Kamele und Nadelöhre

„Leichter kommt ein Kamel durch ein Nadelöhr als dass ein Reicher ins Himmelreich kommt.“ So sprach Jesus zu seinen Jüngern. „Gib all dein Hab und Gut hinweg, auf dass du bereit seist für die spirituelle Erfahrung der absoluten Freiheit des Nichtanhaftens an materiellen Gütern.“

Loslassen, das große Zauberwort aller geistigen und esoterischen Schulen, ist der Weg zur Erleuchtung.

Bisher lag das Beschreiten dieses Weges in der Verantwortung des Einzelnen. Schon im alten Indien war der vierte Schritt des klassischen brahmanischen Lebenslaufs das endgültige Verlassen von Weib und Kind, von Haus und Hof, um hinfort ohne Besitz auf Wanderschaft zu gehen. „Kamele und Nadelöhre“ weiterlesen

Immer ich!

Wir beobachten Menschen, die viel leiden müssen, die ein ständiges ”Warum ich?” mit sich herum tragen. Anderen scheint alles zu gelingen. Sie sind sozusagen auf der sonnigen Seite des Lebens. Wenn ich das Karmagesetz auf dieses Problem anwende, dann erscheint mir die Aussage aus Sutra 14 im zweiten Kapitel der Yogasutren logisch, dass gute Handlungen angenehmere Erfahrungen produzieren als schlechte Handlungen. Diese Aussage deckt sich mit meiner täglichen Erfahrung. Wenn ich jemandem etwas Gutes tue, fühle ich mich besser und ich bekomme von ihm eine positivere Resonanz, als wenn ich ihn ärgere. Ich denke, dass wir Menschen ein sehr feines Gefühl für gut oder schlecht haben. Wir brauchen nur darauf hören. „Immer ich!“ weiterlesen

Cui bono, wem nützt es?

Wir leben in einer Welt der Paradoxien. Unser Zeitalter, wenigstens soweit es die Menschen in Europa und Nordamerika betrifft, ist das sicherste und am besten abgesicherte aller Zeiten. Die Lebenserwartung ist um fast 50% gestiegen. So gesund und fit war noch keine Generation vor uns. Die Ungleichheiten, die zu allen Zeiten existierten, sind zu einem gut Teil überwunden. Heute können breite Teile der Bevölkerung in den Genuss von Angeboten kommen, die früher nur einer sehr kleinen Schicht von Aristokraten offenstanden. Man erinnere sich! Selbst die Farben der Kleidung waren im Mittelalter festgeschrieben. Nur der Adel durfte Rot tragen. Schreiner durften keine Nägel verwenden, das war einem anderen Gewerke bestimmt. Deswegen erfanden sie komplizierte Verbindungstechniken, wie den Schwalbenschwanz. „Cui bono, wem nützt es?“ weiterlesen

Kurven

Ich höre unter der Dusche gerne You Tube. Unser aller Freund, die Firma Google, kennt mittlerweile meinen Geschmack und unterbreitet mir in ihrer unendlichen Fürsorge jeden Tag neue Vorschläge, entsprechend meinem Musikgeschmack. So auch heute morgen, da wurde mir Jefferson Airplane mit ihrem bekanntesten Hit „Somebody to Love“ präsentiert.

Keine andere Band, außer vielleicht The Mamas and the Papas, repräsentiert den Sound der Hippie- Ära so wie sie. Wir waren damals bis ins Mark erschüttert, wenn ihre Sängerin Grace Slick los röhrte. Das kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen, wie das reinhaute. „Kurven“ weiterlesen

Die große Show

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Im Winter 1258 stürmten die Mongolen unter Hülegü, dem Bruder des Großkhans Mönke, die Stadt Bagdad und schlachteten 200 000 Menschen ab. Die Pyramiden aus Schädeln, die sie errichteten, waren „höher … als alle Minarette und Türme der großartigen Stadt jemals gewesen waren“. „Die große Show“ weiterlesen