Mondo Cane

IMG_20190421_1508251962 kam der erste einer Filmreihe namens Mondo Cane heraus. Das bedeutet soviel wie verrückte Welt. Der Film enthielt alle möglichen bizarren Dinge aus aller Welt. Mir ist eine Szene in Erinnerung, die in einem kleinen Dorf in Sizilien oder Süditalien aufgenommen wurde. Dort findet jedes Jahr folgender Wettbewerb statt: Die jungen Männer des Dorfes nehmen ca. zehn Meter vor einem Garagentor Aufstellung und rennen dann einzeln mit Karacho und gesenktem Kopf auf das Tor zu, um es auf diese Art zu öffnen. Da der menschliche Kopf in der Regel eher zum Denken und weniger als Rammbock geschaffen wurde, sind gewöhnlich mehrere Anläufe nötig, um zum Ziel zu kommen. Der Film zeigte denn auch eine Menge blutüberströmter Gesichter einschließlich das des Gewinners, der mit blödem Grinsen stolz seinen Preis, eine Salami, vor die Kamera hielt.

Ähnliches scheint sich im Moment einmal wieder in Berlin, der Hauptstadt der Schlamperei und des gesammelten Schwachsinns, abzuspielen. Die dortige Regierung, genannt Senat, ist Rot-rot-grün, also eine geballte Ansammlung von Kompetenz und Innovation.

Das zweite Rot in der Regierungsmannschaft besteht aus der Linkspartei, der Nachfolgerin der SED, die einige Jahrzehnte ihre Bürger in Mangelversorgung hielt und sie im Fluchtfall auch abschoss, wenn diese keine Lust mehr auf die Segnungen des Arbeiter- und Bauernstaates hatten. Die anderen beiden sind zum einen die SPD, die Nachwuchsstars wie „Kevin allein zu Haus“ in ihren Reihen hat, der möchte auch mal gerne BMW verstaatlichen. Die Dritten im Bunde sind die Grüninnen , die gerne verbieten, wenn sie denn können.

1989 symbolisiert ja das endgültige Ende eines großangelegten Versuches, einen „Neuen Menschen“ zu kreieren, nämlich den Homus Kommunistikus. Ein Wesen, welches eigene Interessen zugunsten der Sozialistischen Volksgemeinschaft hintanstellt. 1989 war dann der gesamte Ostblock pleite und der Beweis erbracht, dass Planwirtschaft und Dirigismus nicht funktionieren.

In Berlin also findet im September ein Bürgerbegehren statt, mit dem Ziel, die großen Wohnungsbaugesellschaften zu verstaatlichen. Die Mietendeckelung, auch eine „Innovation“ des Senats, wurde ja kürzlich vom Bundesverfassungsgericht kassiert.

Ziel ist nach wie vor, dafür zu sorgen, dass die hohen Mieten sinken, damit auch normale Menschen ein Dach über dem Kopf haben.

Zunächst ein Zitat aus dem Tagesspiegel vom 01.07.2019:

„Berlin hat es komplett versemmelt“

Die Hauptstadt verzeichnet bundesweit den stärksten Rückgang an Sozialwohnungen. Nur knapp 13.000 wurden in den vergangenen zwölf Jahren gebaut. Autor Reinhart Bünger
Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen! Wir brauchen ja auch gar nicht in den ehemaligen Ostblock zu schauen, um zu sehen, dass staatliche Planung versagt. Wir haben hier die Deutsche Bahn als Staatsbetrieb, der es trotz Milliardenförderung nicht gelingt, Personen zu einem vernünftigen Preis pünktlich von A nach B zu transportieren oder die Umwelt zu entlasten, indem sie den ausufernden LKW-Verkehr auf die Schiene bringt. Das Gegenteil ist der Fall!
Dazu ein Zitat aus der Frankfurter Allgemeinen:

„Die Deutsche Bahn erwägt nach Informationen aus Aufsichtsratskreisen, rund 500 der insgesamt 1500 Güterverladestellen in Deutschland zu schließen.“

Ludwig Erhard entwickelte nach dem Krieg das Konzept „Soziale Marktwirtschaft“. Er anerkannte, dass der Mensch ein egoistisches Wesen ist, welches auf seinen eigenen Vorteil hinarbeitet. Wenn man das ungehemmt zulässt, fressen die Starken die Schwachen. Das darf ein Staat, der alle im Blick haben muss, nicht zulassen. Deswegen muss der Kapitalismus durch Gewerkschaften, Sozialverträge und Förderung für Soziales eingehegt werden.

Beim Sozialen Wohnungsbau, der über Jahrzehnte für bezahlbaren Wohnraum sorgte, hieß das, dass der Bauherr vom Staat Geld bekam und dafür die Mieten niedrig hielt.

Die Berliner halten es eher mit dem süditalienischen Dörfchen und erweisen sich als lernresistent.

Folgendes wird passieren: Bauherren werden jetzt erst einmal abwarten, bis der Schwachsinn gerichtlich beendet wird (mit Millionen an Gerichtskosten, die der Steuerzahler aufbringt), bevor irgendwelche Neubaumaßnahmen angegangen werden. Ergo wird es eher weniger als mehr billige Wohnungen geben.

Wenn man den Umfragen Glauben schenken darf, so besinnt sich dieses Volk inzwischen wieder etwas mehr auf seinen gesunden Menschenverstand und verhindert wahrscheinlich eine Bundesregierung unter Leitung der bekannten Völkerrechtswissenschaftlerin Annalena Baerbock, im Verbund mit der Trotzkistin Janine Wissler von der Linken und dem ehemaligen Bürgermeister von Hamburg Olaf Scholz, der es 2017 beim G20-Gipfel zuließ, dass seine Stadt im linken Terror versank.

Die Tagesschau vom 7.7.2020 berichtete:

„Arbeiten, das geht inzwischen wieder. Nach vier Monaten Klinik und einem Jahr Krankschreibung. Aber jedes Mal, wenn Busfahrer Rainer Ringelstein an die Stelle auf der Elbchaussee im Hamburger Westen zurückkehrt, an der immer noch zu sehen ist, wie sich die Brandsätze schwarz in den Asphalt fraßen, kommt alles zurück. Der Geruch von Rauch, das Geräusch von splitterndem Glas, die Angst.“

Drei Jahre nach G20 in Hamburg schwelen die Konflikte zwischen politisch Verantwortlichen und radikalen Gipfelgegnern weiter. Und Menschen wie Rainer Ringelstein, die immer noch leiden unter den Erinnerungen an die Gewalt der Gipfeltage, fragen sich, was das Großereignis der Stadt eigentlich gebracht hat. „Vergessen kann ich die Bilder nicht, das muss ich wohl einfach akzeptieren,“ sagt er. „Aber gerade deshalb bin ich wütend. Auf die Randalierer und auch auf die, die entschieden haben, dass der Gipfel mitten in Hamburg stattfinden musste.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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