{"id":558,"date":"2017-07-08T12:48:56","date_gmt":"2017-07-08T10:48:56","guid":{"rendered":"http:\/\/gpflug.de\/website\/?p=558"},"modified":"2018-05-25T14:10:04","modified_gmt":"2018-05-25T12:10:04","slug":"hamburg-ahoi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gpflug.de\/website\/2017\/07\/08\/hamburg-ahoi\/","title":{"rendered":"Hamburg Ahoi"},"content":{"rendered":"<p>Ich war vor ein paar Tagen einige Stunden auf der Autobahn unterwegs. Das ist immer eine gute Gelegenheit, interessante Sendungen zu h\u00f6ren. Unter anderem h\u00f6rte ich eine Sendung \u00fcber Mali. Ich wei\u00df nicht mehr genau, um welche Stammesgruppe es ging, aber mir gefiel was ich h\u00f6rte. Da ging es um den Schutz und den Wert der eigenen Kultur, dass man sie erhalten wolle. Es ging um die Wertsch\u00e4tzung des Alters und um den respektvollen Umgang miteinander. Unwillk\u00fcrlich wanderten meine Gedanken dann von Mali nach Deutschland, zu unserem Land.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Vor kurzem \u00e4u\u00dferte die Integrationsbeauftragte der SPD Aydan \u00d6zoguz Zweifel, ob es \u00fcberhaupt so etwas wie eine deutsche Kultur g\u00e4be. Mir fielen Namen wie Schiller, Goethe, Kant, Hegel und andere bekannte Namen ein. Ich dachte an Tradition und Brauchtum der deutschen Gaue und ich fragte mich, ob ein Mensch mit dieser Herkunft und diesem famili\u00e4ren Hintergrund \u00fcberhaupt in der Lage ist, dar\u00fcber zu urteilen. Ich empfinde das als respektlos. Wenn die Eltern erst 1958 aus der T\u00fcrkei nach Deutschland kamen und sie in einem t\u00fcrkischen Milieu sozialisiert wurde (zwei Br\u00fcder von ihr betreiben \u00fcbrigens ein islamistisches Internetportal), dann ist das, was sie als deutsch empfindet noch reichlich oberfl\u00e4chlich. Kultur ist etwas Gewachsenes, etwas, das \u00fcber Generationen entstanden ist und was durch \u00e4hnliche Archetypen eine tiefe Verbindung schafft.<\/p>\n<p>Wer wie ich l\u00e4ngere Zeit im Ausland verbrachte, lernt sch\u00e4tzen, was Deutschland ausmacht. Da tauchen Begriffe wie Sauberkeit, Ordnung, Zuverl\u00e4ssigkeit auf. Das wird heute alles als antiquiert angesehen. Wenn das alles aber fehlt, dann wird einem das recht schmerzlich bewusst.<\/p>\n<p>Ich habe keine Gegenrede auf Frau \u00d6zoguz Einlassung vernommen und das stimmt mich bedenklich. Trauen sich die Deutschen \u00fcberhaupt noch, sich zu behaupten, angesichts des st\u00e4ndig virulenten Vorwurfs des Rechtsradikalismus? Jeder Volksgruppe auf diesem Planeten wird zugestanden, ein Recht auf eigenes Territorium, auf eigen Kultur zu haben. Wenn heute einer sagt,er m\u00f6chte, dass Deutschland vorrangig f\u00fcr die Deutschen da ist, gilt er als Neonazi.<\/p>\n<p>Es wird immer gesagt, Deutschland sei ein Einwanderungsland. Es gibt keine Einwanderungsl\u00e4nder. Auch die sogenannten klassischen L\u00e4nder wie USA, Australien usw. sind das nicht, denn es waren immer schon die da, die schon lange da lebten. Deren Schicksal ist bekannt. Sie wurden verdr\u00e4ngt, vernichtet und ausgerottet. Ganze Kulturen wurden eliminiert und diffamiert. So wie Frau \u00d6zoguz es jetzt wieder tut. Da wundert sich dann die SPD, warum sie nicht mehr gew\u00e4hlt wird, nachdem sie mit der Agenda 2010 schon die Arbeiterschaft verraten hat. So \u00e4hnlich \u00e4u\u00dferte sich auch auf dieser Autobahnfahrt Michael Sommer, der Exvorsitzende des DGB in einem Interview.<\/p>\n<p>Wir sind im Begriff, das was Deutschland bisher ausmachte, zu verlieren. Dazu geh\u00f6rt auch die Kultur des Miteinanderumgehens. Es gab bisher keine Zusammenrottungen von Gro\u00dffamilien, die Polizisten bedrohen, wenn sie Kn\u00f6llchen ausstellen. Es gab keine Leute, die mit Drohungen in Sozial\u00e4mter st\u00fcrmen, das Gleiche gilt f\u00fcr Gerichtsgeb\u00e4ude.