{"id":3956,"date":"2025-06-16T17:59:21","date_gmt":"2025-06-16T15:59:21","guid":{"rendered":"https:\/\/gpflug.de\/website\/?p=3956"},"modified":"2025-06-16T18:05:07","modified_gmt":"2025-06-16T16:05:07","slug":"die-geschichte-der-lotosbluete","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gpflug.de\/website\/2025\/06\/16\/die-geschichte-der-lotosbluete\/","title":{"rendered":"Die Geschichte der Lotosbl\u00fcte"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_3958\" aria-describedby=\"caption-attachment-3958\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-3958\" src=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/IMG_20171215_103943-300x225.jpg\" alt=\"Oznor\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/IMG_20171215_103943-300x225.jpg 300w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/IMG_20171215_103943-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/IMG_20171215_103943-768x576.jpg 768w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/IMG_20171215_103943-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/IMG_20171215_103943-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3958\" class=\"wp-caption-text\">oznor<\/figcaption><\/figure>\n<p>Manchmal nerven mich die schlauen Spr\u00fcche, die uns allenthalben von mehr oder weniger weisen (meistens) M\u00e4nnern um die Ohren gehauen werden.<\/p>\n<p>Da lesen wir dann, dass man sich nicht von Widrigkeiten beeinflussen lassen sollte.<\/p>\n<p>Wer kann da nicht zustimmen?<\/p>\n<p>Eine andere Aussage ist, dass nur Nahrung, Sex, Schlaf und Tod zwanghaft sind. Das hei\u00dft, diesen Vieren kann man nichts entgegensetzen, die setzen sich immer durch.<\/p>\n<p>Alles andere aber liegt in unserer Verantwortung und kann ver\u00e4ndert werden.<!--more--><\/p>\n<p>Das Ideal ist in der Bhagavad-Gita, Kapitel 5 Vers 10, sch\u00f6n formuliert: \u201eDer wahre Yogi ruht wie ein Lotosblatt&#8220;. Dies bezieht sich auf das Konzept, von der Au\u00dfenwelt losgel\u00f6st und unber\u00fchrt zu bleiben, \u00e4hnlich wie ein Lotosblatt auf dem Wasser schwimmt, ohne nass zu werden. Es bedeutet einen Zustand des Seins in der Welt, der den inneren Frieden und den Gleichmut inmitten der Schwankungen des Lebens aufrechterh\u00e4lt.<\/p>\n<p>Soweit so gut, wer m\u00f6chte das nicht? Wenn man alt ist, so wie ich, dann hat man mehr erlebt und einen l\u00e4ngeren \u00dcberblick als J\u00fcngere. Ich spreche hier nur von der zeitlichen Dimension, nicht von der Tiefe, die kann man in jungen Jahren genauso haben.<\/p>\n<p>Eines hat mich die Zeit gelehrt, n\u00e4mlich, dass psychische Ver\u00e4nderungen nicht einfach willentlich herbeigef\u00fchrt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Nach den \u00f6stlichen Philosophien sucht sich ja die Wesenheit, die den K\u00f6rper verlassen hat, auf deutsch gesagt gestorben ist, bei ihrer Reinkarnation nicht irgendwelche Eltern aus, sondern genau die, welche die Erfahrungen, die diese \u201eSeele\u201c machen muss, bieten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Das bedeutet, dass es eine Korrelation gibt zwischen diesen Eltern und dem Wesen, das aus dem Zwischenreich, die Tibeter nennen das Bardo, zu ihnen kommt.<\/p>\n<p>Daraus folgt, dass keine Beziehung so eine tiefe karmische Bindung hat wie die Eltern-Kind-Beziehung.