{"id":3190,"date":"2023-04-13T16:46:40","date_gmt":"2023-04-13T14:46:40","guid":{"rendered":"https:\/\/gpflug.de\/website\/?p=3190"},"modified":"2023-04-13T16:47:15","modified_gmt":"2023-04-13T14:47:15","slug":"carpe-diem","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gpflug.de\/website\/2023\/04\/13\/carpe-diem\/","title":{"rendered":"Carpe Diem"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-3192\" src=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/IMG_20230405_210009-225x300.jpg\" alt=\"IMG_20230405_210009\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/IMG_20230405_210009-225x300.jpg 225w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/IMG_20230405_210009-768x1024.jpg 768w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/IMG_20230405_210009-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/IMG_20230405_210009-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/IMG_20230405_210009-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/>Wohl jeder kennt den Spruch \u201eCarpe Diem\u201c und alle nicken dann wehmutsvoll-weise und sagen: \u201eJa, ja, wir wissen es wohl, jedoch&#8230;\u201c<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich stimmt dieser Spruch. Etwas aus seinem Tag machen, was k\u00f6nnte man dagegen sagen?<\/p>\n<p>Etliches!<!--more--><\/p>\n<p>Zum Beispiel deckt er sich mit all den Bem\u00fchungen, die wir aufwenden, um mehr Selbstwertgef\u00fchl, um mehr \u201eim Augenblick sein\u201c und weniger in der Zukunft oder in der Vergangenheit herumh\u00e4ngen, denn, wie wir alle wissen, nur in der Gegenwart ist das Leben zuhause. Wir wissen auch, dass wir gerne in alten Mustern verharren. Diese Muster haben wir uns irgendwann als \u00dcberlebenstechniken in einer bestimmten Phase unseres Lebens angeeignet und da waren sie vielleicht auch n\u00fctzlich, jetzt aber sind wir \u00e4lter und wir verharren immer noch darin \u2013 weil wir sie kennen und der Mensch ist zwar fasziniert vom Neuen, aber es verursacht eben auch Angst und Unbehagen und deswegen krabbeln wir allzu gerne zur\u00fcck ins bekannte warme Nestchen, obwohl wir genau sp\u00fcren, dass uns das nicht gut tut.<\/p>\n<p>Im Fernsehen und in den Medien wird uns die bunte ferne Welt ins Zimmer gebracht. Tolle Dinge werden von tollen Menschen dort drau\u00dfen erlebt. Die fahren mit dem Schlauchboot den Colorado-River hinab, trekken durch den Himalaya oder tauchen am Great Barrier Reef vor Australiens K\u00fcsten.<\/p>\n<p>Bei uns hingegen reicht es nur zu einer Pauschalreise nach Phuket und unser Spaziergang, den wir jeden Tag machen, ist immer derselbe.<\/p>\n<p>Wenn wir genau hinf\u00fchlen, entdecken wir m\u00f6glicherweise \u00f6fter eine leise oder auch deutlichere Unzufriedenheit mit unserem Dasein.<\/p>\n<p>Hier sind wir am Knackpunkt der Geschichte angelangt.<\/p>\n<p>Es ist nicht leicht, die Balance zwischen dem Wunsch oder auch der Sehnsucht nach dem Ausbrechen aus alten Mustern und der F\u00e4higkeit, trotzdem Zufriedenheit und Gl\u00fcck in und mit unserem gegenw\u00e4rtigen Dasein zu wahren.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst ist zu sagen, dass alles, was geschieht, seinen Wert hat. Jedes Stadium im Leben hat seinen Sinn und erscheint notwendig, denn sonst w\u00e4re es ja nicht so, wie es ist.<\/p>\n<p>Jetzt mag mancher einwenden, wo denn dann der Unterschied zu dem sei, der in den Tag hineinlebt, morgens seinen ersten Prosecco s\u00fcffelt und ansonsten sein Leben auf der Couch verbringt?<\/p>\n<p>Die Antwort ist: Qualit\u00e4t ist nicht eine Frage von Quantit\u00e4t. Der immer gleiche Spaziergang kann t\u00e4glich ein Universum von Lebensf\u00fclle hervorbringen, die dem, der gerade durch den Grand Canyon paddelt, weit \u00fcberlegen ist.<\/p>\n<p>In jeder Lebensphase ist es m\u00f6glich, \u201e den Tag zu leben\u201c.<\/p>\n<p>Wichtig ist, die F\u00e4higkeit zu entwickeln, immer wieder den gegenw\u00e4rtigen Augenblick wahrzunehmen. Sicher, die Gedanken wandern schnell woanders hin, aber dann gehen wir eben wieder zur\u00fcck ins Jetzt.<\/p>\n<p>Immanuel Kant hat K\u00f6nigsberg nie verlassen. Er ging sein Leben lang immer denselben Spazierweg und immer zur gleichen Zeit. Die Leute stellten ihre Uhren nach ihm.<\/p>\n<p>Glaubt einer, dass sein Leben eingeschr\u00e4nkt gewesen sei?<\/p>\n<p>Eine kleine Meditation jeden Tag kann helfen, bei sich zu sein und die F\u00fclle des Augenblicks wahrzunehmen.<\/p>\n<p>Es liegt in der Natur des Menschen, immer mehr zu wollen. Fahren wir mit dem Schiff an einer n\u00e4chtlichen K\u00fcste entlang, wollen wir dort sein. Sehen wir von eben dieser K\u00fcste auch die fernen Lichter eines Schiffes, denken wir, wie sch\u00f6n es w\u00e4re, auf diesem Schiff zu sein.<\/p>\n<p>Einige Minuten t\u00e4glich zu festen Zeiten dem Atem lauschen, einige Minuten meditatives Innehalten wirken Wunder und lassen uns wahrnehmen, wie reich das Leben ist.<\/p>\n<p>Auch au\u00dferhalb des Himalayas!<\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wohl jeder kennt den Spruch \u201eCarpe Diem\u201c und alle nicken dann wehmutsvoll-weise und sagen: \u201eJa, ja, wir wissen es wohl, jedoch&#8230;\u201c Nat\u00fcrlich stimmt dieser Spruch. Etwas aus seinem Tag machen, was k\u00f6nnte man dagegen sagen? 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