{"id":570,"date":"2017-07-23T10:11:28","date_gmt":"2017-07-23T08:11:28","guid":{"rendered":"http:\/\/gpflug.de\/website\/?p=570"},"modified":"2018-05-25T14:09:38","modified_gmt":"2018-05-25T12:09:38","slug":"das-loch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gpflug.de\/website\/2017\/07\/23\/das-loch\/","title":{"rendered":"Das Loch"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_783\" aria-describedby=\"caption-attachment-783\" style=\"width: 225px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-783\" src=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Krakau2-007-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Krakau2-007-225x300.jpg 225w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Krakau2-007-768x1024.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-783\" class=\"wp-caption-text\">Pos:152,Tm:623_AT,Cst:-31,Gm:B,Fv:4,Stb:2560<\/figcaption><\/figure>\n<p>Es gibt Tage, da f\u00fchlt man sich schwach und unwert. Alle anderen um einen herum scheinen gr\u00f6\u00dfer, st\u00e4rker, sicherer und beliebter zu sein als man selbst. Es hilft auch nicht sehr, wenn man sich selbst sagt: \u201e Was treibst du gerade wieder f\u00fcr einen Unsinn? Du bist genauso viel wert, wie alle anderen auch.\u201c<\/p>\n<p>Selbst wenn man kurzfristig aus dem Loch heraus kommt und sich berappelt, scheint im Hintergrund leise ein Staubsauger vor sich hin zu laufen, der einen wieder in das Schw\u00e4cheloch einsaugt.<!--more--><\/p>\n<p>Manche von uns haben viel Urvertrauen, Sicherheit und Selbstbest\u00e4tigung von Eltern und Lehrern erhalten. Sie wuchsen auf, ohne das Eltern versuchten, ihre eigenen W\u00fcnsche und Tr\u00e4ume auf sie zu projizieren. Auf manche aber wurden \u00c4ngste und Unsicherheit der \u00c4lteren \u00fcbertragen, die sie im Weiteren hinderten, frei und sicher ins Leben hinaus zu gehen.<\/p>\n<p>Es gibt verschiedene Methoden, mit dem \u201eschwarzen Loch\u201c in sich selbst umzugehen. Wir haben manches davon wohl alle schon ausprobiert. Man kann sich in unaufh\u00f6rliche Aktivit\u00e4t st\u00fcrzen, so dass man nicht nachdenken und nachf\u00fchlen kann. Mit Alkohol, Tabak und Drogen k\u00f6nnen wir uns wegbeamen und uns gef\u00fchlstaub machen.<\/p>\n<p>Der Nachteil an diesen L\u00f6sungsversuchen ist, dass sie ungesund und selbstsch\u00e4digend sind und sie bringen keine Dauerl\u00f6sung. Zudem muss die Bet\u00e4ubungsdosis gesteigert werden.<\/p>\n<p>Wir sind erzogen, unseren Wert an Anderen zu messen. \u201eFinden die mich sch\u00f6n und interessant? Warum wurde ich nicht eingeladen, bin ich etwa langweilig?\u201c Nat\u00fcrlich ist uns bewusst, dass wir uns damit in gro\u00dfe Abh\u00e4ngigkeit begeben, aber wir k\u00f6nnen nicht anders.<\/p>\n<p>Oft messen wir den kleinsten Gesten, die wir an anderen wahrnehmen eine Bedeutung zu, die dem gar nicht zu kommt. Paul Watzlawick beschreibt das in seinem Hammerbeispiel sehr sch\u00f6n und lustig. Ein Mann will einen Nagel in die Wand schlagen, um ein Bild aufzuh\u00e4ngen. Er hat aber keinen Hammer. Also beschlie\u00dft er, sich einen von seinem Nachbarn zu leihen. Auf dem Weg zu dessen Wohnung kommen ihm jedoch ein paar Eindr\u00fccke\u00a0<span style=\"font-size: 1rem;\">in den Sinn<\/span><span style=\"font-size: 1rem;\">, die er glaubt wahrgenommen zu haben. \u201eHat der nicht neulich ziemlich grantig geschaut, als ich ihm begegnet bin? Und als ich ihm beim B\u00e4cker begegnet bin, hat er mich nicht mal wahrgenommen.\u201c Im weiteren Verlauf des Weges fallen ihm noch mehr von diesen Erlebnissen auf, so dass er richtig sch\u00f6n w\u00fctend an die T\u00fcr des Nachbarn klopft und ihm entgegen schleudert: \u201eUnd damit sie es wissen, Ihren Hammer brauche ich auch nicht.\u201c<\/span><\/p>\n<p>Sch\u00f6n w\u00e4re es, wenn wir uns unseren Wert selbst zumessen k\u00f6nnten, wenn wir sagen k\u00f6nnten: \u201eIch bin der ich bin und das ist gut so und wenn mich die anderen m\u00f6gen, freut mich das, aber ich brauche dem nicht hinterher zu laufen.\u201c<\/p>\n<p>In den spirituellen Traditionen werden L\u00f6sungen angeboten und sie funktionieren auch. In der Bhagavad Gita gibt es einen Abschnitt \u00fcber Karma Yoga, das Yoga des Handelns. Darin wird vorgeschlagen, selbstlos zu Handeln. Wir sind es ja gewohnt, nur zu Handeln, um etwas zu erreichen, das hei\u00dft, wir erwarten daf\u00fcr etwas. Trifft das Erwartete nicht ein, sind wir unzufrieden. Wir begeben uns also bewusst in die Abh\u00e4ngigkeit. Die L\u00f6sung w\u00e4re, zu Handeln um des Handelns willen. Die Einstellung aus der heraus das m\u00f6glich ist, ist folgende: \u201eIch bin Teil eines Ganzen. Ohne die Welt um mich herum kann ich nicht existieren. Ich brauche Menschen, die Tiere, die Pflanzen, das Wasser. Ich bekomme jeden Tag was ich zum Leben brauche auch wenn mir das nicht immer bewusst ist. Das System, das hei\u00dft das Universum, die Summe all dessen was existiert, geben mir meine Existenz. Ich bin Teil davon. Also gebe ich meinen Teil dazu, ohne nach dem Zweck und ohne nach Belohnung zu fragen.\u201c<\/p>\n<p>Wischen wir einfach mal alle Bedenken zur Seite , die uns bei diesen Gedanken kommen. \u201eDa mache ich mich ja zu Affen der anderen. Die werden mich ausnutzen.\u201c Usw.<\/p>\n<p>Dabei kennen wir die \u201eMethode\u201c recht genau. Wenn wir etwas schenken und der andere freut sich, bekommen wir auch unseren Teil an Freude ab.<\/p>\n<p>In der Bibel steht: \u201eGebet, so wird Euch gegeben werden.\u201c<\/p>\n<p>Es ist die einzige M\u00f6glichkeit, unabh\u00e4ngig zu werden und es bringt manch unverhoffte Freude in Leben.<\/p>\n<p>Vor allem aber bestimmen wir unseren Wert selbst.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gibt Tage, da f\u00fchlt man sich schwach und unwert. Alle anderen um einen herum scheinen gr\u00f6\u00dfer, st\u00e4rker, sicherer und beliebter zu sein als man selbst. Es hilft auch nicht sehr, wenn man sich selbst sagt: \u201e Was treibst du gerade wieder f\u00fcr einen Unsinn? 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