{"id":932,"date":"2018-02-14T15:26:20","date_gmt":"2018-02-14T14:26:20","guid":{"rendered":"http:\/\/gpflug.de\/website\/?p=932"},"modified":"2018-05-25T14:05:48","modified_gmt":"2018-05-25T12:05:48","slug":"was-ist-realitaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gpflug.de\/website\/2018\/02\/14\/was-ist-realitaet\/","title":{"rendered":"Was ist Realit\u00e4t?"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_934\" aria-describedby=\"caption-attachment-934\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-934\" src=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/IMG_20170526_191003-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/IMG_20170526_191003-300x225.jpg 300w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/IMG_20170526_191003-768x576.jpg 768w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/IMG_20170526_191003-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-934\" class=\"wp-caption-text\">cof<\/figcaption><\/figure>\n<p>Tausende von Jahren ging f\u00fcr die Menschen die Sonne im Osten auf, \u00fcberquerte die still ruhende Erdscheibe und verschwand im Westen. Man glaubte, dass ein Hufeisen schneller zu Boden fiel als ein Taschentuch, bis Galileo das Fallgesetz entdeckte. ( In der sichtbaren Realit\u00e4t f\u00e4llt das Hufeisen nat\u00fcrlich schneller als das Taschentuch, weil dies einen gr\u00f6\u00dferen Luftwiderstand hat, aber unter gleichen Bedingungen, zum Beispiel im Vakuum, w\u00fcrden sie gleich schnell fallen.)<!--more--><\/p>\n<p>Langsam entwickelte sich eine Vorstellung, dass eine sinnliche Beobachtung erst dann akzeptabel war, wenn sie sich im Experiment generalisieren lie\u00df. Dies war der Beginn eines wissenschaftlichen Blicks auf die Realit\u00e4t. Wissenschaftlich anerkannt werden nur Dinge, die direkt oder indirekt von den Sinnen erfasst werden, sei es unmittelbar oder durch mehr oder minder elaborierte Ger\u00e4te.<\/p>\n<p>Nun ergab sich im Laufe der Zeit folgende Problemstellung: Je weiter man mit Beobachtungsmethoden und Experimenten in die Tiefe ging, desto kleiner und vielf\u00e4ltiger wurde das, was man entdeckte. Zun\u00e4chst hielt man die Atome (griech. unteilbar) f\u00fcr die kleinsten Teilchen. Dann erwies sich das als Irrtum und schlie\u00dflich gelangte man zur Teilchenphysik und zur Quantentheorie, bei der kleinste Teilchen in nicht vorhersehbaren Umst\u00e4nden sowohl als Teilchen als auch als elektromagnetische Felder erscheinen.<\/p>\n<p>In seinem Buch \u201eDas Tao der Physik\u201c beschreibt Fritjof Capra den Zusammenhang zwischen Beobachter und dem Beobachteten. Er beschreibt, dass der Versuch mit dem erwarteten Ergebnis zusammenh\u00e4ngt. Das hei\u00dft nichts anderes, als dass 1+1 nicht 2, sondern auch 3 oder 4 sein kann.<\/p>\n<p>Einstein sagte einst, dass auch eine Menge an Experimenten seine Ansicht nicht untermauern, jedoch ein Einziges seine Theorien zerst\u00f6ren kann. In einem anderen Zitat meinte er: \u201eSoweit die Gesetze der Mathematik auf die Realit\u00e4t verweisen, sind sie nicht sicher und wenn sie sicher sind, verweisen sie nicht auf die Realit\u00e4t.\u201c<\/p>\n<p>In den Anfangszeiten der Wissenschaft dachte man, dass die Realit\u00e4t so wie ein Puzzle ist, bei dem man nur alle Teilchen zusammensuchen m\u00fcsste, um das komplette Bild zu erhalten. Von dieser Vorstellung musste man sich verabschieden. Je mehr man forschte, desto mehr erfuhr man und desto mehr n\u00e4herte man sich dem magischen Begriff \u201eunendlich\u201c. Dieser Begriff geht \u00fcber das menschliche Verst\u00e4ndnis hinaus. Letztlich geht das in Richtung Logos oder \u00fcbersetzt Weltgedanke oder Weltvernunft. Im Sanskrit hei\u00dft das Mahat, die kosmische Intelligenz.<\/p>\n<p>Im alten Indien gab es auch schon Forschungsans\u00e4tze, die in Richtung \u201ePuzzleteile\u201c &#8211; Zusammensetzen ging. Die mathematische Null kommt aus Indien und in Delhi steht seit 700 \u2013 1000 Jahren eine Stahls\u00e4ule, die nicht rostet. Dies setzt erhebliche Kenntnisse in Metallurgie voraus. Die gr\u00f6\u00dfte der Erfindungen aber ist das Yoga. Der Ansatz, der dahinter steckt, ist wahrhaft revolution\u00e4r und nimmt die Erkenntnisse, auf die heutige Forscher sto\u00dfen, n\u00e4mlich, dass der Weg in die Unendlichkeit buchst\u00e4blich unendlich ist, voraus. Also erkannten sie (die Inder), dass der Weg der Rationalit\u00e4t mittels Sinneswahrnehmung zur Erkenntnis der letzten Realit\u00e4t untauglich ist. Vielmehr setzten sie auf sogenannte nichtrationale Erkenntniswege wie Intuition, Inspiration und Offenbarung. Anstatt den Logos oder Mahat mit unendlichen Experimenten zu \u201ejagen\u201c, schlossen sie, dass das rationale Denken ein ungeeignetes Werkzeug sei und versuchten durch meditative Techniken \u201ehinter das Denken\u201c zu gelangen. So entstand das Yoga, die Wissenschaft vom Denken. Ziel ist, das Denken soweit zu kl\u00e4ren, dass es die t\u00e4glichen Zerstreutheiten transzendiert und wie ein scharfes Messer den Mahat erkennt.<\/p>\n<p>Beide Wege, der westliche und der \u00f6stliche versuchen auf unterschiedliche Art, den Urgrund, die letzte Realit\u00e4t, zu erkennen. Gegenw\u00e4rtig ist man im Westen bei den sechs Grundbausteinen, aus denen die Materie aufgemacht ist, angelangt, den Quarks und schon taucht der Begriff Solitons auf, was noch tiefer f\u00fchrt. Vielleicht trifft man sich bei dem, was die Yogis als Gunas bezeichnen (Siehe Blog &#8211; Essay vom 5.8.2017: Es liegen drei gl\u00e4nzende Kugeln\u2026).<\/p>\n<p>Was bedeutet das nun f\u00fcr den Alltag? Nichts anderes als die theoretische Grundlage f\u00fcr Alltagserkenntnisse wie, dass nichts sicher ist, dass man erst einmal schweigend beobachten sollte, das morgen alles ganz anders scheint als heute usw.<\/p>\n<p>Vor allem aber, dass nichts ist, wie es scheint und wir immer wieder versuchen sollten, die Welt der Erscheinungen so zu sehen wie ein Theaterbesucher die Vorstellung auf einer B\u00fchne.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Tausende von Jahren ging f\u00fcr die Menschen die Sonne im Osten auf, \u00fcberquerte die still ruhende Erdscheibe und verschwand im Westen. Man glaubte, dass ein Hufeisen schneller zu Boden fiel als ein Taschentuch, bis Galileo das Fallgesetz entdeckte. 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