{"id":4218,"date":"2025-11-07T08:53:52","date_gmt":"2025-11-07T07:53:52","guid":{"rendered":"https:\/\/gpflug.de\/website\/?p=4218"},"modified":"2025-11-07T08:57:43","modified_gmt":"2025-11-07T07:57:43","slug":"einfach-ma-das-denken-kontrollieren-teil-iv","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gpflug.de\/website\/2025\/11\/07\/einfach-ma-das-denken-kontrollieren-teil-iv\/","title":{"rendered":"Einfach mal das Denken kontrollieren Teil IV"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-4220\" src=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/IMG_20251107_084215-225x300.jpg\" alt=\"IMG 20251107\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/IMG_20251107_084215-225x300.jpg 225w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/IMG_20251107_084215-768x1024.jpg 768w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/IMG_20251107_084215-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/IMG_20251107_084215-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/IMG_20251107_084215-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/>Beim Achtfachen Pfad handelt es sich um eine ganzheitliche Schulung des physio-psychischen Systems, um dieses in die Lage zu versetzen, das Denken in einen durch nichts unterbrochenen Konzentrationszustand (Dhyana) zu bringen.<\/p>\n<p>Samkhya hei\u00dft Zahl. Wir hatten bisher f\u00fcnf Tattvas (Seinszust\u00e4nde), n\u00e4mlich Purusa, Prakrti und die drei Gunas. Nun kommen zehn dazu, n\u00e4mlich F\u00e4higkeiten, um Informationen aufzunehmen: (J\u00f1\u0101nendriyas) und f\u00fcnf Handlungsorgane ( Karmendriyas). Darin steckt das Wort Karma f\u00fcr handeln.<\/p>\n<p>F\u00fcnf J\u00f1\u0101nendriyas \u2013 Sinnesorgane: H\u00f6ren, Tasten, Sehen, Schmecken, Riechen.<br \/>\nF\u00fcnf Karmendriyas \u2013 Handlungsorgane: Sprechen, Greifen, Gehen, Ausscheiden, Fortpflanzen.<\/p>\n<p>Diese zehn Attribute versetzen uns in die Lage, uns in der materiellen Welt zu behaupten. Sie f\u00fcttern uns pausenlos mit unz\u00e4hligen Informationen, auf die wir dann in irgendeiner Form reagieren.<\/p>\n<p>Sie halten uns aber fest in der Materie, also der wechselnden Realit\u00e4ten. Die jedoch wollen die Yogis \u00fcberwinden.<\/p>\n<p>Jeder Sinneseindruck f\u00fchrt zu einem Gedanken oder einem Gef\u00fchl. Dadurch werden die im Unterbewusstsein gespeicherten Eindr\u00fccke (Samskaras) auch wieder aktiv und wir versinken in einem Wirbel von Denkprozessen.<!--more--><\/p>\n<p>All diese Prozesse landen bei einer Instanz, die wir Manas nennen. Sie koordiniert all das und leitet sie \u201enach oben\u201c weiter zum sogenannten Ich-macher (Ahamkara). Dies ist das individuelle Bewusstsein. Ahamkara sagt:\u201eDas bin ich, das gef\u00e4llt mir und das nicht. Das kann ich und das nicht, usw.\u201c<\/p>\n<p>Je st\u00e4rker dieses Ich-Bewusstsein \u201egepflegt\u201c wird, desto mehr ist das Individuum in Unwissenheit \u00fcber die wahre Natur des Universums (Avidya) verhaftet.<\/p>\n<p>Deswegen ist Demut eine zentrale Eigenschaft in der spirituellen Entwicklung.<\/p>\n<p>Indem das ganze Sein des Yogi immer sattvischer wird und die anderen Tendenzen (Tamas und Rajas) immer weniger werden, l\u00f6st sich der Yogi von der Grobstoffflichkeit der Materie, den f\u00fcnf Mahabudhas: Erde, Wasser, Feuer, Luft, \u00c4ther.