{"id":4490,"date":"2026-06-25T15:44:02","date_gmt":"2026-06-25T13:44:02","guid":{"rendered":"https:\/\/gpflug.de\/website\/?p=4490"},"modified":"2026-06-25T15:44:02","modified_gmt":"2026-06-25T13:44:02","slug":"pferde-und-reiter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gpflug.de\/website\/2026\/06\/25\/pferde-und-reiter\/","title":{"rendered":"Pferde und Reiter"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-4491\" src=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/IMG_20260625_152948_edit_12435416483432-225x300.jpg\" alt=\"IMG 20260625 152948 edit\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/IMG_20260625_152948_edit_12435416483432-225x300.jpg 225w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/IMG_20260625_152948_edit_12435416483432-768x1024.jpg 768w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/IMG_20260625_152948_edit_12435416483432-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/IMG_20260625_152948_edit_12435416483432-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/IMG_20260625_152948_edit_12435416483432-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/>Ich m\u00f6chte mich heute mit zwei zentralen Begriffen des Yoga besch\u00e4ftigen:<\/p>\n<p>Sadhana hei\u00dft: Auf dem Weg sein!\u201c Da wir Menschen flatterhafte Wesen sind, gelingt es uns selten konsequent und zielstrebig bei einer Sache zu bleiben. Niemand hindert uns aber, immer wieder zur\u00fcckzukommen und den \u201eFaden\u201c wieder aufzunehmen.<\/p>\n<p>In der Katha Upanisad finden wir folgendes sch\u00f6ne Beispiel, welches das Problem, das einer dauerhaften Erkenntnis im Weg steht, sehr sch\u00f6n zum Ausdruck bringt: Der Verfasser vergleicht den Menschen mit seinem K\u00f6rper, seinen Sinnen und seinem Verstand mit einem von Pferden gezogenen Wagen. Die Sinne sind die Pferde, die den Wagen ziehen. Der Verstand ist der Lenker.<!--more--><\/p>\n<p><strong>Abhyasa<\/strong> ist st\u00e4ndiges, ununterbrochenes \u00dcben. Wenn wir die Pferde der Sinne laufen lassen, f\u00fchren sie uns auf Irrwege, von wo wir schwer wieder zur\u00fcckfinden. Jeder Sinneseindruck hinterl\u00e4sst eine Einpr\u00e4gung. Wir nannten das Samskaras.<\/p>\n<p>Zudem, wenn du vielleicht Reiter bist, wei\u00dft du das, haben Pferde die Gewohnheit immer auf bekannten Wegen zu gehen. Das ist der Grund, warum wir uns immer wieder bei Gewohnheiten und Verhaltensweisen finden, die wir eigentlich \u00fcberwunden glaubten. Wir sind achtlos und \u00fcberheblich. Sobald es uns gut geht, glauben wir auf \u00dcbung und Achtsamkeit verzichten zu k\u00f6nnen &#8211; bis es wieder knallt. Dann fangen wir wieder von vorne an. Wir sind da nicht sehr intelligent, nicht wahr? \u00dcben hei\u00dft, das Denken permanent mit Eindr\u00fccken zu f\u00fcttern, die in Richtung Erkenntnis f\u00fchren.<\/p>\n<p>Auch wenn du noch so besch\u00e4ftigt bist, f\u00fcr ein paar Asanas oder das Lesen eines kurzen Textes ist Zeit! Lass&#8216; dich nicht aufs Glatteis f\u00fchren, wenn der innere Schweinehund sagt: \u201eDas brauche ich nicht mehr. Ich bin schon weiter.&#8220; Du bist es nicht! Keiner von uns ist es!<\/p>\n<p><strong>Vairagya<\/strong> hei\u00dft Losgel\u00f6stsein. Patanjali schreibt dazu in Sutra I 15: Wenn das Denken jegliches Begehren nach materiellen Objekten, welches es entweder selbst wahrgenommen hat oder von dem es erfahren hat verliert, dann ist ein Stadium \u00e4u\u00dferster Wunschlosigkeit, welches als Losgel\u00f6stheit bezeichnet wird, erreicht. Wenn hier von materiellen Objekten die Rede ist, dann sind nicht nur Dinge zum Anfassen gemeint. Da das Denken als feinste Ausformung von Materie gilt, sind damit auch Gedanken und Gef\u00fchle gemeint. Du \u00e4rgerst dich \u00fcber jemanden oder einer vertritt eine andere Meinung als du. Das kann einen ganz sch\u00f6n aufregen. Nat\u00fcrlich geht es auch um ganz handfeste Dinge. Nehmen wir an, du bist Aktienbesitzer und der Aktienindex geht auf Talfahrt. Leicht gesagt, da ruhig zu bleiben. Heutzutage gilt es als modern, zu sagen: \u201eLass\u2019 einfach los.&#8220; Das ist oberfl\u00e4chlich dahingesagt. Man kann dann loslassen, wenn eine erweiterte Schau der Dinge vorhanden ist (Jnana) und diese durch permanente \u00dcbung (Abhyasa) der Techniken des Raja Yoga vertieft und stabilisiert wird.<\/p>\n<p>Da wir in der Welt leben, m\u00fcssen wir den materiellen Dingen einen gewissen Wert beimessen. Wir m\u00fcssen das Geld zusammenhalten, um zu leben und etwas f\u00fcr die Altersversorgung tun. Das Auto muss gepflegt werden, damit es lange h\u00e4lt usw. Jesus sagte einmal: \u201eGib dem Kaiser, was des Kaisers ist.&#8220; Das hei\u00dft, tue was notwendig ist und sei dir bewusst, dass alles nur Spiel der Gunas ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich m\u00f6chte mich heute mit zwei zentralen Begriffen des Yoga besch\u00e4ftigen: Sadhana hei\u00dft: Auf dem Weg sein!\u201c Da wir Menschen flatterhafte Wesen sind, gelingt es uns selten konsequent und zielstrebig bei einer Sache zu bleiben. 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