{"id":3698,"date":"2024-09-28T14:32:35","date_gmt":"2024-09-28T12:32:35","guid":{"rendered":"https:\/\/gpflug.de\/website\/?p=3698"},"modified":"2024-09-28T14:32:35","modified_gmt":"2024-09-28T12:32:35","slug":"der-weg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gpflug.de\/website\/2024\/09\/28\/der-weg\/","title":{"rendered":"Der Weg"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-3700\" src=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/IMG_20230826_134930-147x300.jpg\" alt=\"Img 20230826 134930\" width=\"147\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/IMG_20230826_134930-147x300.jpg 147w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/IMG_20230826_134930-502x1024.jpg 502w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/IMG_20230826_134930-768x1567.jpg 768w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/IMG_20230826_134930-753x1536.jpg 753w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/IMG_20230826_134930-1004x2048.jpg 1004w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/IMG_20230826_134930-scaled.jpg 1255w\" sizes=\"auto, (max-width: 147px) 100vw, 147px\" \/>Ich habe heute morgen Worte eines recht bekannten spirituellen Meisters gelesen.<\/p>\n<p>Sie lauteten: \u201eWem langweilig ist, der ist aus dem kosmischen Prozess, der Leben hei\u00dft, ausgestiegen.\u201c<\/p>\n<p>Was anf\u00e4nglich nicht zu verstehen ist, ist eigentlich ganz einfach: Die Essenz dieses kosmischen Prozesses ist reines Bewusstsein. An dieses k\u00f6nnen wir uns nur ann\u00e4hern und versuchen, so gut wie es uns m\u00f6glich ist, im Hier und Jetzt bewusst zu leben. Je besser das gelingt, desto mehr entfaltet sich die Glorie des Seins. Alles ist dann interessant und wertvoll, selbst eine Fliege, die vor uns auf dem Tisch herumkrabbelt. Wie sollte da also Langeweile entstehen?<!--more--><\/p>\n<p>S\u00e4mtliche kosmischen Prozesse um uns herum laufen in gr\u00f6\u00dfter Harmonie ab. Seien sie nun aus dem Bereich der unbelebten Natur, wie Wind, Wolken, Str\u00f6men des Wassers und Bewegungen der Gestirne.<\/p>\n<p>Auch die Tiere folgen ihren Instinkten und leben in Harmonie, so man sie l\u00e4sst. Allenfalls bei Krankheit, wie der Tollwut, fallen sie aus dieser Harmonie.<\/p>\n<p>Nur der Mensch hat ein \u201eDing\u201c zu eigen, welches Segen und Fluch zu gleicher Zeit ist \u2013 das Denken.<\/p>\n<p>Dieses Werkzeug setzt uns in die Lage, unser Leben und unsere Welt zu gestalten. Nehmen wir nur den Bereich, wo dies am deutlichsten wird, n\u00e4mlich die Sexualit\u00e4t, den st\u00e4rksten Trieb bei Mensch und Tier. Wer schon einmal bei Katzen, H\u00fchnern, Pferden oder K\u00fchen dabei war, wei\u00df, wie unpr\u00e4tenti\u00f6s das da abl\u00e4uft, so wie es von der Natur auch vorgesehen ist. Beim Menschen ist das eine ganz andere Nummer. Das reicht von der mittelalterlichen Minne bis zu SM.<\/p>\n<p>Hier wird Segen und Fluch ganz deutlich, wenn es zu Abh\u00e4ngigkeiten und Abartigkeiten kommt.<\/p>\n<p>Im Yoga wird das Denken mit wilden Pferden verglichen, die vor einen Wagen gespannt sind. Sie k\u00f6nnen, wenn sie an die Kandare genommen werden, diesen Wagen m\u00fchelos ziehen. Allerdings k\u00f6nnen sie auch ein anderes Verhalten zeigen. Unser Denken kann uns mit Vorstellungen, Phantasien, \u00c4ngsten und irrealen Bef\u00fcrchtungen das Leben zum Fluch werden lassen, zumindest partiell. Wer hat nicht schon erlebt, dass er von Bef\u00fcrchtungen und Gedanken umgetrieben wurde, die sich dann als vollkommen unbegr\u00fcndet erwiesen?<\/p>\n<p>Yoga ist die Wissenschaft vom Denken! S\u00e4mtliche Formen, sei es nun Hatha-, Raja-, Bhakti-, Tantra-, oder Karmayoga, verfolgen ausschlie\u00dflich das Ziel, das Denken unter Kontrolle zu bekommen.<\/p>\n<p>Wenn wir Probleme im Leben haben, so kommen diese ausschlie\u00dflich von wild gewordenen Gedanken. Je mehr wir uns im gegebenen Moment aufhalten und nicht in Zukunftsfantasien oder Vergangenheitsgegrummel, desto flie\u00dfender ist unser Dasein.<\/p>\n<p>Dies l\u00e4sst sich relativ einfach trainieren, wenn wir unser Leben in einen Rhythmus bringen: regelm\u00e4\u00dfiges Essen in nicht zu gro\u00dfen Mengen, ein nicht zu schwankender Schlafrhythmus, Affirmationen, die uns gute Gedanken bringen, sich fernhalten von Dingen, die uns nicht gut tun und die wir sowieso nicht \u00e4ndern k\u00f6nnen und negativen Umgang vermeiden, z\u00e4hlen dazu.<\/p>\n<p>Wenn wir dies auf die Reihe bekommen, ist das schon die halbe Miete. Wenn wir jetzt auch noch B\u00fccher lesen, die uns weiter bringen und nicht nur Pipifax-Filme schauen oder stundenlang ins Handy starren, lenken wir das Denken in eine bewusstere Richtung. Im Yoga nennen wir das Svadhyaya. Urspr\u00fcnglich bedeutet das, sich Gedanken \u00fcber sich selbst zu machen (man k\u00f6nnte das auch Selbstreflexion nennen) und das Lesen der heiligen B\u00fccher &#8211; der Puranas und Veden.<\/p>\n<p>Einfach ausgedr\u00fcckt: Was man rein f\u00fcllt, kommt auch heraus!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich habe heute morgen Worte eines recht bekannten spirituellen Meisters gelesen. Sie lauteten: \u201eWem langweilig ist, der ist aus dem kosmischen Prozess, der Leben hei\u00dft, ausgestiegen.\u201c Was anf\u00e4nglich nicht zu verstehen ist, ist eigentlich ganz einfach: Die Essenz dieses kosmischen Prozesses ist reines Bewusstsein. 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