{"id":710,"date":"2017-11-05T20:14:38","date_gmt":"2017-11-05T19:14:38","guid":{"rendered":"http:\/\/gpflug.de\/website\/?p=710"},"modified":"2018-05-25T14:07:45","modified_gmt":"2018-05-25T12:07:45","slug":"letat-cest-moi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gpflug.de\/website\/2017\/11\/05\/letat-cest-moi\/","title":{"rendered":"L&#8217;etat ces&#8217;t moi"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-755\" src=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Ludwig.jpg\" alt=\"\" width=\"246\" height=\"205\" \/><\/p>\n<figure id=\"attachment_839\" aria-describedby=\"caption-attachment-839\" style=\"width: 225px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-839\" src=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/PICT3213-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/PICT3213-225x300.jpg 225w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/PICT3213-768x1024.jpg 768w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/PICT3213.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-839\" class=\"wp-caption-text\">Digital StillCamera<\/figcaption><\/figure>\n<p>\u201eL&#8217;etat c&#8217;est moi &#8211; Der Staat bin ich\u201c, sagte Ludwig XIV. Die Idee war eine St\u00e4ndegesellschaft, die sich von einer breiten Basis pyramidenf\u00f6rmig nach oben zum von Gott gesandten K\u00f6nig verj\u00fcngte. Der ganze Staat war symbolisiert durch eine Idee, durch eine Person.<!--more--><\/p>\n<p>Heute leben wir in einer pluralistischen Gesellschaft, die ein anderes Staatsverst\u00e4ndnis besitzt. Hat sich fr\u00fcher alles auf den K\u00f6nig oder wie in Japan auf den Tenno bezogen, so versteht sich heute eine Gruppierung von Menschen als Staat. Dazu geh\u00f6rt, dass diese Menschen, die man gemeinhin als Staatsvolk bezeichnet, bestimmte Rechte an die von ihm gew\u00e4hlten Vertreter abtritt. Diese Vertreter, unterteilt in Legislative, Judikative und Exekutive erhalten das Recht \u00fcbertragen, Gesetze zu beschlie\u00dfen, diese durchzusetzen und \u00dcbertritte zu ahnden. Das funktioniert so lange, als das Staatsvolk das Gef\u00fchl hat, dass die \u201eoben\u201c ihren Job machen.<\/p>\n<p>Noch ein paar Worte zum Staatsvolk. Das sind Menschen, die \u00fcber lange Zeitr\u00e4ume in einem bestimmten Gebiet bestimmte gleiche Sitten und Br\u00e4uche entwickelten, was zu einem sich deckenden Verhaltenskodex f\u00fchrte, sodass Konsense zustande kommen konnten. Unser Zusammenleben basiert auf dem Willen, diese Konsense einzuhalten. Dazu geh\u00f6rt, dass wir zum Beispiel nicht Selbstjustiz \u00fcben, sondern die Ahndung von Verbrechen der Justiz \u00fcberlassen.<\/p>\n<p>Nun haben wir im Strafvollzug mehrere Anliegen, die erf\u00fcllt werden m\u00fcssen. So radikal das auch klingt, aber an erster Stelle steht die Rache. Je nachdem, wie schwer oder unmenschlich das Verbrechen war, m\u00fcssen die Opfer und gegebenenfalls auch die Hinterbliebenen zufrieden gestellt werden, um gef\u00fchlsm\u00e4\u00dfig Frieden zu finden und mit der Verletzung abschlie\u00dfen zu k\u00f6nnen, sonst kommt der Gedanke an Lynchjustiz auf. Das zweite Anliegen ist der Schutz der Bev\u00f6lkerung vor Verbrechern. Wenn das nicht gew\u00e4hrleistet ist, besorgen sich die Leute Waffen, wie in den letzten Monaten massenhaft geschehen. Dann haben wir den Gedanken der Resozialisierung. Der Straft\u00e4ter soll nicht nur bestraft werden, sondern er soll die Chance haben, sich wieder in die Gesellschaft einzugliedern.<\/p>\n<p>\u00dcber all dem steht das Postulat: \u201eVor dem Gesetz sind alle gleich.\u201c Nat\u00fcrlich kennen wir den Scherz: \u201eAber manche sind gleicher\u201c, generell hat es jedoch bisher funktioniert.