<\/p>\n<p>Was wir gegenw\u00e4rtig anl\u00e4sslich des G20 \u2013 Gipfels in Hamburg erleben, ist das Ergebnis eines seit l\u00e4ngerem stattfindenden Aufweichens dessen, was Deutschland ausmachte.<\/p>\n<p>Jeder kann kommen. Allen wird zugestanden, sich so zu verhalten, wie sie es von zuhause gewohnt sind. Dabei vergessen sie, dass sie vielleicht gerade deswegen von dort weg sind. Der Staat ist zu permissiv geworden. Wenn ich h\u00f6re, dass es mittlerweile einige Tausend gewaltbereite islamistische Gef\u00e4hrder in Deutschland gibt, die man unm\u00f6glich alle \u00fcberwachen kann, dann frage ich mich, warum man die hier l\u00e4sst? Z\u00e4hlen die, die friedlich ihrer Arbeit nachgehen, so wenig, dass man sie unter st\u00e4ndiger Bedrohung leben l\u00e4sst? Obwohl ich von meinem politischen Werdegang eher von Links komme, muss ich sagen, dass eben dieses Lager, und dazu z\u00e4hle ich auch die Gr\u00fcnen, heute eher an einer Aufl\u00f6sung der deutschen Kultur interessiert ist.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich hat diese Haltung, dass immer der Staat, die Polizei zu aggressiv sei, im Laufe der Zeit Auswirkungen auf das Zusammenleben aller. Was sich in Hamburg abspielt, ist Landfriedensbruch und der Staat wagt nicht, entsprechend dagegen vorzugehen. Lieber wird in Kauf genommen, dass Eigentum von einfachen Leuten in Brand gesteckt wird.<\/p>\n<p>Diesen Zerst\u00f6rern ist \u00fcberhaupt nicht bewusst, dass sie in einem der ganz wenigen Staaten dieser Welt leben, wo sie das, was sie tun, weitgehend ungestraft machen k\u00f6nnen. Sie treten das, was sie tr\u00e4gt, mit F\u00fc\u00dfen.<\/p>\n<p>Es g\u00e4be noch Etliches zu sagen, was sich in den letzten Jahren hin zum Negativen ver\u00e4ndert hat, zum Beispiel, dass es Einbr\u00fcche im Minutentakt gibt&#8230;<\/p>\n<p>\u201eErst wenn all das, was wir in diesem Land sch\u00e4tzen, weg ist, dann, Frau \u00d6zoguz, wird vielleicht auch Leuten wie Ihnen deutlich, was deutsche Kultur ist.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich war vor ein paar Tagen einige Stunden auf der Autobahn unterwegs. Das ist immer eine gute Gelegenheit, interessante Sendungen zu h\u00f6ren. Unter anderem h\u00f6rte ich eine Sendung \u00fcber Mali. Ich wei\u00df nicht mehr genau, um welche Stammesgruppe es ging, aber mir gefiel was ich h\u00f6rte. Da ging es um den Schutz und den Wert &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/2017\/07\/08\/hamburg-ahoi\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eHamburg Ahoi\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"slim_seo":{"title":"Hamburg Ahoi - Yoga Life Gerhard Pflug","description":"Ich war vor ein paar Tagen einige Stunden auf der Autobahn unterwegs. Das ist immer eine gute Gelegenheit, interessante Sendungen zu h\u00f6ren. Unter anderem h\u00f6rte"},"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-558","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kategorie-1"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/558","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=558"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/558\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":731,"href":"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/558\/revisions\/731"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=558"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=558"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=558"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}