{"id":4562,"date":"2026-09-11T11:33:21","date_gmt":"2026-09-11T09:33:21","guid":{"rendered":"https:\/\/gpflug.de\/website\/?p=4562"},"modified":"2026-09-11T19:52:36","modified_gmt":"2026-09-11T17:52:36","slug":"reite-den-ochsen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gpflug.de\/website\/2026\/09\/11\/reite-den-ochsen\/","title":{"rendered":"Reite den Ochsen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-4564\" src=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/PICT1388-300x225.jpg\" alt=\"PICT1388\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/PICT1388-300x225.jpg 300w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/PICT1388-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/PICT1388-768x576.jpg 768w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/PICT1388-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/PICT1388-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Der Ochse ist im Zen eines der wichtigsten Symbole. Er repr\u00e4sentiert die Weisheit oder Satori, das hei\u00dft, die Buddha-Natur, das, was der Mensch schon immer ist, was ihm aber nicht bewusst ist.<\/p>\n<p>Sehr sch\u00f6n kommt das in folgendem Bild zum Ausdruck: Ein Mensch ist auf der Suche nach seinem entlaufenen Ochsen. Irgendwann wird im klar, dass er schon sein Leben lang auf ihm reitet.<\/p>\n<p>Wir alle kennen das Wort: \u201eDer Weg ist das Ziel.\u201c Viele interpretieren es falsch. Dieses Missverst\u00e4ndnis korrespondiert mit dem Satz: \u201eDie Ver\u00e4nderung beginnt mit dem ersten Schritt.\u201c<\/p>\n<p>Unser Denken spielt sich innerhalb von Raum und Zeit ab. Fast zwangsl\u00e4ufig denken wir an Distanzen, wenn wir von Weg und Ziel sprechen. Und schon sitzen wir in der Falle. Wir denken, wenn ich mich anstrenge und die Regeln befolge, werde ich zum Ziel kommen.<!--more--><\/p>\n<p>Wir stehen vor der Arbeit brav eine halbe Stunde eher auf, um ein bisschen zu meditieren und ein paar \u00dcbungen zu machen. Nat\u00fcrlich ern\u00e4hren wir uns vegetarisch.<\/p>\n<p>Das ist nat\u00fcrlich nicht falsch und ist mit einer Reihe von w\u00fcnschenswerten Vorteilen verbunden. Unser Blutdruck sinkt, die Pulsrate geht herunter und wir erleben ein Gef\u00fchl der Ruhe. Das meiste davon geht w\u00e4hrend des Tages verloren.<\/p>\n<p>Wenn wir das merken, sind wir traurig und sehnen uns nach den Momenten der Ruhe zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Als wichtigsten Inhalt auf dem Weg m\u00fcssen wir uns klar machen, dass nichts, aber auch gar nichts ausgeschlossen werden darf.<\/p>\n<p>Ich muss weniger essen, ich darf keine negativen Gedanken haben, ich muss ruhig bleiben, wenn mich andere dumm anreden. Meine Gedanken beim meditieren rennen von von A nach B usw. H\u00f6ren Sie auf, Dinge und Ereignisse zu bewerten. H\u00f6ren Sie auf, sich selbst zu bewerten.<\/p>\n<p>Buddha sagte: \u201eWir sind das Resultat unserer Vergangenheit. Unsere Gegenwart aber ist so, wie wir mit der Vergangenheit umgehen.\u201c Angenommen, ein innerer Teufel hat uns an einem Tag am Wickel. Der l\u00e4sst sich nicht so einfach beiseite schieben (schlie\u00dflich ist er der Teufel). Wir k\u00f6nnen aber sagen: ,,O.K. Dann scheint es so, als wenn wir heute ein St\u00fcck gemeinsam gehen m\u00fcssten, aber morgen geht wieder jeder von uns seiner Wege.\u201c<\/p>\n<p>Alle, was ist, ist!<\/p>\n<p>Jedes Ereignis ist \u201esch\u00f6n\u201c. Wir entwerten einen gro\u00dfen Teil unseres Lebens mit der inneren Programmierung: \u201eDies und das muss ich jetzt schnell erledigen, dann hab&#8216; ich Zeit f\u00fcr&#8230;\u201c Ja was?<\/p>\n<p>Das Ziel ist etwas vollkommen anderes, als das, was sich normalerweise in unserem Denken abspielt.<\/p>\n<p>Als ich so um die 30 war, ging ich ab und zu spazieren und suchte einen Ort inmitten einer gro\u00dfen Wiese auf. Dort setzte ich mich hin, mit dem Ziel, nichts zu tun. Eine halbe Stunde wollte ich durchhalten. Das fiel mir unglaublich schwer. Heute geh\u00f6rt es zu meinen Lieblingsbesch\u00e4ftigungen, still dazusitzen und wahrzunehmen, was gerade ist.<\/p>\n<p>Es ist auch eine Frage des Alters, wie der \u201eWeg\u201c ausschaut.<\/p>\n<p>Wir sind programmiert auf \u201eWenn-Dann\u201c. Das f\u00fchrt uns weg aus der Gegenwart und wir halten eifrig Ausschau nach dem Ochsen \u2013 auf dem wir sitzen.<\/p>\n<p>Mystiker und Philosophen haben zu allen Zeiten gesagt, dass es keine H\u00f6lle und keinen Himmel gibt. Beides sei eine Erfindung der Priester, um Macht \u00fcber die Menschen zu erlangen. Der Tod sei lediglich ein \u00dcbergang zu etwas anderem, von dem kein Mensch wei\u00df, was es ist.<\/p>\n<p>Vielmehr ist es so, dass wir uns in jedem Moment unseren Himmel oder unsere H\u00f6lle selbst erschaffen. Je intensiver wir ausschlie\u00dflich in der Gegenwart sind, desto mehr erschlie\u00dft sich uns die Liebe und die Sch\u00f6nheit des Moments und transzendiert das \u201eSchlechte\u201c.<\/p>\n<p>Warum?<\/p>\n<p>Weil wir es annehmen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Ochse ist im Zen eines der wichtigsten Symbole. Er repr\u00e4sentiert die Weisheit oder Satori, das hei\u00dft, die Buddha-Natur, das, was der Mensch schon immer ist, was ihm aber nicht bewusst ist. Sehr sch\u00f6n kommt das in folgendem Bild zum Ausdruck: Ein Mensch ist auf der Suche nach seinem entlaufenen Ochsen. 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