{"id":3124,"date":"2023-01-15T09:15:16","date_gmt":"2023-01-15T08:15:16","guid":{"rendered":"https:\/\/gpflug.de\/website\/?p=3124"},"modified":"2023-01-15T09:15:56","modified_gmt":"2023-01-15T08:15:56","slug":"dharma-das-gesetz-des-universums","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gpflug.de\/website\/2023\/01\/15\/dharma-das-gesetz-des-universums\/","title":{"rendered":"Dharma &#8211; Das Gesetz des Universums"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-3126\" src=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/PICT1619-225x300.jpg\" alt=\"PICT1619\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/PICT1619-225x300.jpg 225w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/PICT1619-768x1024.jpg 768w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/PICT1619-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/PICT1619-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/PICT1619.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/>Dharma &#8211; das gro\u00dfe Gesetz &#8211; oder auch deine Lebenslandkarte<\/p>\n<p>Leben bedeutet handeln. Es ist unm\u00f6glich, nicht zu handeln. Selbst wenn du \u201dnur\u201d dasitzt und an nichts besonderes denkst, handelst du; denn auch Denken ist eine T\u00e4tigkeit. Da Leben also ein Synonym f\u00fcr Handeln zu sein scheint, w\u00e4re es erstrebenswert, energetisch, klar, konzentriert und effektiv handeln zu k\u00f6nnen, d.h. intuitiv in einer gegebenen Situation das richtige zu tun.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Vielleicht hast du schon einmal das Wort Tao geh\u00f6rt? Das ist eine Philosophie die aus China kommt. Tao hei\u00dft soviel wie Gesetz. Puristen werden hier einwenden, dass sich das Tao nicht definieren l\u00e4sst, und wer es benennt und definiert, der muss sich gedanklich auf ein Gegenteil beziehen, denn etwas definieren hei\u00dft ja, es von etwas anderem absondern, es trennen. Das Tao aber sei ja gerade die Einheit jenseits der Dualit\u00e4t. Der Einwand stimmt, aber irgendwie muss ich versuchen, die Sache zu erkl\u00e4ren.<!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Wasser ist ein beliebtes Bild um deutlich zu machen, was Tao bedeutet. Es flie\u00dft wo immer es eine M\u00f6glichkeit hat. Es f\u00fcllt die kleinste Ritze aus. Ist das Gef\u00e4lle stark, dann flie\u00dft es schneller. Ist sein Bett breit, dann flie\u00dft es langsam und majest\u00e4tisch. Es erscheint m\u00fchelos wenn wir ihm zuschauen. Es ist gleichzeitig sanft und kraftvoll. Auf die Dauer vermag ihm nichts zu widerstehen. Es flie\u00dft, weil es flie\u00dft weil es fl&#8230;&#8230;usw. Absichtslos und doch ungeheuer effektiv.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Tao &#8222;plant&#8220; nicht, denn auch dass w\u00e4re Dualit\u00e4t. Es ist.<\/p>\n<p>Im Tao zu sein, bedeutet,\u00a0 sein wie das Wasser. Wenn du m\u00fcde bist, dann schl\u00e4fst du. Du planst nicht, jetzt noch ein bisschen durchzuhalten, und sp\u00e4ter zu schlafen. Wenn du Hunger hast, dann isst du. Jetzt, und nicht sp\u00e4ter! Du sp\u00fcrst, wann\u00a0 Aktivit\u00e4t angesagt ist, und du ruhst, wenn die Zeit daf\u00fcr ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Du lebst vollkommen in der Gegenwart. Das bedeutet nun nicht, dass du nur von einer Minute zur anderen lebst. Vielmehr lernst du, in Einheiten zu denken.<\/p>\n<p>Du kannst dich in bestimmten Situationen nicht hinlegen und schlafen, zum Beispiel in deiner Firma. Du wei\u00dft aber in der Regel vorher, was dich in etwa erwartet und kannst dich darauf einstellen. Wenn du einen Achtstundentag durchstehen musst, dann wirst du eben vorher genug Schlaf tanken. Dieser Arbeitstag ist sozusagen das Gro\u00dfsystem das im Moment anliegt. Dies unterteilst du in deiner Wahrnehmung immer weiter. Wenn du zwischendurch mal das Bed\u00fcrfnis hast, zu entspannen, indem du\u00a0 f\u00fcr zwei Minuten die Augen schlie\u00dft, dann wirst du daf\u00fcr M\u00f6glichkeiten finden, und wenn es auf der Toilette ist. Es geht darum, immer so gut wie m\u00f6glich zu sp\u00fcren, was du brauchst. Da du voll da bist, ist dein Handeln effektiv und befriedigend, weil nichts von dir in der Zukunft und in der Vergangenheit herumh\u00e4ngt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich h\u00f6re dich jetzt (vielleicht) fragen , ob das denn geht, so ganz ohne Ordnung und Regeln? Diese Frage zeigt, wie tief\u00a0 wir in der Dualit\u00e4t verwurzelt sind; denn indem du nach Ordnung fragst, hast du das Gegenteil von ihr vor Augen und bist nicht im Tao, denn Tao ist\u00a0 Einheit. Aber zur\u00fcck zu deiner (eventuellen) Frage nach der Ordnung.