
Im Yogasutra 5/II wird Avidya, eines der fünf Klesas, definiert. Dort heißt es:
Avidya ist, wenn man ein vergängliches Objekt als dauerhaft, ein unreines Objekt als rein, Leid als Freude und das Nicht-Selbst als das Selbst betrachtet.
In seinem Kommentar gibt Vyasa, der Autor des Mahabharata, folgendes Beispiel: „Seht dieses Mädchen, liebreizend und zart wie der Neumond, ihr Körper scheint aus Honig und Nektar, gleichsam eine Tochter des Mondes, Augen wie Lotosblüten…“
An der Nürnberger Sebalduskirche gibt es das Hochzeitstor, durch das die Brautpaare im Mittelalter zur Trauung schritten. Wenn man ins Innere tritt, trifft man auf eine Frauenstatue von perfekter Schönheit. Geht man auf die Rückseite, sieht man ein Gewimmel von Würmern. So soll erinnert werden, dass das Äußere, das wir alle so bewundern, vergänglich ist. „Yogis und Revolutionäre“ weiterlesen




Heute Morgen las ich, dass die weltweit 2365 Milliardäre ihre Vermögen zwischen dem 18. März 2020 und dem 18. März 2021 um 54 Prozent, also um rund vier Billionen Dollar steigern konnten.
Gestern Abend habe ich mal wieder lang und ausgiebig Musikvideos auf YouTube angehört und bin dabei auf das, man kann es nicht anders nennen, orgiastische „Free Bird“ von Lynyrd Skynyrd gestoßen. Das war ein Konzertmitschnitt aus dem Oakland Stadium in San Francisco von 1977. Beim Zuhören und -sehen kamen mir einige Gedanken, die mich nachdenklich machten. Es waren Tausende von jungen, begeisterten Menschen. Viele strahlende junge Frauen. Alle waren ausgelassen und fröhlich. Damals war Sommer in San Francisco und die jungen Frauen zumal waren meist leicht bekleidet. Keinen schien das zu stören. Keiner nahm Anstoß oder fühlte sich verleitet, übergriffig zu werden. Natürlich wird es auch dort einige Gestörte gegeben haben, aber in dieser europäisch-westlichen Kultur würde keiner auf den Gedanken kommen, dass sich Frauen verhüllen müssten, um die Männer nicht zu provozieren.