Sie lesen gerade diese Zeilen und folglich sind Sie auf meiner Webseite. Im weitesten Sinne beschäftigen wir uns hier damit, wie man als moralisch-spiritueller Mensch sein Leben in einer sich ständig ändernden Umgebung leben kann und – auch noch glücklich dabei ist.
Es ist immer wieder faszinierend, sich die verschiedenen Bilder und Gedanken anzusehen, die der Mensch sich ersinnt, um das, eigentlich für ihn Unfassbare, zu erklären.
Wie auch immer es sein mag, keiner kann sagen, was stimmt. Aber die Beschäftigung damit führt unser Denken auf eine höhere Ebene. Wir nennen es Swadhyaya.
Wenn wir das ein paar Jahrzehnte machen, hinterlässt es Spuren.
Die Denker im alten Indien beschäftigten sich mit mannigfaltigen Aspekten des Bewusstseins. Die Mandukya Upanishad beschreibt die verschiedenen Zustände, in denen das Bewusstseins während des Schlafs ist.
Dabei kommt es zu interessanten Überlegungen.
Wenn wir morgens aufwachen, sind wir manchmal vollkommen perplex über das, was wir träumten. Es erscheint uns selbst im Nachhinein real. Der Traum kennt keine Grenzen, weder zeitliche noch räumliche. Wir durchschreiten Räume, in denen wir im Wachbewusstsein nie gewesen sind. Situationen, die wir irgendwann einmal erlebt haben, werden verfremdet und mit Eindrücken kombiniert, die Jahrzehnte zurückliegen.
Träume sind Zustände, die unser Innerstes ausdrücken. Wir sind dort vollkommen bei uns selbst.
In den Upanishaden wird die Frage gestellt, was denn nun real sei: das Wachbewusstsein oder der Traumzustand? „Träume sind Schäume?“ weiterlesen
Als Gandhi aus Südafrika nach Indien zurückkehrte, tat er das mit der erklärten Absicht, seine Landsleute aus der inkriminierenden Stellung gegenüber den Kolonialherren zu befreien.
Seine Methode war Satyagraha. Es ist eine aus den Sanskrit-Wörtern Satya (Wahrheit) und Agraha (Festhalten/Beharrlichkeit) zusammengesetzte Philosophie, die Wahrheit und Gewaltlosigkeit (Ahimsa) verbindet, um Ungerechtigkeit durch moralische Kraft statt physischer Gewalt zu bekämpfen (KI).
Niemand wird bezweifeln, dass er ein spiritueller Mensch war. Sein letztes Wort nach den Schüssen des Attentäters war Ram (Gott). Trotzdem war er ein hochpolitischer Mensch.
Mir ist vollkommen klar, dass ich mit meinem Schreiben nur begrenzten Einfluss habe. Aber ich habe auch Nachkommen, die mir am Herzen liegen und da gibt es kein Schweigen. „Satyagraha“ weiterlesen
Im Görlitz des 16. Jahrhunderts lebte ein Schuster namens Jakob Böhme. Einst saß er in seiner Schusterstube und arbeitete.
Alte Leute kennen diese Schusterwerkstätten noch. Sie waren klein. Der Schuster saß auf einem Schemel an einem niedrigen Tisch Es war außerhalb des Tisches immer etwas halbdunkel, weil nur eine Schirmlampe herabhing, die lediglich das unmittelbare Arbeitsumfeld beleuchtete.
Früher, zu Böhmes Zeiten, gab es natürlich noch kein elektrisches Licht. Man beleuchtete mit Öl, Talg, Waltran oder Wachs. Um die Leuchtkraft zu verstärken, hatte man seitlich der Flamme einen Spiegel oder eine reflektierende Blechscheibe angebracht.
Eines Tages nun saß Meister Böhme bei der Arbeit und sah dabei, wie so oft vorher, von seiner Tätigkeit auf und sah den Lichtschein, den die Lampe an die dunkle Wand der Werkstatt warf.
Diesmal allerdings war es anders. Blitzartig überkam ihn die Erkenntnis, dass das Licht ohne die es umgebende Dunkelheit nicht sichtbar wäre. „Die Lampe des Schusters“ weiterlesen