{"id":3329,"date":"2023-09-02T14:51:05","date_gmt":"2023-09-02T12:51:05","guid":{"rendered":"https:\/\/gpflug.de\/website\/?p=3329"},"modified":"2023-09-02T14:57:31","modified_gmt":"2023-09-02T12:57:31","slug":"yoga-machen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gpflug.de\/website\/2023\/09\/02\/yoga-machen\/","title":{"rendered":"&#8222;Yoga machen&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-3331\" src=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/IMG_20230824_121442-225x300.jpg\" alt=\"IMG_20230824_121442\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/IMG_20230824_121442-225x300.jpg 225w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/IMG_20230824_121442-768x1024.jpg 768w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/IMG_20230824_121442-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/IMG_20230824_121442-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/IMG_20230824_121442-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/>Als ich noch Yogakurse gab, fragten mich die Teilnehmer manchmal, ob ich wirklich jeden Tag Yoga \u201emache\u201c? Man kennt das ja, da soll man jeden Morgen eine Stunde fr\u00fcher aufstehen, um \u00dcbungen zu machen und zu meditieren. Da denkt man dann schon ab und zu daran, liegen zu bleiben, \u201emorgen ist ja auch noch ein Tag und da mach&#8216; ich es bestimmt wieder.\u201c<\/p>\n<p>Ich antwortete auf diese Frage immer, dass ich in jeden Moment \u201eYoga mache\u201c. Erstaunen in der Runde: \u201eWie geht das denn?\u201c<!--more--><\/p>\n<p>Das Missverst\u00e4ndnis liegt darin, dass Yoga bei Vielen nur darin besteht, jeden Tag K\u00f6rper\u00fcbungen zu machen. Das ist nicht so. Die Asanas sind nur ein Teil des Achtfachen Pfades.<\/p>\n<p>Yoga ist eine Daseinsform, eine innere Haltung, die sich in allen Lebensumst\u00e4nden \u00e4u\u00dfert. Um das zu verstehen, muss man wissen, was das Wort Yoga bedeutet. Darin steckt das Wort Joch. Ein Joch verbindet. Ein Ochse ist durch das Joch mit dem zu ziehenden Wagen verbunden.<\/p>\n<p>Yoga verbindet das Irdische mit dem Geistigen.<\/p>\n<p>Eine kleine Geschichte mag verdeutlichen, was das bedeutet. Der Gott Shiva, Sinnbild f\u00fcr das ewige Werden und Vergehen, sa\u00df in tiefer Meditation auf dem heiligen Berg Kailash. Er ist vollkommen und in sich ruhend. Etwas Vollkommenes will nichts erschaffen und nichts ver\u00e4ndern, denn \u2013 es ist ja vollkommen.<\/p>\n<p>Aber \u2013 wenn nichts erschaffen w\u00fcrde, w\u00fcrde es die Welt nicht geben. So ist der zweite Aspekt von Shiva Shakti, der sch\u00f6pferische Aspekt, bildlich dargestellt in seiner Gattin Parvati.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Herr Gemahl in vollkommenem in sich Ruhen verweilte, wurde es ihr langweilig. Sie tanzte um ihn herum und mit jeder Bewegung erschuf sie neue Welten. Sie erfreute sich an dem, was sie erschaffen hatte und verlor sich immer weiter in der materiellen Welt. Schlie\u00dflich blieb nur noch eine vage Erinnerung an ihren Gatten, der das ewig Unwandelbare symbolisierte. Diese schwache Erinnerung ist es, was aller Sch\u00f6pfung inne wohnt. Sie treibt uns an, auf die Suche zu gehen, weil wir in stillen Momenten f\u00fchlen, dass da &#8222;noch was sein muss&#8220;. Der Geist erschafft die Materie, die letztlich zu ihrem Ursprung zur\u00fcck finden muss.<\/p>\n<p>Wir Menschen befinden uns in einer \u00e4hnlichen Situation. Wir rennen hier hin und da hin, besch\u00e4ftigen uns mit allen m\u00f6glichen Dingen und verfangen uns in \u00c4u\u00dferlichkeiten.<\/p>\n<p>Es geht uns wie dem Mann, der auf dem Weg zum Bahnhof ist. Er trifft unterwegs etliche Bekannte und l\u00e4sst sich in Gespr\u00e4che ein, besch\u00e4ftigt sich wohl auch mit manchen Problemen, die an ihn herangetragen werden und als er dann schlie\u00dflich am Bahnhof ankommt, ist der Zug abgefahren.<\/p>\n<p>Erst dann wird ihm bewusst, dass er die Hauptsache, also das, weswegen er eigentlich unterwegs war, verpasst hat.<\/p>\n<p>Yoga wurde entwickelt, um uns den Weg zur\u00fcck finden zu lassen, uns wieder mit dem Geistigen zu verbinden.<\/p>\n<p>Alle Techniken des Yoga sind gewaltfrei. Ahimsa, die Abwesenheit von Gewalt, ist das erste der Yamas, der ersten Stufe des Achtfachen Pfades.<\/p>\n<p>Das Gegenteil von Gewalt ist mitf\u00fchlen, dankbar sein und letztlich eine liebevolle Haltung der Welt gegen\u00fcber.<\/p>\n<p>Diese Haltung sollte unser Denken, F\u00fchlen und Handeln bestimmen. Nur so finden wir den Weg zur\u00fcck zum Ursprung.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich werden wir nie Perfektion erlangen. Solange wir leben, werden wir immer \u201eauf dem Weg\u201c, das hei\u00dft unperfekt sein.<\/p>\n<p>Das ist aber auch nicht der Punkt. Wir haben unser Leben zu leben, wie es unser Karma bestimmt. Was einzig z\u00e4hlt, ist das, was wir damit machen.<\/p>\n<p>Wenn wir unser Leben so ausrichten, \u201emachen wir immer Yoga\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als ich noch Yogakurse gab, fragten mich die Teilnehmer manchmal, ob ich wirklich jeden Tag Yoga \u201emache\u201c? Man kennt das ja, da soll man jeden Morgen eine Stunde fr\u00fcher aufstehen, um \u00dcbungen zu machen und zu meditieren. 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