{"id":3303,"date":"2023-07-25T18:26:28","date_gmt":"2023-07-25T16:26:28","guid":{"rendered":"https:\/\/gpflug.de\/website\/?p=3303"},"modified":"2023-07-25T18:26:28","modified_gmt":"2023-07-25T16:26:28","slug":"kuehe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gpflug.de\/website\/2023\/07\/25\/kuehe\/","title":{"rendered":"K\u00fche"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-3305\" src=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/IMG_20230725_104031-225x300.jpg\" alt=\"IMG_20230725_104031\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/IMG_20230725_104031-225x300.jpg 225w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/IMG_20230725_104031-768x1024.jpg 768w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/IMG_20230725_104031-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/IMG_20230725_104031-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/IMG_20230725_104031-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/>Das Bild, das Sie hier sehen, ist der Titel des neuesten Greenpeace-Heftes, das mir zugesandt wurde. Es \u00e4rgert mich und das in mehrfacher Hinsicht:<\/p>\n<p>Wenn Frauen niedergekommen sind, k\u00f6nnen sie stillen (vielleicht k\u00f6nnen M\u00e4nner das auch bald, wenn man den Genderprofis glaubt). Bei allen S\u00e4ugetierweibchen ist das so, auch bei K\u00fchen.<\/p>\n<p>Offensichtlich wendet sich Greenpeace von den Walen und Delfinen ab und besch\u00e4ftigt sich mit einer Materie, von der sie nichts verstehen. Das haben sie aber gemein mit Cem \u00d6zdemir.<!--more--><\/p>\n<p>Wenn man Milch mit all ihren Weiterverarbeitungsprodukten haben will, muss die Kuh ein Kalb geboren haben, sonst gibt sie keine Milch. Dann g\u00e4be es die meterlangen K\u00fchlregale mit all den Quark-Joghurt-Kefir-Ayran &#8211; und K\u00e4seprodukten nicht, vor denen sich gerne gesundheits- und schlankheitsbewusste Leute aufhalten.<\/p>\n<p>Das ist von der Natur so eingerichtet, ob uns das passt oder nicht. Dies bedeutet nat\u00fcrlich, dass das Leben der Milchk\u00fche aus einer Reihe von Schwangerschaften besteht. Wenn es nach dem Willen des Papstes in Rom ginge, w\u00e4re das bei den Menschenweibchen auch nicht anders. Mein verstorbener Schwiegervater hatte 15 (\u00fcberlebende) Geschwister und das war fr\u00fcher kein Einzelfall. Man kann sich unschwer vorstellen, was das f\u00fcr die Frauen bedeutete.<\/p>\n<p>Auch f\u00fcr die K\u00fche ist das nicht sch\u00f6n und f\u00fcr die K\u00e4lbchen auch nicht. Sie werden den M\u00fcttern weggenommen und zwar innerhalb der ersten Stunde nach der Geburt. Der Hauptgrund daf\u00fcr ist, dass dadurch eine Bindung zwischen Muttertier und Kalb verhindert wird und somit kein Trennungsschmerz entsteht. Nach vierzehn Tagen w\u00e4re das viel schwieriger. Zudem sprechen hygienische Gr\u00fcnde daf\u00fcr.<\/p>\n<p>Eine ideale Welt s\u00e4he so aus, dass K\u00fche nicht tr\u00e4chtig sein m\u00fcssten, um Milch zu geben. Die Milch w\u00fcrde auch so flie\u00dfen und die K\u00e4lbchen fr\u00f6hlich um die M\u00fctter herum springen. Alles spielte sich nat\u00fcrlich auf saftigen gr\u00fcnen Weiden ab.