In meinem heutigen Artikel möchte ich ein paar ziemlich unterschiedliche Aussagen aus verschiedenen Kulturkreisen und Zeitaltern zusammenfügen und den gemeinsamen Kern herausarbeiten. „Wenn dich dein rechtes Auge ärgert…“ weiterlesen
Wer bin ich, wo lebe ich und mit wem?
Sie lesen gerade diese Zeilen und folglich sind Sie auf meiner Webseite. Im weitesten Sinne beschäftigen wir uns hier damit, wie man als moralisch-spiritueller Mensch sein Leben in einer sich ständig ändernden Umgebung leben kann und – auch noch glücklich dabei ist.
Das ist nicht leicht!
Viele von uns beschreiten verschiedene Wege, um das zu erreichen. „Wer bin ich, wo lebe ich und mit wem?“ weiterlesen
Wie man das Universum erklärt
Es ist immer wieder faszinierend, sich die verschiedenen Bilder und Gedanken anzusehen, die der Mensch sich ersinnt, um das, eigentlich für ihn Unfassbare, zu erklären.
Wie auch immer es sein mag, keiner kann sagen, was stimmt. Aber die Beschäftigung damit führt unser Denken auf eine höhere Ebene. Wir nennen es Swadhyaya.
Wenn wir das ein paar Jahrzehnte machen, hinterlässt es Spuren.
Lesen Sie im Folgenden einen Auszug aus meinem 2011 erschienen Buch „Jenseits von Benares“. „Wie man das Universum erklärt“ weiterlesen
Träume sind Schäume?

Die Denker im alten Indien beschäftigten sich mit mannigfaltigen Aspekten des Bewusstseins. Die Mandukya Upanishad beschreibt die verschiedenen Zustände, in denen das Bewusstseins während des Schlafs ist.
Dabei kommt es zu interessanten Überlegungen.
Wenn wir morgens aufwachen, sind wir manchmal vollkommen perplex über das, was wir träumten. Es erscheint uns selbst im Nachhinein real. Der Traum kennt keine Grenzen, weder zeitliche noch räumliche. Wir durchschreiten Räume, in denen wir im Wachbewusstsein nie gewesen sind. Situationen, die wir irgendwann einmal erlebt haben, werden verfremdet und mit Eindrücken kombiniert, die Jahrzehnte zurückliegen.
Träume sind Zustände, die unser Innerstes ausdrücken. Wir sind dort vollkommen bei uns selbst.
In den Upanishaden wird die Frage gestellt, was denn nun real sei: das Wachbewusstsein oder der Traumzustand? „Träume sind Schäume?“ weiterlesen
Die Lampe des Schusters

Im Görlitz des 16. Jahrhunderts lebte ein Schuster namens Jakob Böhme. Einst saß er in seiner Schusterstube und arbeitete.
Alte Leute kennen diese Schusterwerkstätten noch. Sie waren klein. Der Schuster saß auf einem Schemel an einem niedrigen Tisch Es war außerhalb des Tisches immer etwas halbdunkel, weil nur eine Schirmlampe herabhing, die lediglich das unmittelbare Arbeitsumfeld beleuchtete.
Früher, zu Böhmes Zeiten, gab es natürlich noch kein elektrisches Licht. Man beleuchtete mit Öl, Talg, Waltran oder Wachs. Um die Leuchtkraft zu verstärken, hatte man seitlich der Flamme einen Spiegel oder eine reflektierende Blechscheibe angebracht.
Eines Tages nun saß Meister Böhme bei der Arbeit und sah dabei, wie so oft vorher, von seiner Tätigkeit auf und sah den Lichtschein, den die Lampe an die dunkle Wand der Werkstatt warf.
Diesmal allerdings war es anders. Blitzartig überkam ihn die Erkenntnis, dass das Licht ohne die es umgebende Dunkelheit nicht sichtbar wäre. „Die Lampe des Schusters“ weiterlesen

