{"id":3558,"date":"2024-05-18T11:45:48","date_gmt":"2024-05-18T09:45:48","guid":{"rendered":"https:\/\/gpflug.de\/website\/?p=3558"},"modified":"2024-05-18T11:45:48","modified_gmt":"2024-05-18T09:45:48","slug":"vegetarier-und-andere-menschen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gpflug.de\/website\/2024\/05\/18\/vegetarier-und-andere-menschen\/","title":{"rendered":"Vegetarier und andere Menschen"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_3560\" aria-describedby=\"caption-attachment-3560\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-3560\" src=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/IMG_20170128_131921-300x225.jpg\" alt=\"Oznor\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/IMG_20170128_131921-300x225.jpg 300w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/IMG_20170128_131921-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/IMG_20170128_131921-768x576.jpg 768w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/IMG_20170128_131921-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/IMG_20170128_131921-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3560\" class=\"wp-caption-text\">oznor<\/figcaption><\/figure>\n<p>Patanjali schreibt in den Yogasutren Kapitel 2, 31 \u00fcber das sogenannte gro\u00dfe Gel\u00fcbde (mah\u0101vratam). Es geht dabei um die Yamas, die ethischen Grunds\u00e4tze des Yoga. Das erste der Yamas ist Ahimsa, die Abwesenheit von Gewalt. Dieses, und auch die anderen vier k\u00f6nnen unabh\u00e4ngig von Zeit, Ort oder Alter von allen Menschen praktiziert werden.<\/p>\n<p>Das bedeutet aber nicht, dass die Yamas von allen gleich praktiziert werden k\u00f6nnen. Polizisten zum Beispiel, m\u00fcssen ab und zu Gewalt anwenden, um ihre Aufgabe, den Schutz der Bev\u00f6lkerung, erf\u00fcllen zu k\u00f6nnen. Das gleiche gilt f\u00fcr Soldaten. Das hei\u00dft, es h\u00e4ngt vom Dharma ab, wie strikt diese innere Haltung praktiziert werden kann. Vyasa erw\u00e4hnt in seinem Kommentar auch die Fischer. Sie k\u00f6nnen Ahimsa praktizieren, ausgenommen gegen\u00fcber Fischen, weil das nun einmal ihr Beruf ist.<!--more--><\/p>\n<p>Von Buddha wird die Geschichte erz\u00e4hlt, dass er einmal in eine sehr hochgelegene Bergregion kam und bei einem J\u00fcnger einkehrte. Der Mann war J\u00e4ger und hatte nur Fleisch als Nahrung, da dort oben nichts wuchs. Verlegen offerierte er es dem Buddha, wissend, dass dieser gegen das T\u00f6ten ist. Buddha bemerkte das und sagte: \u201eEs ist nur Essen!\u201c<\/p>\n<p>F\u00fcr einen Menschen, der das gro\u00dfe Gel\u00fcbde abgelegt hat, der dem Yoga sein Leben geweiht hat, ist die Sache klar. Er wird nie und unter keinen Umst\u00e4nden Gewalt anwenden, auch wenn es um die Verteidigung des eigenen Lebens gehen sollte. Sinngem\u00e4\u00df gilt diese absolute Konsequenz auch f\u00fcr die anderen Yamas. In seinen Augen ist alles Materielle zweitrangig, ergo auch der eigene K\u00f6rper, der sowieso nur ein \u201eKleid\u201c f\u00fcr den Geist ist und nach dem Dahinscheiden wieder eine andere Form annimmt.<\/p>\n<p>Wir sehen, dass es immer auf die Lebensumst\u00e4nde ankommt und auf manches Andere auch.<\/p>\n<p>Wir haben heute in unserer Gesellschaft etliche Str\u00f6mungen, die eine spezielle Ern\u00e4hrung propagieren. Es herrscht auch ein gewisser Wettbewerb, wer ethisch an der Spitze steht. Das nehmen die Veganer f\u00fcr sich in Anspruch.