<\/p>\n<p>Mittlerweile ist dieser Konsens in Frage gestellt, denn wir haben kein einheitliches Rechtsverst\u00e4ndnis und &#8211; verhalten mehr. Wir lesen zum Beispiel von Urteilen gegen\u00fcber neu Zugewanderten, dass man ihre Herkunft ber\u00fccksichtigen m\u00fcsse. Dort, wo sie herkommen, sei das eben Tradition. Wir lesen, dass in gro\u00dfen Teilen der moslemischen Community Mullahs oder auch andere traditionelle Vermittler Recht sprechen. Das betrifft nicht zuletzt Frauen, die sich weigern, einen ihnen zugeteilten Ehemann zu heiraten.<\/p>\n<p>K\u00fcrzlich fand eine besonders brutale Vergewaltigung statt, bei der der Richter die geforderte H\u00f6chststrafe nicht aussprach, weil der Verbrecher durch seine Herkunft aus, ich glaube es war Ghana, \u201ehaftsensibel\u201c sei. Der Mann war \u00fcbrigens absolut reuelos und ging sofort in Berufung. Polizisten trauen sich nicht mehr in bestimmte Gebiete oder schreiben keine Kn\u00f6llchen mehr auf, weil sie wom\u00f6glich von sogenannten Gro\u00dffamilien angegriffen werden, die auch schon anfangen, Richter zu bedrohen: \u201eWir wissen, wo du wohnst!\u201c<\/p>\n<p>Man gewinnt den Eindruck, dass es f\u00fcr bestimmte Gruppierungen Sonderrechte gibt, die f\u00fcr normale sogenannte Biodeutsche nicht gelten.<\/p>\n<p>Dies ist Gift f\u00fcr die Konsensgesellschaft, da hier die Gefahr der Aufl\u00f6sung besteht. Wir sehen uns zwar gerne Westernfilme an, aber die wenigsten wollen wieder mit dem Colt an der Seite f\u00fcr ihr Recht k\u00e4mpfen. Ich meine, dass es Entwicklungen gibt, die den Rechtsfrieden in gro\u00dfe Gefahr bringen. Ich erinnere nur an die brennenden Hamburger Stra\u00dfen zum G7 Gipfel. Das war glatter Landfriedensbruch und eine Sch\u00e4digung des Eigentums einfacher B\u00fcrger, die sich auf den Staat verlassen haben.<\/p>\n<p>Hinterher hat man diese Verbrecher dann in links-gr\u00fcnen Kreisen teilweise als Aktivisten bezeichnet. Aktivist, das klingt wie K\u00e4mpfer f\u00fcr den Fortschritt.<\/p>\n<p>Neben einer Justiz, die alle gleich behandelt, geh\u00f6rt es auch dazu, dass ein Staat seine Grenzen sch\u00fctzt und wei\u00df, wer sich innerhalb seiner Grenzen befindet. Jedem ist bekannt, dass das seit Jahren nicht mehr gegeben ist. Dies geht zu Lasten der B\u00fcrger, die, ich wiederhole es, dem Staat das Recht auf Eigenschutz \u00fcbertragen haben.<\/p>\n<p>Es ist ein Unding, wenn ein Staat seinen B\u00fcrgern sagt, er k\u00f6nne sie nicht mehr absolut sch\u00fctzen und gleichzeitig verbietet, dass sich die Leute selbst sch\u00fctzen. Man spricht von sogenannten \u201eStapeldelikten\u201c, weil sich die Akten unaufgekl\u00e4rter Straftaten, vor allem was Einbr\u00fcche und Diebst\u00e4hle betrifft, stapeln. NRW und Berlin, wo sogar die Staatsanwaltschaft k\u00fcrzlich schon erkl\u00e4rte, dass sie ihre Arbeit nicht mehr korrekt tun kann, sind hier unr\u00fchmliche Spitzenreiter.<\/p>\n<p>Ich einer alten Yogaschrift ist zu lesen, dass der Yogi an einem einsamen, k\u00fchlen, trockenen Platz sein sollte. Er sollte auf einem Hirschfell sitzen und die spirituelle Suche sei auf einen \u201egut regierten, sicheren Staat\u201c angewiesen.<\/p>\n<p>Dem ist nichts hinzuzuf\u00fcgen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eL&#8217;etat c&#8217;est moi &#8211; Der Staat bin ich\u201c, sagte Ludwig XIV. Die Idee war eine St\u00e4ndegesellschaft, die sich von einer breiten Basis pyramidenf\u00f6rmig nach oben zum von Gott gesandten K\u00f6nig verj\u00fcngte. Der ganze Staat war symbolisiert durch eine Idee, durch eine Person.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"slim_seo":{"title":"L'etat ces't moi - Yoga Life Gerhard Pflug","description":"Digital StillCamera \u201eL'etat c'est moi - Der Staat bin ich\u201c, sagte Ludwig XIV. 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