{"id":4034,"date":"2025-07-28T13:52:53","date_gmt":"2025-07-28T11:52:53","guid":{"rendered":"https:\/\/gpflug.de\/website\/?p=4034"},"modified":"2025-08-03T15:46:32","modified_gmt":"2025-08-03T13:46:32","slug":"schall-und-rauch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gpflug.de\/website\/2025\/07\/28\/schall-und-rauch\/","title":{"rendered":"Schall und Rauch"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-4036\" src=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/IMG_20231202_165906-225x300.jpg\" alt=\"Img 20231202 165906\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/IMG_20231202_165906-225x300.jpg 225w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/IMG_20231202_165906-768x1024.jpg 768w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/IMG_20231202_165906-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/IMG_20231202_165906-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/IMG_20231202_165906-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/>Es hei\u00dft, man kommt nackt und man geht nackt. Alles, was einem wichtig war, ist nur Schall und Rauch.<\/p>\n<p>Der Weise, hei\u00dft es, wei\u00df das und f\u00e4ngt am besten gar nicht an, materielle G\u00fcter anzuh\u00e4ufen oder sich in weltlichen Dingen zu verlieren.<\/p>\n<p>Wenn man also von vorneherein weise ist, setzt man sich in eine meditative Haltung und l\u00e4sst die Welt an sich vor\u00fcber ziehen.<\/p>\n<p>Wenn das alle machen w\u00fcrden, was w\u00e4re dann, und vor allen Dingen, wo w\u00e4ren wir? Wo w\u00e4re die ganze technische Entwicklung, der sogenannte Fortschritt? S\u00e4\u00dfen wir noch auf den B\u00e4umen?<!--more--><\/p>\n<p>Vor diesem Problem standen auch die Autoren der Bhagavad Gita, ein paar hundert Jahre vor unserer Zeitrechnung. Damals gingen viele in die W\u00e4lder, um der Welt zu entsagen und Erleuchtung zu erlangen.<\/p>\n<p>Dies wurde zu einem gesellschaftlichen Problem, denn es waren nicht die Schlechtesten, die die Welt verlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Es stellte sich die Frage, wie kann man spirituell leben und trotzdem in der Welt bleiben? Es gibt ja auch ganz verschiedene Charaktere. Nicht jeder ist daf\u00fcr geschaffen, rein geistig zu leben.<\/p>\n<p>Die Antwort des Yoga ist Karma-Yoga. Um diese \u201eTechnik\u201c nachvollziehen zu k\u00f6nnen, ist eine Grundannahme erforderlich:<\/p>\n<p>Alles, was existiert, h\u00e4ngt zusammen. Nichts existiert f\u00fcr sich alleine (oder k\u00f6nnen Sie alleine ein Auto bauen, mal ganz banal?). Wenn also alles miteinander verbunden ist, handelt es sich bei allem Existierenden um einen lebendigen Organismus. Wir alle erhalten, gem\u00e4\u00df unserem Karma, das, was wir zum Leben ben\u00f6tigen. Daraus folgt, dass jeder auch etwas dazu beitr\u00e4gt. Nicht f\u00fcr sich, sondern f\u00fcr das Ganze.<\/p>\n<p>Im 12.Kapitel der Gita erkl\u00e4rt Krishna den zentralen Gedanken des Karmayoga: \u201eDiejenigen, die mir jede ihrer Handlungen als eine Opfergabe darbringen, werden mich am schnellsten erkennen.\u201c<\/p>\n<p>Handeln als spirituelle Gabe. Ein Akt der Hingabe. Dies ist ist die einzige M\u00f6glichkeit, nicht im Anhaften am Materiellen zu versinken.<\/p>\n<p>Die n\u00e4chste Grundhaltung im Karmayoga ist, das man alles, was einem begegnet, als sinnvoll und als eine Gelegenheit ansieht, f\u00fcr sich etwas Positives daraus zu machen. Der Karmayogi nimmt alles als Geschenk Gottes an, f\u00fcgt seinen Teil hinzu und gibt das Geschenk zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Aus den bisher erw\u00e4hnten Punkten ergibt sich die n\u00e4chste Aussage, n\u00e4mlich:<\/p>\n<p>Frage nicht nach den Fr\u00fcchten deines Handelns.<\/p>\n<p>Das n\u00e4chste Prinzip ist:<\/p>\n<p>Alles, was getan werden muss, ist wert, gut getan zu werden.\u201c Es gibt keine Priorit\u00e4t bei dem, was man tut. Staubsaugen ist genauso viel wert wie Raumschiffe konstruieren.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte hier eine kleine Geschichte aus Japan erz\u00e4hlen: Eines Tages kommt ein Besucher in ein Zenkloster und verlangt den Meister zu sprechen. Man f\u00fchrt ihn zu einem Mann, der sorgf\u00e4ltig den Hof kehrt! Es war der Lehrer, der sich f\u00fcr diese Arbeit nicht zu schade war. Von einem hohen Erkenntnisstand aus ist es egal, welche T\u00e4tigkeit man gerade ausf\u00fchrt.<\/p>\n<p>Die geschilderte Art des Handelns ist durchg\u00e4ngig. Es ist nicht m\u00f6glich, nicht zu handeln. Auch Meditation ist Handeln.<\/p>\n<p>Wenn es uns gelingt, unser Tun nach diesen Pr\u00e4missen auszurichten, haften wir nicht an und verlieren uns nicht im Strudel der Welt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es hei\u00dft, man kommt nackt und man geht nackt. Alles, was einem wichtig war, ist nur Schall und Rauch. Der Weise, hei\u00dft es, wei\u00df das und f\u00e4ngt am besten gar nicht an, materielle G\u00fcter anzuh\u00e4ufen oder sich in weltlichen Dingen zu verlieren. 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