{"id":3679,"date":"2024-09-14T08:14:06","date_gmt":"2024-09-14T06:14:06","guid":{"rendered":"https:\/\/gpflug.de\/website\/?p=3679"},"modified":"2024-09-14T08:14:06","modified_gmt":"2024-09-14T06:14:06","slug":"das-weltbild-des-yoga-teil-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gpflug.de\/website\/2024\/09\/14\/das-weltbild-des-yoga-teil-3\/","title":{"rendered":"Das Weltbild des Yoga Teil 3"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_3681\" aria-describedby=\"caption-attachment-3681\" style=\"width: 225px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-3681\" src=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/IMG_20230405_205238_edit_29030400570568-225x300.jpg\" alt=\"Frontyuvhdr\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/IMG_20230405_205238_edit_29030400570568-225x300.jpg 225w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/IMG_20230405_205238_edit_29030400570568-768x1024.jpg 768w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/IMG_20230405_205238_edit_29030400570568-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/IMG_20230405_205238_edit_29030400570568-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/IMG_20230405_205238_edit_29030400570568-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3681\" class=\"wp-caption-text\">frontyuvhdr<\/figcaption><\/figure>\n<p>Das zweite Prinzip ist Rajas, das Ver\u00e4nderliche. Rajas bedeutet Staub. Es ist der Drang, t\u00e4tig zu werden, etwas zu bewirken, zu handeln. Es tr\u00fcbt das reine Bewusstein des Sattvaguna und legt sich wie Staub vor die reine Erkenntnisf\u00e4higkeit. Rajas holt dich aus der klaren sattvischen Wahrnehmung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich erinnere mich an eine Urlaubssituation. Es war in der Kathedrale von Vannes in der Bretagne. Ich schlenderte in Touristenmanier durch den hohen, halbdunklen Raum und fand mich pl\u00f6tzlich vor einem Bild, das Jesus zeigte. Mir sind keine Einzelheiten mehr deutlich. Ich wei\u00df aber noch, dass ich wie angewurzelt davor stehen blieb, gefesselt von dem Gesichtsausdruck. Da war so viel innere Sch\u00f6nheit und Klarheit. Es zeigte eine entschlossene M\u00e4nnlichkeit, die nichts mit maskuliner H\u00e4rte zu tun hatte, sondern gepr\u00e4gt war von einer unendlich gro\u00dfen inneren Sicherheit und Reife. Ich f\u00fchlte mich in vollkommenem Einklang mit ihm und hatte nur noch den einen Wunsch, so zu werden wie er, so naiv das jetzt klingen mag. Mir erschien in diesem Moment mein Leben und die Ziele, die ich anstreben wollte ganz klar. Es gab kein Wenn und Aber. Nach einiger Zeit nahm ich wahr, dass der Eindruck verflachte. Die Gedanken kamen wieder. Wir wollten ja weiter, uns die Fu\u00dfg\u00e4ngerzone mit den alten H\u00e4usern noch anschauen.<\/p>\n<p>Das ist das Rajasguna. Es treibt uns weiter, l\u00e4sst uns nicht ruhen. Wenn du ganz erf\u00fcllt mit \u201dIch will&#8230;\u201d und \u201dIch muss unbedingt..\u201d bist , dann dominiert Rajas. Du kannst es auch sp\u00fcren, wenn dein Denken und Empfinden von Wut oder \u00c4rger bestimmt wird. Dann ist es oft nicht m\u00f6glich, klar und einigerma\u00dfen objektiv zu denken, weil Rajas Sattva \u00fcberlagert. Auch in der unbelebten Welt kannst du Rajas beobachten. Im Blitz, im schnell flie\u00dfenden Wasser usw.<!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das dritte Guna ist Tamas, das Tr\u00e4ge, Dunkle, Beharrende.<\/p>\n<p>Mutlosigkeit, Gef\u00fchle von Schw\u00e4che und Minderwertigkeit, geistige und k\u00f6rperliche Tr\u00e4gheit, Faulheit usw. sind Ausdruck von Tamas. Es ist das Schwere in uns, das was uns hinter dem Ofen h\u00e4lt, wenn sich ein Teil in uns gerne den Wind um die Nase wehen lassen m\u00f6chte. Dann kommen Gedanken, dass es ja doch keinen Sinn hat, mal was Neues zu probieren und man sowieso nicht gut genug ist. Du kennst das alles. Tamas zieht nach unten und h\u00e4lt zur\u00fcck. In einem Fu\u00dfbodenbelag aus Marmorplatten dominiert auch Tamas. Aber es ist auch Rajas vorhanden, sonst w\u00fcrden die Platten ewig halten. Selbst Sattva ist in winziger Menge, unmerklich vorhanden.<\/p>\n<p>Alle drei Gunas sind also st\u00e4ndig pr\u00e4sent. Auch wenn immer eines gerade dominiert, so liegt es in ihrer Natur, dass eines der beiden anderen danach dr\u00e4ngt, die Oberhand zu gewinnen.\u00a0 Diese Tatsache f\u00fchrt zu einer \u00dcberlegung, die zwei Seiten hat.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen uns darauf verlassen, dass kein Zustand von Dauer ist. Das ist einerseits beruhigend. Wenn du dich zum Beispiel an einem Tag mutlos f\u00fchlst und ohne Antrieb bist, wenn also Tamas dominiert, so kannst du sicher sein, dass sich das fr\u00fcher oder sp\u00e4ter \u00e4ndert. Das bedeutet, dass du dir keine Selbstvorw\u00fcrfe zu machen brauchst, weil du nichts auf die Beine gestellt hast. Wenn du dich mal beobachtest, dann wirst du sehen, dass das Belastende nicht der Zustand ist, in dem du dich gerade befindest, sondern das, was du daraus machst. Was ist Schlimmes daran, wenn du mal nicht aktiv und dynamisch bist? K\u00f6nnte es nicht sein, dass dann Zeit daf\u00fcr w\u00e4re, eine andere Seite deiner Pers\u00f6nlichkeit zu sp\u00fcren? Die der Schw\u00e4che, der Trauer, der Unsicherheit, des Zweifels. Sie zulassen zu k\u00f6nnen, bedeutet, ganzheitlich zu werden und wieder ein St\u00fcck Reife zu gewinnen. Annehmen k\u00f6nnen bedeutet, das positive\u00a0 in jeder Situation, wahrzunehmen. Mit dem Adjektiv \u201dpositiv\u201d meine ich immer etwas, was uns pers\u00f6nlich weiterbringt. So k\u00f6nntest du die gef\u00fchlte Mutlosigkeit als eine Zeit des nach Innengehens empfinden und dabei an die Sicherheit sto\u00dfen, die die Stille gibt.<\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das zweite Prinzip ist Rajas, das Ver\u00e4nderliche. Rajas bedeutet Staub. Es ist der Drang, t\u00e4tig zu werden, etwas zu bewirken, zu handeln. Es tr\u00fcbt das reine Bewusstein des Sattvaguna und legt sich wie Staub vor die reine Erkenntnisf\u00e4higkeit. Rajas holt dich aus der klaren sattvischen Wahrnehmung. &nbsp; Ich erinnere mich an eine Urlaubssituation. 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