<\/p>\n<p>Unser ganzes Universum ist ein riesiges System in dem alles von den Planetenbahnen bis zum Flug einer Bl\u00fctenpolle nach Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten abl\u00e4uft. Auch wir Menschen sind darin eingebettet. Wenn ein Teil dieses Systems die Ordnung verl\u00e4sst dann versucht diese, wieder einen Ausgleich herzustellen. Wenn es zum Beispiel zu viele M\u00e4use gibt, dann steigt auch die Anzahl der Raubv\u00f6gel, um sie wieder auf ein\u00a0 ertr\u00e4gliches Ma\u00df zu bringen. Wenn es dir als Individuum gelungen ist, deinen Platz und deine Rolle in diesem System zu finden und einzunehmen, dann wird die Frage nach Regeln \u00fcberfl\u00fcssig. \u00c4hnlich ist es mit der Frage nach dem Sinn des Lebens. Sie taucht nur auf, wenn er zeitweilig verloren gegangen ist. Wir werden dieses Problem im n\u00e4chsten Kapitel \u201dKarma\u201d weiter diskutieren.<\/p>\n<p>Die Yogis nennen das gro\u00dfe Gesetz, das Tao, Dharma.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es liegt eine gro\u00dfe Selbstverst\u00e4ndlichkeit und Ruhe in diesem Gesetz. Wenn du einmal einen Zipfel davon erhascht hast, dann wirst du dich immer wieder auf den Weg machen, um zu versuchen, tiefer einzudringen, weil du merkst, dass du dort findest, was du dein Leben lang gesucht hast.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>F\u00fcr mich dr\u00fcckt sich das Wesen des Tao am besten in den Gedichten der taoistischen Weisen aus. Ich stelle dir hier\u00a0 zwei davon vor. Sie sind von einem chinesischen Dichter Namens Wang An-shih. Er lebte von 1021 &#8211; 1086.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bamboo shadows sweep the stairs, but<\/p>\n<p>dust is undisturbed.<\/p>\n<p>The moonlight penetrates deep into the pond,<\/p>\n<p>but leaves no trace in the water.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Schatten des Bambus streicht \u00fcber die Stufen<\/p>\n<p>aber der Staub bleibt davon unber\u00fchrt.<\/p>\n<p>Das Mondlicht dringt tief in den Teich,<\/p>\n<p>aber es hinterl\u00e4\u00dft keine Spuren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>The wind ceases, yet blossoms fall.<\/p>\n<p>Birds sing, yet the valley becomes more quiescent.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In the bamboo groves, my thatched house is build by<\/p>\n<p>the rocks.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Through openings among the stems of the bamboo,<\/p>\n<p>the distant village is seen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>I take it easy all day, and receive no visitors.<\/p>\n<p>But the pure breeze sweeps the path leading to my door.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Wind schl\u00e4ft ein und doch fallen Bl\u00fcten<\/p>\n<p>V\u00f6gel singen und doch wird das Tal stiller.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mein Haus ist\u00a0 aus Steinen erbaut,<\/p>\n<p>inmitten der Bambushaine<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Durch die Bambusst\u00e4mme, sehe ich in der Ferne das Dorf.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gelassen lebe ich meine Tage und empfange keine Besucher.<\/p>\n<p>Aber der Wind kehrt den Pfad zu meiner T\u00fcr.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Entnommen: \u201eTao, a new way of thinking\u201d von Chang Chung \u2013 yuan, Perennial Library 1977<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Um gelassen und intuitiv richtig handeln zu k\u00f6nnen, m\u00fcssen wir versuchen, m\u00f6glichst oft im Sattvazustand zu sein. Nur dann sind wir in der Lage, das Wirken des Tao oder Dharma in uns und um uns herum zu erkennen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es ist das gro\u00dfe Gesetz nach dem die Sch\u00f6pfung abl\u00e4uft. Die Sonne l\u00e4uft in ihrer Bahn bis zu dem ihr bestimmten Ende. Sie h\u00e4lt und ern\u00e4hrt die Erde mit all ihren Lebewesen. Diese wiederum existieren nach ihren eigenen Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten. Es ist ein Kette, ein System in dem alles zusammenh\u00e4ngt und ineinander greift. Wenn sich ein Teil dieses Systems aus irgendwelchen Gr\u00fcnden aus dem Dharma l\u00f6st, dann knirscht es im Getriebe und f\u00fchrt zu Leid und Katastrophe. Stell dir vor, die Erde w\u00fcrde ihre Bahn um ein geringf\u00fcgiges \u00e4ndern. Es h\u00e4tte gigantische Folgen f\u00fcr alles Leben. Wenn aber alles was existiert seinem Dharma folgt, dann herrscht Harmonie.<\/p>\n<p>(wird fortgesetzt)<\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dharma &#8211; das gro\u00dfe Gesetz &#8211; oder auch deine Lebenslandkarte Leben bedeutet handeln. Es ist unm\u00f6glich, nicht zu handeln. Selbst wenn du \u201dnur\u201d dasitzt und an nichts besonderes denkst, handelst du; denn auch Denken ist eine T\u00e4tigkeit. 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