{"id":3648,"date":"2024-08-17T15:54:03","date_gmt":"2024-08-17T13:54:03","guid":{"rendered":"https:\/\/gpflug.de\/website\/?p=3648"},"modified":"2024-08-17T16:55:53","modified_gmt":"2024-08-17T14:55:53","slug":"wer-die-vergangenheit-nicht-kennt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gpflug.de\/website\/2024\/08\/17\/wer-die-vergangenheit-nicht-kennt\/","title":{"rendered":"Wer die Vergangenheit nicht kennt&#8230;"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-3650\" src=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/IMG_20221125_171704-300x225.jpg\" alt=\"Img 20221125 171704\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/IMG_20221125_171704-300x225.jpg 300w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/IMG_20221125_171704-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/IMG_20221125_171704-768x576.jpg 768w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/IMG_20221125_171704-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/IMG_20221125_171704-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>&#8230;kann die Gegenwart nicht verstehen und die Zukunft nicht gestalten&#8220;. (Helmut Kohl).<\/p>\n<p>Gestern waren wir mit dem Motorroller unterwegs. Es herrschte ideales Wetter. Man konnte in Hemds\u00e4rmeln fahren.<\/p>\n<p>Mittagspause war in der kleinen idyllischen Stadt N\u00f6rdlingen. Neben der alten Kirche mit ihrem gro\u00dfen Turm, dem Daniel, hatten einige Jugendliche ein sogenanntes Klimacamp aufgebaut. Viele bunte Bildchen und naive Zeichnungen, neben diversen Traktaten, die vom baldigen Untergang k\u00fcndeten, waren zu sehen.<\/p>\n<p>Dazu wurde noch ein Kinderplanschbecken aufgebaut (aus Plastik!).<!--more--><\/p>\n<p>Ich hatte den Eindruck von verw\u00f6hnten Jugendlichen, denen es an nichts fehlt und die auch nicht im Traum daran denken, auf irgendetwas zu verzichten.<\/p>\n<p>Ich kann mir vorstellen, genau diesen Typ \u201ePapa zahlt\u201c auch bei den Rave-N\u00e4chten auf Ko Pha-ngan anzutreffen.<\/p>\n<p>Mir fiel in diesem Moment mal wieder das obengenannte Zitat von Helmut Kohl ein, wobei ich mir ein innerliches L\u00e4cheln nicht verkneifen konnte, denn zu der Zeit war er f\u00fcr mich nur \u201edie Birne\u201c, denn ich war ein strammer Gr\u00fcner.<\/p>\n<p>Bis gegen 1300 herrschte mildes Klima, was zu Aufschwung und Wohlstand f\u00fchrte. Jedoch ab dann erfolgte ein schwerwiegender Klimawandel, den man als kleine Eiszeit bezeichnet: Es sind Jahre ohne Sommer. Das Getreide verfault auf den St\u00e4ngeln. Hungersn\u00f6te sind die Folgen.<\/p>\n<p>Im Juli1342 wird Deutschland von einer katastrophalen \u00dcberschwemmung heimgesucht. Die St\u00e4dte an Rhein, Main und Donau versinken in den Fluten. Tausende finden den Tod.<\/p>\n<p>Es ist die gr\u00f6\u00dfte \u00dcberschwemmung in der Geschichte Mitteleuropas. An allen gro\u00dfen Fl\u00fcssen werden s\u00e4mtliche Br\u00fccken weggerissen. In den Chroniken wird berichtet, dass einem Mann im Mainzer Dom das Wasser bis an die Brust gestanden haben soll. In K\u00f6ln habe man mit Booten \u00fcber die Stadtmauern fahren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Man kann sagen, dass die Wetterbedingungen um die Mitte des 14. Jahrhunderts sehr schlecht waren.<\/p>\n<p>Diese kleine Eiszeit endete erst gegen 1850. Ab dann wurde es wieder w\u00e4rmer.