<\/p>\n<p>Sie lehnen alle tierischen Produkte ab. Das mag im pers\u00f6nlichen Bereich m\u00f6glich sein, aber im Gro\u00dfen ist es nicht praktikabel. Landwirtschaft ohne Tierhaltung ist nicht m\u00f6glich! Selbst wenn auf tierische D\u00fcngung verzichtet wird, muss die Zwischenfrucht aus Leguminosen, also in der Regel Kleesorten, bestehen, um Stickstoff in den Boden zu bekommen. Die wiederum dienen als Viehfutter. Man kann es nicht einfach wegwerfen.<\/p>\n<p>In einer veganen Welt g\u00e4be es keine K\u00fche, keine Schafe, keine Ziegen. Die Welt w\u00e4re arm! Die Kosten f\u00fcr eine Kuh, d.h. f\u00fcr den Kauf, das Futter, die Aufzucht und die Schlachtung belaufen sich auf ca. 4000 \u20ac pro Jahr. Das muss \u00fcber Milchprodukte und Fleisch wieder rein kommen.<\/p>\n<p>Ich habe im Lauf der Zeit verschiedene Male biodynamischen Gartenbau nach Rudolf Steiner betrieben. Dazu bedarf es sogenannter Pr\u00e4parate, zum Beispiel Hornmist. Das ist Kuhmist, der in ein Kuhhorn gef\u00fcllt wird und in einer bestimmten Mondphase f\u00fcr einige Monate in die Erde eingegraben wird, um dann in einer gewissen Potenz in die Gartenerde eingebracht zu werden, um die kosmischen Kr\u00e4fte in die Pflanze zu bringen.<\/p>\n<p>Ohne Kuh kein Horn!<\/p>\n<p>Die Zusammenh\u00e4nge sind sehr komplex und man kann nicht einfach sagen: \u201eH\u00f6rt auf, Fleisch zu essen.\u201c Wir haben in unseren Breiten ein sehr hoch entwickeltes Bewusstsein Tieren gegen\u00fcber und es wird st\u00e4ndig weiterentwickelt, was die Haltung anbelangt. Nat\u00fcrlich w\u00e4re es sch\u00f6n, wenn alle Schweine und K\u00fche ihr Leben auf saftigen Wiesen verbringen k\u00f6nnten, aber das ist nicht m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Auch eine ausschlie\u00dflich biologische Landwirtschaft ist illusorisch. Bei jedem Spaziergang sehe ich, dass der Ertrag der Biolandwirte nur halb so hoch ist wie bei den anderen. Das reicht nicht!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nun haben sich \u00fcber die Jahrtausende hinweg bestimmte Lebensformen und damit auch Ern\u00e4hrungsarten entwickelt und das nicht von ungef\u00e4hr.<\/p>\n<p>Wenn ich in S\u00fcdindien bin, esse ich einen Tali, bestehend aus Dal und Reis. Schon die Nordinder haben eine reichhaltigere K\u00fcche, weil es einfach k\u00e4lter ist. F\u00fcr andere Weltregionen gilt Entsprechendes.<\/p>\n<p>Ich halte es f\u00fcr keine gute Entwicklung, dass die Fleischersatzprodukte, vorwiegend auf Sojabasis mit allen m\u00f6glichen Zusatzstoffen, \u00fcber Tausende von Kilometern her transportiert, als Non plus Ultra dargestellt werden.<\/p>\n<p>Wer das f\u00fcr sich so handhaben m\u00f6chte, soll das gerne tun.<\/p>\n<p>F\u00fcr mich ist die gegenseitige Toleranz wichtig. Das ist Kernpunkt von Spiritualit\u00e4t wie ich sie verstehe.<\/p>\n<p>Leider entwickelt sich auch hier Intoleranz, \u00e4hnlich wie in Politik und Gesellschaft. Anstatt zusammenzuwachsen, driften wir immer weiter auseinander, weil jeder glaubt, recht zu haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Patanjali schreibt in den Yogasutren Kapitel 2, 31 \u00fcber das sogenannte gro\u00dfe Gel\u00fcbde (mah\u0101vratam). Es geht dabei um die Yamas, die ethischen Grunds\u00e4tze des Yoga. Das erste der Yamas ist Ahimsa, die Abwesenheit von Gewalt. Dieses, und auch die anderen vier k\u00f6nnen unabh\u00e4ngig von Zeit, Ort oder Alter von allen Menschen praktiziert werden. 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