{"id":468,"date":"2017-05-03T19:37:00","date_gmt":"2017-05-03T17:37:00","guid":{"rendered":"http:\/\/gpflug.de\/website\/?p=468"},"modified":"2018-05-25T14:11:19","modified_gmt":"2018-05-25T12:11:19","slug":"ich-mach-jetzt-yoga","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gpflug.de\/website\/2017\/05\/03\/ich-mach-jetzt-yoga\/","title":{"rendered":"Ich mach&#8216; jetzt Yoga"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-470\" src=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/astanga-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" \/><\/p>\n<figure id=\"attachment_835\" aria-describedby=\"caption-attachment-835\" style=\"width: 225px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-835\" src=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/PICT3040-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/PICT3040-225x300.jpg 225w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/PICT3040-768x1024.jpg 768w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/PICT3040.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-835\" class=\"wp-caption-text\">Digital StillCamera<\/figcaption><\/figure>\n<p>\u201eUnd was machst du so?\u201c \u201eIch mach&#8216; jetzt Yoga und das tut mir echt gut.\u201c<br \/>\nEine beliebte Frage unter Yogaaspiranten ist: \u201eHast du heute Yoga gemacht?\u201c \u201e Nein, leider musste ich ganz fr\u00fch aufstehen und hatte keine Zeit, aber morgen wieder.\u201c<\/p>\n<p>Im alten Indien, vor ca. 3000 Jahren, genauer gesagt in der Induskultur im heutigen Punjab, hatte man angefangen, nach dem Urgrund des Seins zu forschen. Man vermutete, dass hinter den mit den Sinnen wahrnehmbaren Ph\u00e4nomenen etwas stecken musste, was andersartig war. Etwas, was die Welt, das Leben erst ins Laufen brachte. Man fand das Bild eines in Padmasana sitzenden Menschen. Das sind die fr\u00fchesten Zeugnisse einer Suche, die schlie\u00dflich zu dem wurde, was wir heute unter Yoga verstehen.<!--more--><br \/>\nIn eine systematische Form gebracht wurden alle damals bekannten Erkenntnisse von einem gewissen Patanjali, vor sagen wir mal 1500 &#8211; 2000 Jahren. Wer das war, wei\u00df keiner genau. Seitdem ist nichts mehr an Wissen, was der Rede wert w\u00e4re, dazu gekommen. Er verfasste die sogenannten Yogasutren. Darin wird genau beschrieben, wie der Mensch zu Gotteserkenntnis gelangen kann.<\/p>\n<p>Zentraler Inhalt dieser Sutren ist das sogenannte Astanga Yoga, das Yoga des Achtfachen Pfades. Diese acht Stufen, die nicht synchron oder hintereinander verlaufen m\u00fcssen, bringen die Erkenntnis.<br \/>\nJa was denn f\u00fcr eine? Die Erkenntnis, dass der wahre Mensch, auf Sanskrit Purusha, hinter dem ist, was wir als unser Ich bezeichnen. Die Buddhisten bezeichnen das als Buddhanatur. Man beobachtete sich und reflektierte das, was in einem vorging an mentalen und k\u00f6rperlichen Prozessen. Man stellte fest, dass das Ich immer anders war. Man nahm den raschen Wandel der Gef\u00fchle und der Gedanken wahr und kam zu der Ansicht, dass das, wof\u00fcr man sich hielt zwei Stunden sp\u00e4ter wieder ganz anders aussah. Man stellte weiter fest, dass, wenn man sich ruhig, in aufrechter Haltung hinsetzte und den Atem zur Ruhe kommen lie\u00df, man eine gro\u00dfe Ruhe erreichte, die einen die Welt und sich selbst in einer gr\u00f6\u00dferen Perspektive wahrnehmen lie\u00df.<\/p>\n<p>Dies war nicht m\u00f6glich, wenn man aufgeregt oder aggressiv war oder auch dem Geld hinterher jagte und den Nachbarn \u00fcbers Ohr haute.