<\/p>\n<p>Das Kind ist auf die eine oder andere Art in das Karma der Eltern verstrickt. Wir kennen das aus Filmen und Romanen. Der Vater w\u00fcnscht sich, dass der Sohn das, was er nicht erreichen konnte, vollbringt.<\/p>\n<p>M\u00fctter mischen sich gerne in die Beziehungen ihrer S\u00f6hne ein: \u201eDas ist doch nicht die Richtige f\u00fcr dich. Kann sie denn dein Lieblingsessen kochen?\u201c<\/p>\n<p>K\u00fcrzlich bin ich einmal wieder auf den Namen Virginia Satir gesto\u00dfen. Sie und der Argentinier Salvatore Minuchin sind die Begr\u00fcnder der systemischen oder auch strukturellen Familientherapie.<\/p>\n<p>Zentrale Aussagen sind: Um das Verhalten eines Individuums verstehen zu k\u00f6nnen, muss man die Familienstrukturen zur\u00fcck bis in die Gro\u00dfelterngeneration, ja manchmal sogar der Urgro\u00dfelterngeneration, kennen. Vor allem sollten sie dem Betroffenen so gut wie m\u00f6glich bewusst sein, denn es ist durchaus m\u00f6glich, dass dieser Mensch eine Konfliktbeziehung zum Beispiel mit einem Partner hat, der aber in Wahrheit nicht in seiner eigenen Biografie begr\u00fcndet ist, sondern in ungel\u00f6sten Beziehungen seiner Eltern.<\/p>\n<p>Beispielsweise rebelliert eine Tochter permanent und mit gro\u00dfem emotionalen Einsatz gegen ihren Vater. Wie das bei Eltern so \u00fcblich ist, reagiert dieser verst\u00e4ndnisvoll und versucht, m\u00f6glichst alles \u201erichtig\u201c zu machen. Dies scheint aber nicht m\u00f6glich zu sein, denn nach Phasen der Harmonie kommt unversehens die Wut der Tochter wieder zum Ausdruck und der Vater ist v\u00f6llig perplex.<\/p>\n<p>Das f\u00fchrt zur zweiten Aussage der Familientherapie: Kinder agieren nicht eigene Konflikte aus, sondern die ihrer Eltern. In unserem Beispiel kommt die Mutter der Tochter aus einer Familie, die fast ausschlie\u00dflich vom Vater dominiert war. Die Frau dieses \u201ePatriarchen\u201c war der absolute Underdog. Verst\u00e4ndlicherweise versucht sich die Tochter, auf die ebenfalls Macht ausge\u00fcbt wurde, daraus zu befreien. Sie f\u00fchrt einen permanenten Kampf gegen den Vater. Das ist nicht immer offensichtlich. Zuzeiten scheint alles in Ordnung zu sein. Kinder wollen ja auch geliebt werden. Tatsache ist jedoch, dass dieser Beziehungskonflikt der Tochter in die sp\u00e4tere Beziehung \u00fcbertragen wird und von der Tochter der Tochter ausgefochten wird.<\/p>\n<p>Solange diese Struktur unbewusst bleibt, ist der sp\u00e4tere Konflikt zwischen Vater und Tochter unl\u00f6sbar und wird letztlich in Sprachlosigkeit enden.<\/p>\n<p>Yoga spricht von solchen Dingen gerne als \u201eSpielereien des Denkens\u201c, die durch intensive Yogapraxis gel\u00f6st werden, indem durch tiefe Meditation eine Kontrolle \u00fcber das Denken erreicht wird.<\/p>\n<p>Diese Kontrolle schafft aber, laut Gita nur einer unter einer Million. F\u00fcr \u201ethe ordinary men\u201c aber ist es wichtig, sich solcher Strukturen in ihrer (Familien)-Biografie immer besser bewusst zu sein, um damit umgehen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Manchmal nerven mich die schlauen Spr\u00fcche, die uns allenthalben von mehr oder weniger weisen (meistens) M\u00e4nnern um die Ohren gehauen werden. Da lesen wir dann, dass man sich nicht von Widrigkeiten beeinflussen lassen sollte. Wer kann da nicht zustimmen? Eine andere Aussage ist, dass nur Nahrung, Sex, Schlaf und Tod zwanghaft sind. 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