„Der Herr“

IMG 20260706Wie viele andere auch, bin ich in den 70er Jahren nach Indien gefahren, um mich von der Weisheit des Ostens inspirieren zu lassen. Viele von uns hatten eine verkorkste Beziehung zum „heimischen“ Christentum. Wir hatten den Ausspruch „und bist du nicht willig, so brauch‘ ich Gewalt“ in vielerlei Hinsicht noch erlebt.

Es ging ja immer um Schuld und Sünde.

Indien versprach einen ganz anderen Ansatz, garniert mit Räucherstäbchen, den Beatles und Maharishi Yogi.

Om Peace Om! Es war aber nicht nur der Reiz des Neuen. Nein, dieses religiös-philosophische Neue war unbelastet von diesem „wenn du nicht brav bist, kommst du in die Hölle“. „„Der Herr““ weiterlesen

Pferde und Reiter

IMG 20260625 152948 editIch möchte mich heute mit zwei zentralen Begriffen des Yoga beschäftigen:

Sadhana heißt: Auf dem Weg sein!“ Da wir Menschen flatterhafte Wesen sind, gelingt es uns selten konsequent und zielstrebig bei einer Sache zu bleiben. Niemand hindert uns aber, immer wieder zurückzukommen und den „Faden“ wieder aufzunehmen.

In der Katha Upanisad finden wir folgendes schöne Beispiel, welches das Problem, das einer dauerhaften Erkenntnis im Weg steht, sehr schön zum Ausdruck bringt: Der Verfasser vergleicht den Menschen mit seinem Körper, seinen Sinnen und seinem Verstand mit einem von Pferden gezogenen Wagen. Die Sinne sind die Pferde, die den Wagen ziehen. Der Verstand ist der Lenker. „Pferde und Reiter“ weiterlesen

Bodenhaftung

IMG 20251227Yoga wurde in früheren Zeiten vom Guru auf den Schüler übergeben, es war eine Guru-Cela-Beziehung.

Dem Schüler wurde nichts geschenkt. Man kann sich das so ähnlich wie in den Kill Bill Filmen vorstellen, wo die Protagonistin erst einmal dienen musste, bevor sie der Schwertmeister unterrichtete.

Heute gibt es eine ganze Armada von Meistern und auch-innen, die per Internet und in gut bezahlten Vorträgen ihre Dienste anbieten und dabei zwischen London, L.A. und New-York hin und her fliegen (ich frage mich, in welcher Klasse?). „Bodenhaftung“ weiterlesen