Seid einfach ehrlich!

IMG 20260113Einige Meldungen aus den Medien lassen mich einmal mehr nicht ruhen, mich mit einem der Yamas, den ethischen Grundsätzen des Yogas, nämlich Satya, das ist Wahrhaftigkeit, zu beschäftigen.

In Baden Württemberg sind demnächst Landtagswahlen. Dort tritt Cem Özdemir als Kandidat der Grünen für das Amt des Ministerpräsidenten an. Soweit so gut. Wenn man allerdings die Wahlplakate ansieht, fällt auf, dass das Logo der Grünen entweder gar nicht oder nur sehr klein auftaucht. Selbstbewusst wird verkündet, dass „er es kann“.

Auf mich wirkt es, als werde versucht, seine politische Heimat zu verschweigen, denn das „Ländle“ steht wirtschaftlich nach 15 grün geführten Jahren nicht gut da. Dort sind die Schwergewichte der deutschen Industrie, Mercedes und Porsche, angesiedelt. „Seid einfach ehrlich!“ weiterlesen

Ach du lieber Himmel

IMG 20221215Wir Menschen sind unverbesserlich.

Warum?

Weil wir unverbesserliche Optimisten sind!

So wenigstens könnte man es nennen, wenn man sich nicht die Mühe macht, etwas genauer hinzuschauen.

Irgendwann, irgendwann wird es besser!

Wann? Wenn wir im Himmel sind! Der Haken am Himmel ist, dass wir dann tot sind! „Ach du lieber Himmel“ weiterlesen

Damals Teil II

IMG 20260106Auf dem Bild sehen Sie einen kleinen Jungen in einem Hotelrestaurant beim Frühstück. Drei Erwachsene sitzen dabei und datteln ihrerseits auf ihren Handys.

Der Kleine taucht gelegentlich seinen Löffel in die Schale neben ihm, aber eigentlich ist seine ganze Aufmerksamkeit auf den Bildschirm gerichtet.

Ich hatte beim ersten „Damals“-Artikel gesagt, dass ich gerne weiter ein bisschen in der Erinnerungskiste kramen kann, wenn Interesse besteht.

Dann mach‘ ich das jetzt mal.

In der Pädagogik spricht man von Primär-und Sekundärerfahrungen. Das erstere ist, wenn man ein Lagerfeuer life on stage ansieht, das letztere sieht man sich im Fernsehen an. „Damals Teil II“ weiterlesen

Happy new year

IMG 20240918Das neue Jahr ist da und wir werden gleich so richtig wieder in die Schulbank gedrückt, um zu lernen positiv zu bleiben, denn, wie wir wissen, braucht es dazu schwierige Situationen.

Wir zahlen jetzt mehr für Benzin, um das CO2 zu vermindern. Sie haben das sicher auch schon gemerkt. Die Luft fühlt sich viel sauberer an, wenn Sie vor die Haustür treten, denn es wird dadurch weniger Auto gefahren. Für uns, die wir im ländlichen Raum wohnen, tritt auch noch ein anderer wünschenswerter Effekt auf.

Wir werden schlanker! Da öffentlicher Nahverkehr fast oder gar nicht vorhanden ist, fahren wir jetzt viel weniger zum 15 km entfernten Netto, um einzukaufen, sonst würde das ja alles verpuffen. „Happy new year“ weiterlesen

Geben ist seeliger denn Nehmen

P1060232Das Leben ist gewalttätig, in einem nicht moralisch zu sehendem Sinn. Wer nicht um sein Überleben kämpft, das heißt, seine Interessen wahrt, geht unter. Das betrifft die Maus, die sich vor dem hungrigen Bussard schützt, genauso wie dich in deiner Arbeitswelt. Auch hier musst du deine Position behaupten. Das sieht auf dem ersten Blick nicht immer gewalttätig aus. Grundsätzlich ist es aber ein Gegeneinander. Das „Ich” gegen die Anderen. Dies birgt im Kern immer Gewalt. Indem der Yogi aus diesem Spiel aussteigt, setzt er der Welt der Phänomene bewusst einen Kontrapunkt entgegen. Diesen Gedanken des sich bewusst aus dem Leben, so wie es ist, Herausziehens, finden wir auch in allen anderen Yogatechniken. Das ist zwangsläufig so, will sich der Yogi doch auf die Suche einer Realität hinter der sinnlich wahrnehmbaren Welt begeben. Dies ist mit ”normalen“ Mitteln nicht möglich. Da das Überleben also immer Gewalt mit sich bringt, ist es das oberste Ziel des Yogi, nicht mehr geboren zu werden. Kurz gesprochen dient die Praxis von Ahimsa der Unterdrückung der grausamen und gewalttätigen Tendenzen in uns Menschen; denn nur ein aggressionsfreies Denken ist zur Meditation fähig.

Wenn ein Mensch in der Lage ist, seine Negativität zu überwinden, dann wird er dafür mit einer gewaltigen Akkumulation von Energie belohnt. Das heißt, er besitzt eine Ausstrahlung, die von anderen Lebewesen wahrgenommen wird. Sie empfinden keine Bedrohung und greifen ihrerseits nicht an, sondern verhalten sich zutraulich. Wir finden dieses Phänomen zum Beispiel in der Person des Franz von Assisi. (Das Yogalehrbuch, G. Pflug)

Es gibt viele Geschichten von Heiligen und Einsiedlern, die keinerlei Angst selbst vor Raubtieren hatten, weil diese keine Bedrohung spürten.

Spontan möchte man bei diesen Ausführungen sagen: „Ja aber, das geht doch nicht, wenn der mich… und wenn ich dann…, dann halten die mich…“ „Geben ist seeliger denn Nehmen“ weiterlesen