{"id":3608,"date":"2024-07-12T15:47:53","date_gmt":"2024-07-12T13:47:53","guid":{"rendered":"https:\/\/gpflug.de\/website\/?p=3608"},"modified":"2024-07-13T12:03:13","modified_gmt":"2024-07-13T10:03:13","slug":"morituri-te-salutant","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gpflug.de\/website\/2024\/07\/12\/morituri-te-salutant\/","title":{"rendered":"Morituri te salutant"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-3610\" src=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Screenshot_20240712_134111_com.zhiliaoapp.musically-138x300.jpg\" alt=\"Screenshot 20240712 134111 Com.zhiliaoapp.musically\" width=\"138\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Screenshot_20240712_134111_com.zhiliaoapp.musically-138x300.jpg 138w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Screenshot_20240712_134111_com.zhiliaoapp.musically-473x1024.jpg 473w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Screenshot_20240712_134111_com.zhiliaoapp.musically-768x1664.jpg 768w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Screenshot_20240712_134111_com.zhiliaoapp.musically-709x1536.jpg 709w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Screenshot_20240712_134111_com.zhiliaoapp.musically-945x2048.jpg 945w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Screenshot_20240712_134111_com.zhiliaoapp.musically.jpg 1080w\" sizes=\"auto, (max-width: 138px) 100vw, 138px\" \/>Ich kam 1946 zur Welt, ein Jahr nach Kriegsende. Es war eine Zeit der Knappheit und in diesem Stil wuchsen wir Kinder auf. Zum Beispiel wurde mir gesagt, dass ich erst ein Fahrrad bek\u00e4me, wenn abzusehen war, dass ich damit auch als Erwachsener noch fahren kann. Kleidung gab es erst, wenn die alte kaputt war und nicht mehr gen\u00e4ht werden konnte, was selten vorkam. Diese Erziehung sorgte daf\u00fcr, dass ich heute noch Klamotten trage, die im Schnitt 15- 20 Jahre alt, aber eben noch gut sind. Deswegen ist der \u00f6kologische Fu\u00dfabdruck meiner Generation sehr gering, auch wenn dieser kleine Teenager aus Schweden was anderes sagt.<\/p>\n<p>Aber das ist eine Geschichte, die ein andermal erz\u00e4hlt werden soll.<!--more--><\/p>\n<p>Heute geht es mir darum, dass wir uns klar werden, wie privilegiert wir sind. Wir haben das Gl\u00fcck (wenn ich es mal so ausdr\u00fccken darf), dass wir in einer Zeit leben, die ohne Krieg ist, wenigstens auf diesem Kontinent. Das war noch nie da. Alle Generationen vor uns erlebten mindestens einen Krieg. Meine Gro\u00dfelterngeneration sogar deren zwei.<\/p>\n<p>Diese lange Zeit des Friedens schafft ein Bewusstsein, dass das ein nat\u00fcrlicher Zustand sei, der sich auch nie \u00e4ndern werde. Dabei wird \u00fcbersehen, dass unsere \u00fcber alle Ma\u00dfen intelligente und f\u00e4hige Regierung alles tut, dass der Krieg auch f\u00fcr uns erfahrbar wird.<\/p>\n<p>Hier eine Zahl, die die meisten wahrscheinlich gar nicht kennen. Durch den Angriffskrieg der Deutschen auf die Sowjetunion starben 26 Millionen Russen.<\/p>\n<p>Jetzt liefern wir Waffen an die Ukraine und seit neuestem geben wir auch die Erlaubnis, sie au\u00dferhalb der Ukraine, also in Russland selbst, einzusetzen.<\/p>\n<p>2014 reiste der damalige US-Au\u00dfenminister John Kerry in die Ukraine, um dort f\u00fcr die Demokratie einzutreten. Das ist nat\u00fcrlich Bl\u00f6dsinn. Es ging dabei darum, die Einflusszone der USA nach Osten auszudehnen und die Ukraine wirtschaftlich auszubeuten. Putin hat sich das eine Weile angesehen, hat dann zun\u00e4chst die Krim besetzt und ist vor zwei Jahren in die Ukraine einmarschiert. Damals fanden an der Grenze massive Truppenkonzentrationen statt. Es waren Hunderttausende Soldaten.<\/p>\n<p>\u201eWarum macht er das?\u201c, fragten unsere Intelligenzbestien. Der wird doch nie einen Krieg anfangen. Hat er aber!<\/p>\n<p>Nicht zuletzt deswegen, weil die ukrainische Regierung zuvor jahrelang ihre eigenen Landsleute im Donbas bombardierte und diese traditionell \u00fcberwiegend russisch orientiert ist, im Gegensatz zur Westukraine.<\/p>\n<p>Unsere glorreiche Au\u00dfenministerin, die \u201evom V\u00f6lkerrecht herkommt\u201c vertritt ja die Ansicht, dass durch immer mehr Waffen Frieden entsteht. Ein v\u00f6llig neuer Ansatz. Vielleicht hat sie den schon in ihrer Masterarbeit von der London School of economics entwickelt. \u00dcbrigens ist diese Arbeit bis heute nicht ver\u00f6ffentlicht, obwohl das Usus ist bei dieser Institution. Was sagt uns das?<\/p>\n<p>Auf der obigen Karte sehen Sie die wirtschaftlichen Interessensgebiete, die die \u00d6lgiganten Exxon und Shell in der Ukraine haben. Und da haben Sie auch den wahren Grund f\u00fcr den Krieg.<\/p>\n<p>Da wir auf dem US-amerikanischen Schachbrett die Rolle der Bauern spielen, machen wir mit. Weil wir Deutsche sind, mit fest verwurzeltem Untertanentum, wollen wir es ganz besonders gut machen und lassen uns von der gr\u00fcnen Politsekte zur Speerspitze des Krieges machen.<\/p>\n<p>Es wird fest davon ausgegangen, dass die Russen sich das bis zum Sanktnimmerleinstag gefallen lassen. Es hie\u00df ja auch: \u201eDer marschiert da nie ein.\u201c<\/p>\n<p>Angenommen, liebe Leser, wir wachen morgens auf und erfahren, dass eine Rakete auf Berlin niedergegangen ist.<\/p>\n<p>Als philosophisch denkende Menschen wird da die Frage greifbar, was denn wirklich wichtig ist im Leben.<\/p>\n<p>Das menschliche Denken ist ja so clever, dass es fest davon ausgeht, dass immer die anderen sterben. In so einer Situation, in die wir jetzt immer weiter hineingetrieben werden, sind wir selbst dabei.<\/p>\n<p>Wie immer, k\u00f6nnen wir als Individuen nichts \u00e4ndern. Was wir aber tun sollten, was wir \u00fcbrigens jeden Tag tun sollten, ist zu reflektieren, was wirklich z\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Eine russische Atomrakete fliegt 34 000 km\/h schnell. 1830 km sind es von Moskau nach Berlin!<\/p>\n<p>Als Yogaadept bin ich gewohnt, in jeder Situation zu fragen: \u201eWas will mir das sagen? Welche Bedeutung hat dies oder das f\u00fcr mein Leben?\u201c<\/p>\n<p>Ich w\u00fcnsche Ihnen, dass Sie diesen Gedanken auch f\u00fcr sich \u00fcberlegenswert finden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich kam 1946 zur Welt, ein Jahr nach Kriegsende. Es war eine Zeit der Knappheit und in diesem Stil wuchsen wir Kinder auf. Zum Beispiel wurde mir gesagt, dass ich erst ein Fahrrad bek\u00e4me, wenn abzusehen war, dass ich damit auch als Erwachsener noch fahren kann. 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