<\/p>\n<p>Das ist so zu verstehen: Wenn ein Yogaaspirant versucht, sich zu konzentrieren, nimmt er als Objekt zum Beispiel den Atem oder er stellt sich eine Figur vor. Ein Yogi, der diese Ebene verlassen hat, befindet sich auf der Tanmatras-Ebene. Man k\u00f6nnte sie auch intraatomare Ebene nennen. Es sind die f\u00fcnf feinstofflichen Sinnesqualit\u00e4ten (Ton, Ber\u00fchrung, Form, Geschmack, Geruch).<\/p>\n<p>Banal gesprochen konzentriert er sich nicht mehr auf ein Brot, sondern auf die Qualit\u00e4t des Geschmacks oder des Geruchs.<\/p>\n<p>Die meisten verstehen Samadhi als einen Zustand. In Wirklichkeit ist es eine Technik der tiefen Konzentration.<\/p>\n<p>Man unterscheidet Sa\u1e43praj\u00f1\u0101ta Sam\u0101dhi (\u201emit Erkenntnis\u201c)<br \/>\n\u2192 Bewusste Meditation, bei der noch ein Objekt des Geistes vorhanden ist.<br \/>\n\u2192 Der Geist ist vollkommen konzentriert, aber bewusst \u00fcber den Gegenstand und<\/p>\n<p>Asa\u1e43praj\u00f1\u0101ta Sam\u0101dhi (\u201eohne Erkenntnis\u201c, auch nirvikalpa sam\u0101dhi)<br \/>\n\u2192 Zustand v\u00f6lliger Bewusstseinsruhe, ohne Gedanken, ohne Objekt.<br \/>\n\u2192 Der Geist transzendiert alle Formen von Wissen, Dualit\u00e4t und Erfahrung.<\/p>\n<p>Hier sind alle mentalen Aktivit\u00e4ten (v\u1e5bttis) v\u00f6llig zur Ruhe gekommen. Der Yogi ist im reinen Bewusstsein (fast) ohne materielle \u201eVerunreinigungen\u201c.<\/p>\n<p>Es ist die h\u00f6chste Stufe der Bewusstheit (Buddhi), deren der Mensch f\u00e4hig ist. Hier erkennt sich der Purusa. Wir verglichen ihn ja mit einem klaren Diamanten, der alles reflektiert, was die Sinne ihm vorsetzen. Da Buddhi ebenfalls jenseits aller materiellen Qualit\u00e4ten ist, ist es vollkommen klar und es wird nichts mehr reflektiert.<\/p>\n<p>Hier hei\u00dft es in den Yogasutren: Der Seher (Purusa) erkennt sich selbst.<\/p>\n<p>Es ist ein Zustand vollkommener Transzendenz, in dem:<\/p>\n<p>kein Subjekt-Objekt-Verh\u00e4ltnis mehr besteht,<br \/>\nkeine karmischen Eindr\u00fccke mehr entstehen,<br \/>\nund der Geist v\u00f6llig zur Ruhe gekommen ist (citta-v\u1e5btti-nirodha).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Liebe Leser, mir ist vollkommen klar, dass die letzten vier Artikel \u201estarker Tobak\u201c waren. Ich wollte einmal Yoga in seiner ganzen Totalit\u00e4t in m\u00f6glichst einfachen Worten darstellen.<\/p>\n<p>Es gibt ja eine ganze \u201eweise Spr\u00fcche-Industrie\u201c. Da steht dann so ganz selbstverst\u00e4ndlich:\u201e H\u00f6re damit auf, dich mit deinem Ego zu identifizieren.\u201c<\/p>\n<p>Na wenn&#8217;s weiter nichts ist!<\/p>\n<p>Trotzdem besteht kein Grund zu resignieren. Jeder Gedanke, jede Besch\u00e4ftigung mit etwas, das unser Denken erh\u00f6ht, ist nie verloren und f\u00fchrt uns unwiderruflich zu diesem letzten Ziel.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beim Achtfachen Pfad handelt es sich um eine ganzheitliche Schulung des physio-psychischen Systems, um dieses in die Lage zu versetzen, das Denken in einen durch nichts unterbrochenen Konzentrationszustand (Dhyana) zu bringen. Samkhya hei\u00dft Zahl. Wir hatten bisher f\u00fcnf Tattvas (Seinszust\u00e4nde), n\u00e4mlich Purusa, Prakrti und die drei Gunas. 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