
Im Görlitz des 16. Jahrhunderts lebte ein Schuster namens Jakob Böhme. Einst saß er in seiner Schusterstube und arbeitete.
Alte Leute kennen diese Schusterwerkstätten noch. Sie waren klein. Der Schuster saß auf einem Schemel an einem niedrigen Tisch Es war außerhalb des Tisches immer etwas halbdunkel, weil nur eine Schirmlampe herabhing, die lediglich das unmittelbare Arbeitsumfeld beleuchtete.
Früher, zu Böhmes Zeiten, gab es natürlich noch kein elektrisches Licht. Man beleuchtete mit Öl, Talg, Waltran oder Wachs. Um die Leuchtkraft zu verstärken, hatte man seitlich der Flamme einen Spiegel oder eine reflektierende Blechscheibe angebracht.
Eines Tages nun saß Meister Böhme bei der Arbeit und sah dabei, wie so oft vorher, von seiner Tätigkeit auf und sah den Lichtschein, den die Lampe an die dunkle Wand der Werkstatt warf.
Diesmal allerdings war es anders. Blitzartig überkam ihn die Erkenntnis, dass das Licht ohne die es umgebende Dunkelheit nicht sichtbar wäre. „Die Lampe des Schusters“ weiterlesen



Wir Menschen sind unverbesserlich.
Das Leben ist gewalttätig, in einem nicht moralisch zu sehendem Sinn. Wer nicht um sein Überleben kämpft, das heißt, seine Interessen wahrt, geht unter. Das betrifft die Maus, die sich vor dem hungrigen Bussard schützt, genauso wie dich in deiner Arbeitswelt. Auch hier musst du deine Position behaupten. Das sieht auf dem ersten Blick nicht immer gewalttätig aus. Grundsätzlich ist es aber ein Gegeneinander. Das „Ich” gegen die Anderen. Dies birgt im Kern immer Gewalt. Indem der Yogi aus diesem Spiel aussteigt, setzt er der Welt der Phänomene bewusst einen Kontrapunkt entgegen. Diesen Gedanken des sich bewusst aus dem Leben, so wie es ist, Herausziehens, finden wir auch in allen anderen Yogatechniken. Das ist zwangsläufig so, will sich der Yogi doch auf die Suche einer Realität hinter der sinnlich wahrnehmbaren Welt begeben. Dies ist mit ”normalen“ Mitteln nicht möglich. Da das Überleben also immer Gewalt mit sich bringt, ist es das oberste Ziel des Yogi, nicht mehr geboren zu werden. Kurz gesprochen dient die Praxis von Ahimsa der Unterdrückung der grausamen und gewalttätigen Tendenzen in uns Menschen; denn nur ein aggressionsfreies Denken ist zur Meditation fähig.
Weihnachten ist vorbei. Die Geschenke sind ausgepackt und teilweise schon wieder vergessen, wie das bei Geburtstagen eben so ist. Denn eigentlich handelt es sich bei Weihnachten um einen Geburtstag. Dieses Fest wird in anderen Weltgegenden oft viel fröhlicher als bei uns begangen.