<\/p>\n<p>Da ich zwischen Bauern lebe, wei\u00df ich, wie die Realit\u00e4t aussieht. In der Regel wird ein Hof mit allem, was dazu geh\u00f6rt, von zwei, h\u00f6chstens drei Familienmitgliedern bewirtschaftet. Damit sich Milchwirtschaft lohnt, m\u00fcssen heutzutage mindestens 60 K\u00fche im Stall stehen. Die m\u00fcssen fr\u00fch und abends p\u00fcnktlich gemolken werden. Das Leben ist in diesen Rhythmus eingespannt, auf Jahrzehnte hinaus. Im Alpenvorland gibt es \u00fcberwiegend Einzelgeh\u00f6fte oder Weiler. Hier k\u00f6nnen die K\u00fche auf die Weide, die um die H\u00f6fe herum sind. In Nordbayern ist das anders. Hier sind die H\u00f6fe im Dorf und die Weiden weiter entfernt. Eine Weidewirtschaft ist deshalb schwierig. In der norddeutschen Tiefebene in Westfalen und in Schleswig-Holstein sind die Gegebenheiten wieder g\u00fcnstiger.<\/p>\n<p>Wir haben, gerade im s\u00fcdlichen Deutschland, noch eine kleinteilige Landwirtschaft, die von Familien betrieben wird. Das bedeutet, dass die Arbeitsabl\u00e4ufe schon in annehmbarer Zeit m\u00f6glich sein m\u00fcssen. Der eine Bauer kann nicht morgens und abends hinaus vors Dorf und die K\u00fche zum Melken treiben. Ein bisschen Feierabend sollte sein.<\/p>\n<p>In vergangenen Jahrzehnten gab es vor allem d\u00fcstere St\u00e4lle mit Anbindehaltung. Diese Haltungsform l\u00e4uft aus &#8211; zugunsten gro\u00dfer, luftiger Laufst\u00e4lle. All das ist nicht ideal, aber das ist Nutztierhaltung nie.<\/p>\n<p>Fakt ist, wenn keine K\u00fche zum Melken gehalten w\u00fcrden, g\u00e4be es keine Milchprodukte und sehr sicher auch keine K\u00fche.<\/p>\n<p>Manche glauben, Soja w\u00e4re eine Alternative. Diese Pflanze aber w\u00e4chst bei uns nicht. Soja kommt von weit her, von sehr weit. Es wird in riesigen Monokulturen in Thailand, Brasilien und den USA angebaut. Ich glaube nicht, dass die \u00d6kobilanz besser ist als bei kleinteiliger Milchwirtschaft.<\/p>\n<p>Der Pecorino f\u00fcr die Antipasti oder der Camembert f\u00fcrs Baguette mit Rotwein kommen von Tieren. Die Nutztierhaltung ist eine Folge der Sesshaftwerdung. Es gibt kein zur\u00fcck zum Nomadendasein.<\/p>\n<p>Auf dem Bild wird nach Freiheit f\u00fcrs Vieh gerufen. Da denkt man mal wieder nicht zu Ende, denn gleichzeitig wird die Einwanderung von W\u00f6lfen gef\u00f6rdert. Das passt nicht zusammen. Im Gegenteil wird die Weidewirtschaft dadurch eher zur\u00fcckgehen. Ich habe mich in drei Aufs\u00e4tzen damit auseinandergesetzt.<\/p>\n<p>\u201eW\u00f6lfe mitten im Mai\u201c 1.Mai 2018<\/p>\n<p>\u201eW\u00f6lfe\u201c 22. Oktober 2020<\/p>\n<p>\u201eTiersch\u00fctzer oder psychisch Kranke?\u201c 18. M\u00e4rz 2023<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Bild, das Sie hier sehen, ist der Titel des neuesten Greenpeace-Heftes, das mir zugesandt wurde. Es \u00e4rgert mich und das in mehrfacher Hinsicht: Wenn Frauen niedergekommen sind, k\u00f6nnen sie stillen (vielleicht k\u00f6nnen M\u00e4nner das auch bald, wenn man den Genderprofis glaubt). Bei allen S\u00e4ugetierweibchen ist das so, auch bei K\u00fchen. 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