{"id":4507,"date":"2026-07-06T16:16:29","date_gmt":"2026-07-06T14:16:29","guid":{"rendered":"https:\/\/gpflug.de\/website\/?p=4507"},"modified":"2026-07-06T16:16:29","modified_gmt":"2026-07-06T14:16:29","slug":"der-herr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gpflug.de\/website\/2026\/07\/06\/der-herr\/","title":{"rendered":"&#8222;Der Herr&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-4509\" src=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG_20260706_160858-244x300.jpg\" alt=\"IMG 20260706\" width=\"244\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG_20260706_160858-244x300.jpg 244w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG_20260706_160858-832x1024.jpg 832w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG_20260706_160858-768x946.jpg 768w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG_20260706_160858-1247x1536.jpg 1247w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG_20260706_160858-1663x2048.jpg 1663w\" sizes=\"auto, (max-width: 244px) 100vw, 244px\" \/>Wie viele andere auch, bin ich in den 70er Jahren nach Indien gefahren, um mich von der Weisheit des Ostens inspirieren zu lassen. Viele von uns hatten eine verkorkste Beziehung zum \u201eheimischen\u201c Christentum. Wir hatten den Ausspruch \u201eund bist du nicht willig, so brauch&#8216; ich Gewalt\u201c in vielerlei Hinsicht noch erlebt.<\/p>\n<p>Es ging ja immer um Schuld und S\u00fcnde.<\/p>\n<p>Indien versprach einen ganz anderen Ansatz, garniert mit R\u00e4ucherst\u00e4bchen, den Beatles und Maharishi Yogi.<\/p>\n<p>Om Peace Om! Es war aber nicht nur der Reiz des Neuen. Nein, dieses religi\u00f6s-philosophische Neue war unbelastet von diesem \u201ewenn du nicht brav bist, kommst du in die H\u00f6lle\u201c.<!--more--><\/p>\n<p>So tauchte man also ein in die Welt des Buddhismus und des Hinduismus. Shiva in seinen vielf\u00e4ltigen Formen erschien uns als Freund. Arjuna und das Mahabharata wurden vertraut und die Figuren darin waren lebendig.<\/p>\n<p>Viele wandten sich dem Buddhismus zu. Auch ich verbrachte meine Zeit u.a. in einem tibetischen Kloster und fixierte zwei Stunden die wei\u00dfe Wand beim Zazen.<\/p>\n<p>Heutzutage operiert jeder mit dem Begriff Karma. Es erscheint so logisch und einsichtig.<\/p>\n<p>Wenn man sich allerdings ohne den ganzen alten Ballast und ohne Vorurteile den christlichen Aussagen zuwendet, entdeckt man dieselben Inhalte wie im Osten.<\/p>\n<p>Aber &#8211; die Sprache ist die Luthers und die hat keinen buddhistischen Pep.<\/p>\n<p>Zum Beispiel das Folgende:<\/p>\n<p>\u201eWer den Armen gibt, leiht es dem Herrn, und der Herr wird es reich belohnen.\u201c (Spr\u00fcche 19,17)<\/p>\n<p>\u201eHerr\u201c geht heutzutage gar nicht. Frau hat ja sogar schon die These aufgestellt, dass der Herr eigentlich eine Frau sei. Beides ist oberfl\u00e4chlich.<\/p>\n<p>Im Hinduismus w\u00fcrde man es als Paramatman bezeichnen. Es ist die unendliche, formlose und allumfassende g\u00f6ttliche Essenz, die das gesamte Universum durchdringt.<\/p>\n<p>Luther in seinem Exil auf der Wartburg nannte es, entsprechend dem damaligen patriarchalischen Zeitalter, \u201eHerr\u201c.<\/p>\n<p>Vor allem Aristoteles pr\u00e4gte die Begriffe \u201eesoterisch\u201c, dem \u201einneren Kreis zugeh\u00f6rig\u201c, und \u201eexoterisch\u201c, \u201enach au\u00dfen gerichtet\u201c.<\/p>\n<p>Exoterisch liest sich das folgende Zitat wie eine Tirade voller S\u00fcnde, Schuld und Strafe.<\/p>\n<p>Esoterisch interpretiert, ist es so zu verstehen: Wer sich nicht im \u00c4u\u00dferlichen verliert, ist im Dharma. Wer sich in der Welt verliert, das hei\u00dft \u201eau\u00dferhalb der Liebe ist\u201c, schafft sich seine eigene H\u00f6lle. Es ist dazu nicht n\u00f6tig, in irgendwelche feurigen Tiefen zu fahren. Das schaffen wir im gegenw\u00e4rtigen Leben, wenn wir nicht immer wieder \u201eins Reich\u201c zur\u00fcckkehren. Des \u201eMenschen Sohn\u201c, das hei\u00dft das Prinzip Liebe, schickt keine strafenden Engel. Diese\u201eEngel\u201c sind unsere Rachsucht, Missgunst, Neid usw., also unsere ganz private H\u00f6lle.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eDa lie\u00df Jesus das Volk von sich und kam heim. Und seine J\u00fcnger traten zu ihm und sprachen: Deute uns das Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker. Er antwortete und sprach zu ihnen: Des Menschen Sohn ist\u2019s, der da guten Samen s\u00e4t. Der Acker ist die Welt. Der gute Same sind die Kinder des Reichs. Das Unkraut sind die Kinder der Bosheit. Der Feind, der sie s\u00e4t, ist der Teufel. Die Ernte ist das Ende der Welt. Die Schnitter sind die Engel. Gleichwie man nun das Unkraut ausj\u00e4tet und mit Feuer verbrennt, so wird\u2019s auch am Ende dieser Welt gehen: des Menschen Sohn wird seine Engel senden; und sie werden sammeln aus seinem Reich alle \u00c4rgernisse und die da unrecht tun und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird sein Heulen und Z\u00e4hneklappern. Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne in ihres Vaters Reich. Wer Ohren hat, zu h\u00f6ren, der h\u00f6re!\u201c<\/p>\n<p>Der indische Heilige Ramakrishna (1936-1986) fand in allen Religionen Erleuchtung.<\/p>\n<p>Man kann aber auch alle missbrauchen und missverstehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie viele andere auch, bin ich in den 70er Jahren nach Indien gefahren, um mich von der Weisheit des Ostens inspirieren zu lassen. Viele von uns hatten eine verkorkste Beziehung zum \u201eheimischen\u201c Christentum. Wir hatten den Ausspruch \u201eund bist du nicht willig, so brauch&#8216; ich Gewalt\u201c in vielerlei Hinsicht noch erlebt. Es ging ja immer &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/2026\/07\/06\/der-herr\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201e&#8222;Der Herr&#8220;\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"slim_seo":{"title":"\"Der Herr\" - Yoga Life Gerhard Pflug","description":"Wie viele andere auch, bin ich in den 70er Jahren nach Indien gefahren, um mich von der Weisheit des Ostens inspirieren zu lassen. Viele von uns hatten eine ver"},"footnotes":""},"categories":[6,12,8],"tags":[],"class_list":["post-4507","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kategorie-2","category-religion","category-kategorie-3"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4507","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4507"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4507\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4510,"href":"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4507\/revisions\/4510"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4507"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4507"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4507"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}