{"id":4458,"date":"2026-05-16T08:23:58","date_gmt":"2026-05-16T06:23:58","guid":{"rendered":"https:\/\/gpflug.de\/website\/?p=4458"},"modified":"2026-05-16T08:38:49","modified_gmt":"2026-05-16T06:38:49","slug":"wer-bin-ich-wo-lebe-ich-und-mit-wem","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gpflug.de\/website\/2026\/05\/16\/wer-bin-ich-wo-lebe-ich-und-mit-wem\/","title":{"rendered":"Wer bin ich, wo lebe ich und mit wem?"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-4462\" src=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_20200911_105047-225x300.jpg\" alt=\"IMG 20200911\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_20200911_105047-225x300.jpg 225w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_20200911_105047-768x1024.jpg 768w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_20200911_105047-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_20200911_105047-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_20200911_105047-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/>Sie lesen gerade diese Zeilen und folglich sind Sie auf meiner Webseite. Im weitesten Sinne besch\u00e4ftigen wir uns hier damit, wie man als moralisch-spiritueller Mensch sein Leben in einer sich st\u00e4ndig \u00e4ndernden Umgebung leben kann und \u2013 auch noch gl\u00fccklich dabei ist.<\/p>\n<p>Das ist nicht leicht!<\/p>\n<p>Viele von uns beschreiten verschiedene Wege, um das zu erreichen.<!--more--><\/p>\n<p>Es gibt in den Volkshochschulen und auf dem freien Markt eine Menge Angebote. Man findet diese bunten Prospekte in den alternativen Kneipen und in den Biol\u00e4den.<\/p>\n<p>So gehen wir also in den einen oder anderen Kurs, besuchen dieses oder jenes Retreat oder lassen uns auf eine einj\u00e4hrige Selbsterfahrungsgruppe ein.<\/p>\n<p>Ich habe in vielen Artikeln auf dieser Webseite beschrieben, was Yoga wirklich ist und warum es sich im alten Indien entwickelt hat, deswegen gehe ich hier nicht mehr n\u00e4her darauf ein.<\/p>\n<p>99,9% von uns werden die Ziele, die dort postuliert sind, nicht f\u00fcr sich in Anspruch nehmen k\u00f6nnen, weil ihre Lebenssituation das nicht zul\u00e4sst und weil sie einfach nur ein bisschen gl\u00fccklich sein wollen, was nicht wenig ist.<\/p>\n<p>Ich habe im Lauf der Jahrzehnte etliche getroffen, die nach einem Yogakurs oder nach einer Therapie sagten: \u201eSeit ich das gemacht habe, geht es mir viel besser. Ich kann jetzt&#8230; und mir passiert auch nicht mehr, dass&#8230;\u201c<\/p>\n<p>Als ich nach meiner Yogalehrerausbildung 1978 das Institut in Mumbai verlie\u00df, meinte der alte Yogi Shri Yogendra: \u201eSomething is gained.\u201c<\/p>\n<p>Das h\u00f6rte sich f\u00fcr meine Ohren nicht gerade vielversprechend an, dachte ich doch, ab jetzt jenseits von Gut und B\u00f6se zu sein.<\/p>\n<p>Der Psychotherapeut Carl Rogers postulierte als Therapieziel, dass man die innere und \u00e4u\u00dfere Realit\u00e4t in jedem Moment m\u00f6glichst unmittelbar wahrnehmen und sich entsprechend verhalten k\u00f6nnen sollte.<\/p>\n<p>Ich hatte einmal beruflichen Kontakt mit einem Schulleiter, dessen Schule 28 Nationen beherbergte, also nicht gerade ein leichter Job. Er rauchte und ich fragte ihn einmal, warum er nicht damit aufh\u00f6re?<\/p>\n<p>Er meinte, dass das in seinem Fall sinnlos sei, da er nach vielen Versuchen zu der Ansicht gekommen sei, dass das zu ihm geh\u00f6re und er es leid sei, st\u00e4ndig gegen sich zu k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>Carl Gustav Jung w\u00fcrde hier vielleicht von den Schatten der Pers\u00f6nlichkeit, die wir gerne beiseite schieben, sprechen. Mein Schulleiter aber nahm gerade das wahr und verhielt sich entsprechend.<\/p>\n<p>Ich hatte immer wieder Menschen, vor allem Frauen, in meinen Kursen, die sich \u00fcber ihre M\u00e4nner beklagten, die so gar nicht f\u00fcr leise, spirituelle T\u00f6ne zu gewinnen seien. Sie n\u00e4hmen ihre meditativen Bem\u00fchungen nicht ernst und sie w\u00fcrden doch so gerne eine andere Ebene, zusammen mit ihnen, erreichen.<\/p>\n<p>In solchen F\u00e4lle passiert es allzu oft, dass man den steinigen Weg einschl\u00e4gt, den Lebensgef\u00e4hrten ver\u00e4ndern zu wollen.<\/p>\n<p>Das meint Rogers, wenn er sagt, dass hier die \u00e4u\u00dfere Realit\u00e4t falsch wahrgenommen wird. Meditation hei\u00dft ja nicht nur, im Lotossitz still zu sitzen. Meditation k\u00f6nnte f\u00fcr diese Frau sein, sich elegant auf der gemeinsamen Paarebene zu bewegen, anstatt st\u00e4ndig zu k\u00e4mpfen und naturgem\u00e4\u00df zu scheitern.<\/p>\n<p>Es bringt zwar eine gewisse innere Ruhe, morgens eine Stunde still zu sitzen. Dann aber tritt man an den gemeinsamen Fr\u00fchst\u00fcckstisch und der andere verwirklicht sich gerade im H\u00f6ren von Rockoldies, die nicht unbedingt mit innerer Stille zu tun haben.<\/p>\n<p>Im Yogainstitut sprach man nie von Meditation, sondern von \u201esich konditionieren\u201c. Das hei\u00dft im Sinne des von Rogers genannten Wahrnehmens der inneren und \u00e4u\u00dferen Realit\u00e4t: \u201eDas bin ich. Das sind meine St\u00e4rken und Schw\u00e4chen. Das ist ver\u00e4nderbar, dieses aber nicht. Das ist mein Partner, der ist so und nicht anders. So oder so ist meine Lebenssituation.\u201c<\/p>\n<p>Das Ziel ist, dies alles kontinuierlich wahrzunehmen und sich entsprechend zu verhalten. Wenn wir jetzt noch liebevolles Verhalten als Ziel mit dazunehmen, dann haben wir im Sinne von Yoga und spirituellem Wachstum unsere t\u00e4gliche Meditation.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sie lesen gerade diese Zeilen und folglich sind Sie auf meiner Webseite. Im weitesten Sinne besch\u00e4ftigen wir uns hier damit, wie man als moralisch-spiritueller Mensch sein Leben in einer sich st\u00e4ndig \u00e4ndernden Umgebung leben kann und \u2013 auch noch gl\u00fccklich dabei ist. Das ist nicht leicht! 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