{"id":3596,"date":"2024-07-02T15:28:25","date_gmt":"2024-07-02T13:28:25","guid":{"rendered":"https:\/\/gpflug.de\/website\/?p=3596"},"modified":"2024-07-02T15:28:25","modified_gmt":"2024-07-02T13:28:25","slug":"hoffnungslos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gpflug.de\/website\/2024\/07\/02\/hoffnungslos\/","title":{"rendered":"Hoffnungslos!?"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-3598\" src=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/IMG_20221215_171326-225x300.jpg\" alt=\"Img 20221215 171326\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/IMG_20221215_171326-225x300.jpg 225w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/IMG_20221215_171326-768x1024.jpg 768w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/IMG_20221215_171326-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/IMG_20221215_171326-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/IMG_20221215_171326-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/>Albert Camus sagte: \u201eDie gr\u00f6\u00dfte Gefahr im Leben ist die Hoffnung.\u201c Wir Menschen sind darauf programmiert, dass wir Unangenehmes vermeiden wollen. Unangenehm ist immer das, was uns aus irgendwelchen Gr\u00fcnden nicht in den Kram passt, und das, so hoffen wir, m\u00f6ge m\u00f6glichst schnell vorbeigehen.<\/p>\n<p>\u201eDie Hoffnung stirbt zuletzt\u201c, ist ein gefl\u00fcgeltes Wort und soll eigentlich ausdr\u00fccken, dass alle M\u00f6glichkeiten ausgesch\u00f6pft sind und es jetzt \u201eans Eingemachte\u201c geht.<\/p>\n<p>Sehen wir es einmal anders herum, n\u00e4mlich positiv: Wenn die Hoffnung weg ist, sind wir endlich dort angekommen, wo wir eigentlich immer sein sollten \u2013 in der Gegenwart.<!--more--><\/p>\n<p>Normalerweise reagieren wir dann mit totaler \u201eHoffnungslosigkeit\u201c. Wir sind so fixiert auf das negative Narrativ, dass die Welt h\u00f6chstens grau, wenn nicht gar schwarz erscheint.<\/p>\n<p>In solchen Situationen verfallen wir in eine andere \u201eliebgewonnene\u201c menschliche Eigenheit. Wir \u201esuhlen\u201c uns im eigenen Leid. Manchmal hat es den Augenschein, als w\u00e4ren wir richtiggehend verliebt in den \u00c4rger. Eigentlich besch\u00e4ftigt man sich ja gerne mit den Dingen, die einem Freude bereiten. Wenn wir allerdings genau hinsehen, dann werden wir wahrnehmen, dass wir uns zu einem gro\u00dfen Teil unserer Lebenszeit im Negativmodus befinden.<\/p>\n<p>Wir grummeln vor uns hin: \u201eWenn ich den das n\u00e4chste Mal treffe, dann&#8230;\u201c Oder: \u201eImmer ich muss&#8230;, aber damit ist jetzt Schluss.\u201c<\/p>\n<p>Geben wir es ruhig zu. Solche \u201efinsteren\u201c Pl\u00e4ne genie\u00dfen wir zu manchen Zeiten. Nat\u00fcrlich ist das vollkommen in Ordnung. Jeder ist frei, zu entscheiden, womit er sich besch\u00e4ftigt. Allerdings, eines muss klar sein, niemand anders als er selbst ist daf\u00fcr verantwortlich.<\/p>\n<p>Kehren wir zur Anfangsaussage zur\u00fcck, dass uns die Hoffnung auf \u201ebessere Zeiten\u201c aus der Gegenwart entf\u00fchrt.<\/p>\n<p>Nur im Jetzt haben wir die M\u00f6glichkeit zu agieren, nicht in der Vergangenheit und nicht in der Zukunft!<\/p>\n<p>Wir kommen nun zu einem ganz wichtigen Punkt:<\/p>\n<p>Die Gegenwart ist eigentlich nicht grau und tr\u00fcbsinnig. Gerade wenn wir in die Natur gehen, was wir regelm\u00e4\u00dfig tun sollten, denn sie ist unsere Urmutter, sehen wir, dass die V\u00f6gel singen, dass der Himmel blau ist, dass die Blumen bl\u00fchen, dass die Luft lau und angenehm ist, dass die Bienen summen und dass wir uns dem eigentlich nur hingeben m\u00fcssten.<\/p>\n<p>Die Negativit\u00e4t ist nicht in dem Augenblick. Sie ist in der Zukunft und in der Vergangenheit. Wenn wir \u201eda\u201c bleiben w\u00fcrden, wenn wir das Gedankengetriebe abschalten w\u00fcrden, w\u00e4re alles gut.<\/p>\n<p>Ich will es mal so sagen: 90% unseres \u201eNichtwohlbefindens\u201c kommt daher, weil wir nicht im Augenblick bleiben.<\/p>\n<p>Hier zeigt sich die Wahrheit der Kernaussage des Yoga, n\u00e4mlich, dass Yoga Konzentration ist. Nur durch die Konzentration auf das, was wirklich im Moment ist, ist Gl\u00fcck permanent.<\/p>\n<p>Es gibt etwas, was ich als den \u201einneren Raum\u201c bezeichne. Man kann ihn f\u00fchlen, wenn man den Atem in der Gegend des Solar Plexus wahrnimmt. In diesem Raum ist absolute Stille, reines Bewusstsein. Wir k\u00f6nnen jederzeit in diesen Raum gehen. Niemand anders hat Zutritt. Allerdings braucht man den passenden Schl\u00fcssel, und das ist die F\u00e4higkeit zur Konzentration.<\/p>\n<p>Wenn wir uns dessen bewusst werden und immer h\u00e4ufiger den \u201eSchl\u00fcssel\u201c finden, werden wir zunehmend zur Selbstverantwortung f\u00fcr unser Leben kommen. Das Verhalten anderer wird an Bedeutung verlieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Albert Camus sagte: \u201eDie gr\u00f6\u00dfte Gefahr im Leben ist die Hoffnung.\u201c Wir Menschen sind darauf programmiert, dass wir Unangenehmes vermeiden wollen. 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