{"id":3684,"date":"2024-09-21T19:04:40","date_gmt":"2024-09-21T17:04:40","guid":{"rendered":"https:\/\/gpflug.de\/website\/?p=3684"},"modified":"2024-09-21T19:04:40","modified_gmt":"2024-09-21T17:04:40","slug":"wie-ein-schmetterling","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gpflug.de\/website\/2024\/09\/21\/wie-ein-schmetterling\/","title":{"rendered":"Wie ein Schmetterling"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_3685\" aria-describedby=\"caption-attachment-3685\" style=\"width: 225px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-3685\" src=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/20130504_125849-225x300.jpg\" alt=\"\u00f8;\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/20130504_125849-225x300.jpg 225w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/20130504_125849-768x1024.jpg 768w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/20130504_125849-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/20130504_125849-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/20130504_125849-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3685\" class=\"wp-caption-text\">\u00f8;<\/figcaption><\/figure>\n<p>In den letzten drei Artikeln \u00fcber das Weltbild des Yoga habe ich beschrieben, wie die materielle Welt aufgemacht ist. Die Samkhya-Philosophie (Samkhya bedeutete Zahl) nennt verschiedene Ebenen der Materie:<\/p>\n<p>Angefangen bei der grobstofflichen, also der, die mit den Sinnen erfassbar ist, bis zur feinsten, der kosmischen Intelligenz (Mahat oder Buddhi), die das Ichbewusstsein (Ahamkara) bildet.<\/p>\n<p>Aber selbst dieses Feinste basiert auf den drei Gunas.<\/p>\n<p>Als weltliche Menschen sind wir mehr oder weniger in der sinnlichen Welt gefangen. Die meisten von uns sind Reiz-Reaktionswesen, die auf entsprechende Sinnesreize von au\u00dfen reagieren.<!--more--><\/p>\n<p>In seltenen Momenten sind wir auf der Sattva-Ebene. Meistens pendeln wir zwischen Rajas und Tamas.<\/p>\n<p>Wenn wir jetzt einmal versuchen, auf unser Leben zur\u00fcckzublicken, dann wird uns vielleicht auffallen, dass sich bestimmte Situationen immer wiederholen.<\/p>\n<p>Unser Konfliktverhalten zum Beispiel scheint immer nach denselben Mustern zu verlaufen:<\/p>\n<p>Die einen schreien, die anderen brauchen ein paar Schn\u00e4pse, um sich zu beruhigen. Manche ziehen sich tief verletzt zur\u00fcck und brauchen Zeit, um aus ihrer H\u00f6hle herauszukommen. Wieder andere reagieren vollkommen ruhig und \u00fcberlegt, als wenn das f\u00fcr sie kein Problem w\u00e4re.<\/p>\n<p>Oder nehmen wir den ganzen Bereich des Suchtverhaltens. Da gibt es welche, denen kann man eine Kiste voller S\u00fc\u00dfigkeiten hinstellen, die werden sich eine Praline herauspicken und ihres Weges gehen, w\u00e4hrend sich andere nicht bremsen k\u00f6nnen. Daf\u00fcr k\u00f6nnen die nicht an einer angebotenen Zigarette vorbei gehen.<\/p>\n<p>Die westliche Psychologie erkl\u00e4rt unser Verhalten mit fr\u00fchkindlichen Erfahrungen, die zu bestimmten Verhaltensstrukturen f\u00fchren, die mehr oder weniger neurotisch sind. Ich habe schon oft dar\u00fcber geschrieben.<\/p>\n<p>Yoga hat einen anderen Ansatz, der mit Lebenssinn und Lebenszielen zusammenh\u00e4ngt.<\/p>\n<p>Es gibt ja die gro\u00dfe Frage nach dem Sinn des Lebens.<\/p>\n<p>Wenn man eine Reihe von Jahrzehnten hinter sich hat, dann kommen irgendwann Momente, in denen man recht klar erkennt, dass man alles schon gesehen hat, dass man alles schon kennt und dass man alles schon hat.<\/p>\n<p>Bei Vielen geht dann eine verzweifelte Suche nach neuen Reizen an. Die einen wollen es \u201enochmal wissen\u201c (was auch immer), die anderen k\u00f6nnen sich nicht mit ihrem Aussehen abfinden und lassen sich liften oder stopfen irgendwelche K\u00f6rperpartien aus.<\/p>\n<p>Andere schlucken Viagra oder Hormone, um alte Zeiten im Bett wieder zu erleben.<\/p>\n<p>Das alles ist ziemlich tragisch, weil v\u00f6llig sinnlos. Irgendwann ist Ende &#8211; Gel\u00e4nde!<\/p>\n<p>Das Leben an sich ist ohne Zweck. Es ist einfach. Es findet statt in ewigem Wandel und in ewigem Gleichma\u00df zugleich. Wir sind ein Teil. Wir erscheinen in diesem gro\u00dfen Prozess wie Sternschnuppen, die, kaum sichtbar, auch schon wieder vergl\u00fchen.<\/p>\n<p>Es ist vollkommen unsinnig, eine Sternschnuppe festhalten zu wollen. Kein Mensch k\u00e4me auf so eine Idee und trotzdem versuchen wir, mit aller Kraft an Dingen festzuhalten, obwohl dies dem Prinzip des Lebens widerspricht.<\/p>\n<p>An dieser Stelle kehren wir zu der Frage zur\u00fcck, warum der eine sich so verh\u00e4lt und dem anderen dies passiert.<\/p>\n<p>Wer das Prinzip Leben verstanden hat, wei\u00df, dass es von Anfang an darum geht, Abschied zu nehmen. Gleichsam wie ein Schmetterling, der von Bl\u00fcte zu Bl\u00fcte fliegt und nie zur\u00fcckblickt oder sich gar Notizen macht, welche Bl\u00fcte denn am besten war.<\/p>\n<p>Ich habe oben die Frage aufgeworfen, warum wir uns immer wieder in den gleichen Situationen mit dem gleichen Verhalten wiederfinden.<\/p>\n<p>Die Antwort ist: Weil sich die Gunas entsprechend unserer Struktur und dem, was wir zu lernen haben, entsprechend gruppieren.<\/p>\n<p>Wenn einer also bei jedem Konflikt gleich ausflippt, dann wiederholt sich das so lange, bis er gelernt hat, dass sich das alles nur auf einer Theaterb\u00fchne abspielt und das nur eine Szene in einem St\u00fcck ist.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag erkennt er das meistens sowieso.<\/p>\n<p>Die Yogis sagen, unser Karma steuert die Gunas, die sich so gruppieren, dass wir das, was wir zu bearbeiten haben, erkennen und daraus lernen und letztlich frei wie ein Schmetterling durchs Leben flattern.<\/p>\n<p>Das beantwortet auch die Frage, was wir denn schon tun k\u00f6nnen angesichts der Weltprobleme?<\/p>\n<p>Alle Menschen, die einen Schmetterling sehen, freuen sich!<\/p>\n<p>Das w\u00e4re es doch!?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den letzten drei Artikeln \u00fcber das Weltbild des Yoga habe ich beschrieben, wie die materielle Welt aufgemacht ist. 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