{"id":4618,"date":"2026-10-28T03:46:32","date_gmt":"2026-10-28T02:46:32","guid":{"rendered":"https:\/\/gpflug.de\/website\/?p=4618"},"modified":"2026-10-28T09:11:39","modified_gmt":"2026-10-28T08:11:39","slug":"farbenlehre-teil-iii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gpflug.de\/website\/2026\/10\/28\/farbenlehre-teil-iii\/","title":{"rendered":"Farbenlehre Teil III"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-4620\" src=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/IMG_20250112_114945-225x300.jpg\" alt=\"IMG 20250112\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/IMG_20250112_114945-225x300.jpg 225w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/IMG_20250112_114945-768x1024.jpg 768w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/IMG_20250112_114945-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/IMG_20250112_114945-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/IMG_20250112_114945-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/>Am 11. November 1918 endete der Erste Weltkrieg. Der Franzl aus Wien hatte sich schon 1916 in die Kapuzinergruft verzogen und sein kaiserlicher Kollege, der Wilhelm, ging ins Exil nach Holland, wo er sich die Zeit mit Holzhacken vertrieb. Bis zu seinem Tod war er der \u00dcberzeugung, alles richtig gemacht zu haben.<\/p>\n<p>In seinem ehemaligen Reich sah es allerdings nicht gut aus. Die Zahl der Arbeitslosen pendelte zwischen 1,3 und 4 Millionen.<\/p>\n<p>Unz\u00e4hlige traumatisierte Soldaten kehrten von der Front zur\u00fcck. Sie waren zwar besiegt, aber auch kampferprobt.<\/p>\n<p>Weite Teile des Reiches mussten abgetreten werden. Wer kennt heute noch Provinzen wie Posen und Westpreu\u00dfen, heute tiefstes Polen.<!--more--><\/p>\n<p>Elsass und Lothringen wurden wieder franz\u00f6sisch. Die Franzosen hielten das Ruhrgebiet, das industrielle Herz Deutschlands, besetzt \u2013 f\u00fcr 15 Jahre, das war der Plan.<\/p>\n<p>Es gab eine Vielzahl politischer Str\u00f6mungen. In M\u00fcnchen entstand f\u00fcr kurze Zeit eine R\u00e4terepublik nach anarchistischem Vorbild.<\/p>\n<p>Es gab bewaffnete Soldatenverb\u00e4nde, die im Osten Krieg f\u00fchrten, um ehemalige Gebiete zur\u00fcckzugewinnen.<\/p>\n<p>Der Versailler Vertrag verfolgte, vor allem auf Betreiben des damaligen Ministerpr\u00e4sidenten Clemenceau, den Zweck, Deutschland als Bedrohung f\u00fcr Frankreich f\u00fcr alle Zeiten auszuschalten.<\/p>\n<p>Die Reparationszahlungen, die Deutschland auferlegt wurden, waren gigantisch. Und zwar so gigantisch, dass die letzten Betr\u00e4ge erste 2010 zur\u00fcckgezahlt wurden, 102 Jahre nach Ende des Krieges.<\/p>\n<p>Der amerikanische Pr\u00e4sident Wilson und Englands Lloyd George versuchten das Schlimmste zu verhindern. Wohl wissend, dass man einen Organismus nicht \u00fcber eine gewisse Grenze kujonieren kann, sonst bei\u00dft er zur\u00fcck. Ein Staat ist auch ein Organismus.<\/p>\n<p>1929, nach wechselnden Regierungen, kam der Schwarze Freitag, an dem die Spekulationsblase an der Wallstreet zusammenbrach. Die amerikanischen Banken forderten kurzfristig vergebene Kredite aus dem Ausland \u2013 insbesondere aus Deutschland \u2013 zur\u00fcck.<\/p>\n<p>F\u00fcr ein Brot wurden Millionen Reichsmark bezahlt.<\/p>\n<p>Durch diplomatische Bem\u00fchungen der damaligen Stresemann-Regierung wurde die Besetzung des Ruhrgebietes 1925 beendet.<\/p>\n<p>Die Nationalsozialisten versuchten, ihre Rolle bei der Befreiung herauszustellen. In dieser Zeit entstand der \u201eHeldenmythos\u201c um Albert Leo Schlageter, Freiheitsk\u00e4mpfer in einem Freikorps.<\/p>\n<p>Im Land tummelten sich eine Vielzahl von politischen Gruppierungen. Deutschland war bis 1918 ein Obrigkeitsstaat und hatte keine Demokratieerfahrung. Viele wollten die Monarchie zur\u00fcck. Auf den Stra\u00dfen lieferten sich Kommunisten, Anh\u00e4nger der Weltrevolution und die erstarkenden Nazis Schlachten. Wer der SA beitrat wurde unterst\u00fctzt. Die Menschen wollten endlich wieder in Frieden und bescheidenem Wohlstand ihr Feierabendbier trinken. Vier Jahre Krieg, Inflation, Arbeitslosigkeit und Hunger waren genug.<\/p>\n<p>Dies war die Gemengelage, in der die Partei Hitlers, der anscheinend wirklich ein Charisma hatte, erstarkte.<\/p>\n<p>Endlich eine Person, die Deutschland Selbstvertrauen und Wohlstand zur\u00fcck zu bringen versprach.<\/p>\n<p>Dass im Kopf des \u201eF\u00fchrers\u201c eine monstr\u00f6se Rassenideologie war, die zwangsl\u00e4ufig zum Krieg\u00a0 und zum Holocaust f\u00fchrte, ahnten die Menschen nicht.<\/p>\n<p>Es ist nicht m\u00f6glich, auf 1-2 Seiten alle Facetten darzustellen. Soviel jedoch sollte klar geworden sein, dass sich die Situation heute mit der von damals nicht vergleichen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Deutschland heute ist reich, politisch stabil, hat seinen Platz in der Welt, und \u2013 ist dabei, sich selbst auszul\u00f6schen.<\/p>\n<p>Die Farbe des Nationalsozialismus war braun, und war die deutsche Version des Faschismus Mussolinis in Italien.<\/p>\n<p>Der Begriff kommt von Faszie. Das ist eine Bindegewebsh\u00fclle, die Muskeln und Organe umgibt, sie quasi b\u00fcndelt oder zusammenh\u00e4lt.<\/p>\n<p>Ich wette, dass mir nur wenige, die heute auf den Stra\u00dfen herumschreien und sich antifaschistisch nennen, in f\u00fcnf Punkten definieren k\u00f6nnten, was Faschismus ist.<\/p>\n<p>Damit besch\u00e4ftigen wir uns das n\u00e4chste Mal.<\/p>\n<p>Nur ein kurzer Ausblick: Wenn man Rot, Gr\u00fcn und Schwarz mischt, erh\u00e4lt man Braun.<\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 11. November 1918 endete der Erste Weltkrieg. 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