<br \/>\nDaraus ergaben sich die ersten beiden Stufen des Pfades, die Ethik. Wir kennen das alle. Meide Gewalt, l\u00fcge nicht, verplempere nicht deine Zeit und halte dich innerlich und \u00e4u\u00dferlich rein.<\/p>\n<p>Dann entdeckte man, dass man den K\u00f6rper miteinbeziehen musste. Die Nerven sollten ruhig sein, die Muskeln geschmeidig, der Atem gleichm\u00e4\u00dfig usw. Das ist die dritte Stufe, die Asanas. Sie k\u00f6nnen hilfreich sein, sind aber nicht unbedingt n\u00f6tig.<br \/>\nWenn man sich zum Beispiel das erste Gebot der ersten Stufe: \u201eMeide Gewalt in Gedanken, Worten und Taten\u201c vornimmt und dar\u00fcber den ganzen Tag reflektiert, dabei zu einem hohen Ma\u00df an Selbstwahrnehmung gelangt und das als \u00dcbungsinhalt nimmt, wird man feststellen, dass sich, wenigstens partiell, Pers\u00f6nlichkeitsver\u00e4nderungen einstellen hin zum Positiven.<\/p>\n<p>Wenn meine Yogasch\u00fcler mich fragten, ob ich regelm\u00e4\u00dfig Yoga mache, sagte ich: \u201eKlar, pausenlos\u201c. \u201eAber wir stehen jetzt doch hier blo\u00df herum und warten, dass der andere Kurs den Raum freigibt??\u201c<\/p>\n<p>Heute gibt es Poweryoga, einer lehrt \u00dcbungen unter Saunatemperaturen, der n\u00e4chste m\u00f6chte es gerne nackt. Das ist alles sicher ganz nett und macht Spa\u00df, aber das ist nicht Yoga.<\/p>\n<p>Ich habe das an anderer Stelle schon geschrieben. Wenn der Gartenteich v\u00f6llig unbewegt ist, kann man auf den Grund sehen. Wenn man durch eine entsprechende Ethik auch unter Einbeziehung eines gesunden K\u00f6rpers zu innerer Ruhe gelangt und dies vervollkommnet, wird man merken, dass man das Getriebe der Welt zunehmend als das wahrnimmt, was es ist. Ein dauerndes Auf und Ab und Hin und Her. Ein Spiel der Materie.<br \/>\nWenn man der Yogaphilosophie bis zum Ende folgt, dazu geh\u00f6rt, dass man sich von der Welt zur\u00fcckzieht und den Weg der Erkenntnis geht, dann erkennt man Gott, dann erkennt man sich selbst.<\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eUnd was machst du so?\u201c \u201eIch mach&#8216; jetzt Yoga und das tut mir echt gut.\u201c Eine beliebte Frage unter Yogaaspiranten ist: \u201eHast du heute Yoga gemacht?\u201c \u201e Nein, leider musste ich ganz fr\u00fch aufstehen und hatte keine Zeit, aber morgen wieder.\u201c Im alten Indien, vor ca. 3000 Jahren, genauer gesagt in der Induskultur im heutigen &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/2017\/05\/03\/ich-mach-jetzt-yoga\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eIch mach&#8216; jetzt Yoga\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"slim_seo":{"title":"Ich mach' jetzt Yoga - Yoga Life Gerhard Pflug","description":"Digital StillCamera \u201eUnd was machst du so?\u201c \u201eIch mach' jetzt Yoga und das tut mir echt gut.\u201c Eine beliebte Frage unter Yogaaspiranten ist: \u201eHast du heute Yoga g"},"footnotes":""},"categories":[8],"tags":[],"class_list":["post-468","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kategorie-3"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/468","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=468"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/468\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":836,"href":"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/468\/revisions\/836"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=468"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=468"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=468"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}