{"id":3812,"date":"2025-02-25T10:25:46","date_gmt":"2025-02-25T09:25:46","guid":{"rendered":"https:\/\/gpflug.de\/website\/?p=3812"},"modified":"2025-02-25T10:33:38","modified_gmt":"2025-02-25T09:33:38","slug":"die-letzte-tuere","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gpflug.de\/website\/2025\/02\/25\/die-letzte-tuere\/","title":{"rendered":"Die letzte T\u00fcre"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_3814\" aria-describedby=\"caption-attachment-3814\" style=\"width: 225px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-3814\" src=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/PICT0825-225x300.jpg\" alt=\"Digital Stillcamera\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/PICT0825-225x300.jpg 225w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/PICT0825-768x1024.jpg 768w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/PICT0825-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/PICT0825-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/PICT0825.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3814\" class=\"wp-caption-text\">Digital StillCamera<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Tage ziehen vorbei, werden zu Wochen, zu Monaten, zu Jahren. Im Herbst sehen wir mit Bedauern zu, wie Blatt um Blatt f\u00e4llt und die \u00c4ste schwarz und nass im kalten Novemberwind gesch\u00fcttelt werden.<\/p>\n<p>Wir tr\u00f6sten uns mit dem Gedanken, dass Weihnachten vor der T\u00fcr steht. Dann kommt Silvester. Wir feiern mit Freunden.<\/p>\n<p>10,9,8,7,6,5,4,3,2,1 &#8211; Prost, sch\u00f6nes Neues!<\/p>\n<p>Die Tage sind dunkel, manchmal f\u00e4llt Schnee, aber er bleibt nicht liegen. Ja, es wird w\u00e4rmer. Die Tage sind tr\u00fcb, und tr\u00fcb ist manchmal auch unser Gem\u00fct, wenn wir aus dem Fenster schauen.<!--more--><\/p>\n<p>Aber \u2013 langsam werden die Tage wieder l\u00e4nger, viel zu langsam meinen wir. Eines Morgens strecken wir die Nase zur T\u00fcr hinaus und es scheint uns, dass so was wie Fr\u00fchling in der Luft liegt.<\/p>\n<p>Sp\u00e4testens jetzt gehen uns Urlaubspl\u00e4ne durch den Kopf. Bali oder Malle? Oder doch mal wieder in die Toskana?<\/p>\n<p>Wie im Flug geht der Sommer dahin. Grillen, Schwimmen, ach ja &#8211; und nat\u00fcrlich die Bierg\u00e4rten.<\/p>\n<p>Zeit existiert nur, wenn wir auf etwas warten. Und wir warten viel! Eigentlich warten wir immer auf irgendwas.<\/p>\n<p>Wann wird es endlich Tag? Wann ist das Essen fertig? Wann ist sie denn endlich fertig? Wann kommt endlich der Elektriker? Wann h\u00f6rt es endlich auf zu regnen? Wann wird es endlich w\u00e4rmer? Nur noch sechs Wochen bis zum Urlaub. Mann, das zieht sich.<\/p>\n<p>Sekunden, Minuten, Stunden, Tage, Wochen, Jahre. Ein unendliches Meer aus Zeit.<\/p>\n<p>Zeit, die vertr\u00f6delt wird. \u201eEigentlich wollte ich doch dieses Jahr mal \u00fcber die Alpen wandern, aber im Moment hab&#8216; ich keine rechte Lust. Geh&#8216; ich halt n\u00e4chstes Jahr.\u201c<\/p>\n<p>Aber \u2013 n\u00e4chstes Jahr ist was anderes im Vordergrund.<\/p>\n<p>Verpasste Gelegenheiten! Es gibt Tage, in denen wir uns dumpfen Gedanken hingeben. Tage, die von \u00c4rger zerfressen sind. Tage des Zorns und der Entt\u00e4uschung. Tage der knallenden T\u00fcren!<\/p>\n<p>Das seltsame am Menschen ist, dass er sieht, wie um ihn herum der Tod seine Ernte einf\u00e4hrt, selbst aber h\u00e4lt er sich f\u00fcr unsterblich. Klar, intellektuell wei\u00df man nat\u00fcrlich, dass man irgendwann sterben wird. Das hat aber wenig bis gar keine Konsequenzen auf unser Handeln oder oft auch Nicht-Handeln.<\/p>\n<p>Es gibt zu viele Selbstverst\u00e4ndlichkeiten in unserem Leben.<\/p>\n<p>\u201eHeute war ein Schei\u00dftag, morgen wird auch nicht besser. Gott sei Dank ist schon Donnerstag.\u201c<\/p>\n<p>\u201eUnd, wie geht\u2019s gesundheitlich?\u201c \u201eDanke, kann nicht klagen.\u201c<\/p>\n<p>Morgens aufwachen, was denn sonst!<\/p>\n<p>Der K\u00f6rper funktioniert, man ist fit. Was denn sonst!<\/p>\n<p>Eigentlich ist nichts selbstverst\u00e4ndlich! Sinnbildlich gesprochen kann uns jederzeit der Himmel auf den Kopf fallen, wie Asterix es ausdr\u00fccken w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Kein Mensch lebt unser Leben und obwohl wir (hoffentlich) liebe Menschen um uns herum haben, sind auch sie sich selbst der N\u00e4chste.<\/p>\n<p>Wenn die oder jene Partei regiert und wir uns darob gr\u00e4men, wen interessiert&#8217;s?<\/p>\n<p>Wichtig dabei ist nur, dass wir wieder einmal nicht bewusst genug waren zu unterscheiden, was wir \u00e4ndern k\u00f6nnen und was nicht.<\/p>\n<p>Und dass uns dieses Un-bewusstsein unser Leben raubt. Nicht nur in der Beziehung, sondern auch in vielen anderen Situationen, in denen wir un-bewusst durchs Leben gehen. Aber was soll`s, morgen geht die n\u00e4chste T\u00fcr auf. Neuer Tag, neues Gl\u00fcck. Vielleicht aber auch nicht!<\/p>\n<p>Die letzte T\u00fcr geht nur einmal auf und schlie\u00dft sich dann f\u00fcr immer! Es ist der Sargdeckel!<\/p>\n<p>Yoga, die Wissenschaft der Kontrolle des Denkens, l\u00e4dt zum bewussten (Er)-leben ein. Die Werkzeuge sind vorhanden. Ergreifen wir sie!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Tage ziehen vorbei, werden zu Wochen, zu Monaten, zu Jahren. Im Herbst sehen wir mit Bedauern zu, wie Blatt um Blatt f\u00e4llt und die \u00c4ste schwarz und nass im kalten Novemberwind gesch\u00fcttelt werden. Wir tr\u00f6sten uns mit dem Gedanken, dass Weihnachten vor der T\u00fcr steht. Dann kommt Silvester. 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