{"id":4008,"date":"2025-07-12T18:36:17","date_gmt":"2025-07-12T16:36:17","guid":{"rendered":"https:\/\/gpflug.de\/website\/?p=4008"},"modified":"2025-07-12T18:36:17","modified_gmt":"2025-07-12T16:36:17","slug":"friday-on-my-mind","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gpflug.de\/website\/2025\/07\/12\/friday-on-my-mind\/","title":{"rendered":"Friday on my mind"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_4011\" aria-describedby=\"caption-attachment-4011\" style=\"width: 225px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-4011\" src=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/PICT2639-225x300.jpg\" alt=\"Digital stillcamera\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/PICT2639-225x300.jpg 225w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/PICT2639-768x1024.jpg 768w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/PICT2639-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/PICT2639-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/PICT2639.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-4011\" class=\"wp-caption-text\">Digital StillCamera<\/figcaption><\/figure>\n<p>1966 hatte die australische Rockband \u201eThe Easybeats\u201c den Hit \u201eFriday on my mind\u201c. Darin geht es um die l\u00e4stigen Wochentage, die man durchleiden muss, bevor endlich Freitag ist, denn dann geht die Post ab mit den Girls und den Lichtern der City und dem wahren Leben.<\/p>\n<p>In dasselbe Horn stie\u00df 1979 J.J. Cale mit seinem Song \u201eFriday\u201c.<\/p>\n<p>\u201e&#8230;Monday I keep thinking<br \/>\n&#8222;Weekend&#8217;s coming, gonna go home&#8220;<br \/>\nTuesday I hate, oh Tuesday<br \/>\nAin&#8217;t no girls on the streets<br \/>\nTuesday it ain&#8217;t good for nothing<br \/>\nDrinking beer and watching TV<br \/>\nFriday, Friday evening<br \/>\nCome on Friday, it&#8217;s been too long&#8230;\u201c<\/p>\n<p>Heutzutage wird viel \u00fcber Work-Life-Balance gesprochen. Beruf und Privatleben sollen in einem ausgewogenen Verh\u00e4ltnis zueinander stehen. Die Arbeit soll nicht dominieren. Gleichwertig soll die Zeit mit Freunden und Familie daneben stehen. Hobbys und Urlaub nicht zu vergessen.<\/p>\n<p>Wenn man einmal genau dem Wortlaut lauscht, liegt dem Begriff Work-Life eine seltsame innere Haltung zugrunde. Findet Leben w\u00e4hrend der Arbeit nicht statt? Was passiert dort stattdessen?<\/p>\n<p>Das sind nat\u00fcrlich alles Spitzfindigkeiten. Mir ist schon klar, was damit gemeint ist. Wir sollten nicht vergessen, dass der Arbeitstag zu Beginn der Industrialisierung bis zu 16 Stunden dauerte. Aber davon kann heute keine Rede mehr sein. Wir haben den Achtstundentag mit Gleitzeit.<\/p>\n<p>Ich vermute, dass wir hier werten, und zwar eine Wertung machen, die uns nicht gut tut. Philosophisch gesehen sind wir nur einen Wimpernschlag an Zeit in diesem Leben. Wenn wir einen Tag aufteilen in 8 Stunden Arbeit, 8 Stunden Schlaf und 8 Stunden Freizeit, also der Zeit, auf die es uns ankommt, so \u201eleben\u201c wir sehr wenig. In diesen 8 Stunden, wo wir glauben, frei zu sein, muss eingekauft, das Auto aus der Reparatur geholt, gekocht, die Schularbeiten der Kinder kontrolliert werden usw., usw.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich bleiben noch zwei Stunden vor dem Fernseher und der Traum vom n\u00e4chsten Urlaub.<\/p>\n<p>Es ist ja nicht so, dass wir in der sogenannten Freizeit immer gl\u00fccklich w\u00e4ren. Gerade im Urlaub habe ich schon Viele beobachtet, die morgens beim ersten Bier sa\u00dfen und verzweifelt zu \u00fcberlegen schienen, wie sie den Rest des Tages herumbringen sollten.<\/p>\n<p>Nicht zu vergessen Stress und Streitereien in der Beziehung und in der Familie. Diese Zeit geht auch noch vom \u201eLife\u201c ab.<\/p>\n<p>Worum geht es eigentlich? Ich glaube, jeder kann zustimmen, wenn ich sage, es geht um gl\u00fccklich sein. Mehr freie Zeit bedeutet aber nicht mehr Gl\u00fcck.<\/p>\n<p>Yoga hat ein anderes Konzept. Der Begriff Dharma bedeutet, eine sich aus einer gegebenen Situation ergebende Notwendigkeit.<\/p>\n<p>Erstens: Es sind nicht die Dinge an sich, die uns nicht gl\u00fccklich sein lassen, sondern unsere Einstellung dazu.<\/p>\n<p>Zweitens: Wir m\u00fcssen&#8217;s ja doch machen, ob wir wollen oder nicht.<\/p>\n<p>Drittens: Wenn wir uns bewusst darauf einlassen, dann bekommen die Tagesgesch\u00e4fte eine \u201eGl\u00fccksqualit\u00e4t\u201c. Sie ver\u00e4ndern ihren Charakter. Wir entdecken, dass sich Ungeliebtes pl\u00f6tzlich positiver anf\u00fchlt.<\/p>\n<p>Unzufriedenheit ist die Folge von Unbewusstheit.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen uns dem Ideal n\u00e4hern, dass wir mit der gleichen positiven Haltung von einer Situation in die andere gleiten:<\/p>\n<p>Morgens aufstehen, dankbar sein, dass wir dieses Privileg \u00fcberhaupt haben. Fr\u00fchst\u00fccken, Millionen k\u00f6nnen das nicht. Auf dem Weg zur Arbeit ist Stau. Anstatt zu schimpfen k\u00f6nnten wir auch die Wolken am Himmel ansehen und darin Elefanten und Trolle entdecken.<\/p>\n<p>Die Schlange an der Kasse bietet eine Menge M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Unmut. Kann das nicht schneller gehen? Was w\u00fcrden wir denn mit den gewonnenen f\u00fcnf Minuten machen? Seien wir ehrlich \u2013 nichts! Aber der innere Zirkus, den wir mit der Hetze in uns in Gang gesetzt haben, kostet uns f\u00fcnf Minuten \u201ekleines Gl\u00fcck\u201c.<\/p>\n<p>Merken Sie, worauf es ankommt? Wenn es gelingt, immer wieder und vielleicht auch immer mehr in dieser Haltung zu sein, wird aus \u201eWork\u201c pl\u00f6tzlich immer mehr \u201eLife\u201c.<\/p>\n<p>Das Bild oben zeigt eine alte Frau, die ich in Kovalam in S\u00fcdindien beobachtet habe. Eigentlich m\u00fcsste sie ungl\u00fccklich sein, denn in unseren Augen ist das, was sie da tut das Allerletzte: aus Steinbrocken Kies herstellen!<\/p>\n<p>Sie erschien mir aber nicht ungl\u00fccklich!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1966 hatte die australische Rockband \u201eThe Easybeats\u201c den Hit \u201eFriday on my mind\u201c. Darin geht es um die l\u00e4stigen Wochentage, die man durchleiden muss, bevor endlich Freitag ist, denn dann geht die Post ab mit den Girls und den Lichtern der City und dem wahren Leben. In dasselbe Horn stie\u00df 1979 J.J. 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