

Jetzt in diesen Coronazeiten ähnelt das weltweite Geschehen dem individuellen Krank sein. „Krankheit als Zeichen…“ weiterlesen

Schuldig?

IMG_20190818_193024Unser Denken ist ein wundervolles und auch schreckliches Ding. Es führt uns in geistige Höhen und wirft uns Augenblicke danach in die Hölle. Es lässt uns Maschinen erfinden, mit denen wir die Welt verändern, die uns aber auch an den Rand der Abgrunds stürzen.
Es entwickelt Medikamente, die Krankheiten heilen, die die Menschheit seit Jahrtausenden peinigen. Und es erfindet mit der gleichen Fähigkeit Designerdrogen, die eine Menschenleben zerstören können.

Nichts ist völlig gut oder auch völlig schlecht. Immer sind die beiden Polaritäten vorhanden. Mit jedem Tun produzieren wir sogenanntes Gutes und sogenanntes Schlechtes. Es ist alles eine Frage des Standpunktes. Zu Beginn einer Schlacht erflehen beide Seiten die Hilfe Gottes für ihre „gerechte „Sache. Wer hat Recht? Wie sollte sich Gott entscheiden? Wenn wir in unserem Garten arbeiten und liebevoll Pflänzchen setzen, die uns später ernähren oder mit ihrer Farbenpracht erfreuen, schaffen wir Gutes, weil es uns geistig und körperlich erhält. Gleichzeitig töten wir Würmer, Käfer und eine Vielzahl Organismen, die im Boden leben. Wer lebt muss handeln und ist der Gewalt unterworfen, passiv und aktiv. Müssen wir uns deshalb grämen und sündig fühlen? Wir kämen aus dem sich schlecht fühlen nicht mehr heraus. „Schuldig?“ weiterlesen

Die Geschichte des Sadhu

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Der Wachtposten kicherte noch vor sich hin, als der Händler sich von ihm verabschiedete: „ Ich nehme an, du hast einige der Zutaten geliefert? Nun, zumindest bist du nicht so ein Unglücksrabe wie der Sadhu.“ „ Sadhu, was für ein Sadhu?“, fragte der Händler. „Ich dachte, jeder kennt die Geschichte, die ich schon als kleiner Junge gehört habe. Als hör‘ zu. Es gab einmal einen heiligen Mann, der immer an derselben Stelle am Rande der Straße saß. Jeden Tag, und Monat für Monat. Die Intensität und Dauer seiner Meditation nötigte jedermann, der vorbeikam, Respekt ab. Frauen aus dem Dorf kamen täglich und brachten ihm gekochten Reis und Gemüse. „Die Geschichte des Sadhu“ weiterlesen