<\/p>\n<p>Diese Informationen stammen aus einer Dokumentation auf Phoenix \u00fcber das Zeitalter Karls IV.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Menschen des Mittelalters waren diese Katastrophen Strafen Gottes, die ihnen Todes\u00e4ngste bereiteten. Nat\u00fcrlich wurde das von der Kirche weidlich f\u00fcr ihre Zwecke ausgenutzt. Durch die St\u00e4dte zogen die Gei\u00dfler, die sich gegenseitig auspeitschten, um die Leiden Jesu nachzuvollziehen, um so ihre Seele vor der ewigen Verdammnis zu retten und zuv\u00f6rderst die momentane Not zu lindern.<\/p>\n<p>Es ist immer dasselbe Prinzip. Wenn Menschen Angst haben, lassen sie sich leichter regieren. Heute leben wir in einer Zeit, in der wir von einer gr\u00fcnen Politsekte mit Untergangsszenarien in Unsicherheit versetzt werden.<\/p>\n<p>Die Formel lautet: Wer seinen Verstand gebraucht und sich mit der Historie des Klimawandels besch\u00e4ftigt, sich vielleicht sogar mit der Physik der atmosph\u00e4rischen Gase befasst, ist rechts, was heutzutage gleichgesetzt wird mit Nazi. Wenigstens war Goebbels damals noch ehrlich und sagte, Abweichler m\u00fcssen \u201eausgemerzt\u201c werden.<\/p>\n<p>Heute beschr\u00e4nkt man sich auf Ausgrenzen und Diffamieren und meint dasselbe.<\/p>\n<p>Ich f\u00fcge hier einen Auszug aus einem Artikel der NZZ vom 17.12.2020 ein:<\/p>\n<p>Im M\u00e4rz 2019 erklomm ein Forscherteam den Gipfelgletscher der Wei\u00dfseespitze oberhalb des Kaunertals in Tirol. 3500 Meter \u00fcber dem Meer bohrten sie elf Meter tief ins Eis \u2013 bis auf den Felsgrund. Die beiden Eisbohrkerne, die die Wissenschaftler ins Tal mitbrachten, haben jetzt wichtige Erkenntnisse zur Klimageschichte des Holoz\u00e4ns geliefert. Gem\u00e4\u00df einer Analyse des Eises begann sich der Gipfelgletscher, der heute noch existiert, vor ungef\u00e4hr 5900 Jahren zu bilden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Studie, die im Wissenschaftsmagazin \u00abScientific Reports\u00bb erschienen ist, liefert einen starken neuen Beleg f\u00fcr etwas, das Fachleute schon seit einer Weile vermuten: W\u00e4hrend des Klimaoptimums in der ersten H\u00e4lfte des Holoz\u00e4ns waren die meisten Gletscher der Alpen aufgrund der hohen Temperaturen verschwunden. Nur die allerh\u00f6chsten Alpengipfel \u2013 ungef\u00e4hr oberhalb einer H\u00f6he von 4000 Metern \u2013 blieben w\u00e4hrend des gesamten Holoz\u00e4ns vergletschert. Die meisten Eiskappen und Eiszungen sind erst im Laufe einer Abk\u00fchlung, die sich \u00fcber Jahrtausende hinzog, wieder neu entstanden.<\/p>\n<p>Nur Wissen sch\u00fctzt vor Aberglauben. Das war damals so wie heute!<\/p>\n<p>Die Welt kann und muss nicht gerettet werden. Viel wichtiger ist es, uns vor der Dummheit zu retten. Aber, siehe n\u00e4chster Satz, auch die Dummheit dauert nicht ewig.<\/p>\n<p>Der Yogi sagt: Die Gunas sind in ewigem Wandel. Das betrifft die gesamte materielle Welt \u2013 also auch das Wetter.<\/p>\n<p>Om \u2013 m\u00f6gen wir uns niemals hassen (Eingangssegnung aus den Upanishaden).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8230;kann die Gegenwart nicht verstehen und die Zukunft nicht gestalten&#8220;. (Helmut Kohl). Gestern waren wir mit dem Motorroller unterwegs. Es herrschte ideales Wetter. Man konnte in Hemds\u00e4rmeln fahren. Mittagspause war in der kleinen idyllischen Stadt N\u00f6rdlingen. 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