
Tausende von Jahren ging für die Menschen die Sonne im Osten auf, überquerte die still ruhende Erdscheibe und verschwand im Westen. Man glaubte, dass ein Hufeisen schneller zu Boden fiel als ein Taschentuch, bis Galileo das Fallgesetz entdeckte. ( In der sichtbaren Realität fällt das Hufeisen natürlich schneller als das Taschentuch, weil dies einen größeren Luftwiderstand hat, aber unter gleichen Bedingungen, zum Beispiel im Vakuum, würden sie gleich schnell fallen.) „Was ist Realität?“ weiterlesen



„Amen dir sage ich heute mit mir wirst du sein in dem Paradies.“ So lautete der Satz, den Jesus am Kreuz zu dem reuigen Schächer sprach. In einem sehr interessanten Text von Siegfried Wittwer beschreibt dieser eine für mich völlig neue Sicht auf diesen Satz. Bisher war klar: Der Schächer bereut seine Sünden, vertraut auf Jesus und zieht mit ihm nach dem Ableben ins Paradies ein. 
Wir kennen im Yoga den Begriff Satya, das heißt Wahrheit. Natürlich ist das vom Standpunkt eines Yogis aus zu sehen. Im Stadium des Samadhi, in dem der Beobachter und das Objekt eins sind, existiert auch die Trennung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft nicht mehr. Das heißt zum Beispiel, wenn der Yogi einen Tonkrug betrachtet, dann erfasst er dessen Potential in seiner Totalität. Er „sieht“ den Ton, aus dem er gemacht wurde, die Gegenwart, in der er benutzt wird und er „sieht“ den Zerfall. Wenn so ein Mensch etwas sagt, dann ist das wahr, weil er das Ganze erfasst und nicht nur Teile, wie wir mit unserem, wie wir alle wissen, nicht immer klarem Denken.