{"id":2968,"date":"2022-08-26T17:28:51","date_gmt":"2022-08-26T15:28:51","guid":{"rendered":"https:\/\/gpflug.de\/website\/?p=2968"},"modified":"2022-08-26T17:42:19","modified_gmt":"2022-08-26T15:42:19","slug":"im-sog-shaktis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gpflug.de\/website\/2022\/08\/26\/im-sog-shaktis\/","title":{"rendered":"Im Sog Shaktis"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-2970\" src=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_20220826_171018-225x300.jpg\" alt=\"IMG_20220826_171018\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_20220826_171018-225x300.jpg 225w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_20220826_171018-768x1024.jpg 768w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_20220826_171018-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_20220826_171018-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_20220826_171018-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/>Das Wesen der materiellen Welt ist die st\u00e4ndige Bewegung und der Wechsel. Es gibt nie Stillstand. In dem Ma\u00dfe, in dem wir uns in diesen Wirbel begeben, in dem Ma\u00dfe machen wir uns abh\u00e4ngig und sind ihm ausgeliefert. Es liegt in der Natur des menschlichen Denkens, dass wir mehr oder weniger insgeheim ein Ende oder eine L\u00f6sung erwarten. Diese geheime Sehnsucht dr\u00fcckt sich auch aus, wenn wir uns in einem Film \u00fcber das Happyend freuen.<\/p>\n<p>Im wahren Leben gibt es aber kein Ende.<!--more--><\/p>\n<p>In der indischen Mythologie ist dies sehr sch\u00f6n dargestellt in der Gestalt des Shiva Nataraja, des tanzenden Shiva. Shiva repr\u00e4sentiert den g\u00f6ttlichen Aspekt des Vergehens und Neuentstehens. Als Nataraja durchtanzt er die Sch\u00f6pfung, zerst\u00f6rt und erschafft fortw\u00e4hrend neu und bleibt selbst, ein ewiges L\u00e4cheln auf den Lippen, unber\u00fchrt davon. Er symbolisiert den Purusa, ewig, in sich selbst ruhend. Seine weibliche, tanzende Seite, Shakti, ist vergleichbar mit Prakrti, der Materie. Sie ist in immerw\u00e4hrender Bewegung, dem Tanz des Erschaffens und Ersterbens. In diesem Bild erg\u00e4nzen sich das m\u00e4nnliche und weibliche Moment.<\/p>\n<p>Shakti ist die Sch\u00f6pferkraft. Sie kann nicht aufh\u00f6ren, zu erschaffen. Es liegt wiederum im Wesen des Erschaffenen, dass es fr\u00fcher oder sp\u00e4ter einem Anderen weichen muss.<\/p>\n<p>Das menschliche Denken ist in der Regel linear. Wir neigen zum Festhalten. Wechsel und Ver\u00e4nderung macht uns Angst. Insofern liegen wir in st\u00e4ndigem Konflikt mit der Natur des Daseins. Gleichzeitig ist da die st\u00e4ndige Sehnsucht nach Frieden.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen uns damit vertraut machen, dass wir diesen Frieden nur in der Hingabe an den Fluss der Dinge erringen.<\/p>\n<p>Manchmal, in stillen Momenten, f\u00fchlen wir ein Sehnen, ganz tief innen. Wir f\u00fchlen, dass wir uns in den Wirbeln von Shakti verlieren. Wir merken, dass der Frieden und das Gl\u00fcck wo ganz anders zu finden sind als im Materiellen. Allzu oft gehen wir dann \u00fcber solche Momente hinweg und kehren in unser altes Schema zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Prakriti, die Materie, ist gesteuert von Karma. Ihre Grundbausteine, die Gunas, gruppieren sich entsprechend. Das ist im Individuellen genauso wie im Gro\u00dfen. Das, was au\u00dferhalb unserer selbst passiert, hat mit unserem Karma nichts zu tun. Es folgt eigenen Gesetzen. Wenn wir uns an dieses Geschehen zu sehr binden, ist das \u201ethe road to hell\u201c.<\/p>\n<p>Ein kleines Beispiel mag das verdeutlichen. Heute war auf BR24 zu lesen: \u201eExperte: Es ist kein Wunder, dass Hitler Karl May mochte.\u201c<\/p>\n<p>Was war passiert? Der Verlag Ravensburger hatte ein Jugendbuch \u201eDer junge Winnetou\u201c herausgebracht. Daraufhin shit-st\u00fcrmte die linke Szene und brandmarkte Karl May als rassistisch. Der vorgenannte \u201eExperte\u201c r\u00fcckte die Karl May Leser in die N\u00e4he Hitlers, und das ist ja der Supergau. Der Verlag zog das Werk zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Ich, und Millionen Kinder und Jugendliche haben Winnetou gelesen. Ich sehe mich noch heute, Tr\u00e4nen unterdr\u00fcckend, in unserer K\u00fcche sitzen, als in Band III der edle H\u00e4uptling von der Hand des Schurken Santer sterben musste.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich \u00e4rgert mich das Ganze, denn wenn wir anfangen, die Literatur vergangener Jahrhunderte umzuschreiben, dann bliebe von unserem kulturellen Erbe nichts mehr \u00fcber. Am Ende wird noch verlangt, dass alles im Gendermischmasch neu geschrieben wird. Dabei kommt es darauf an, das Literatur aus vergangenen Zeiten im Kontext eben dieser Zeiten gelesen werden muss. Aber &#8211; das verlangt nat\u00fcrlich eine gewisse Geschichtskenntnis und auch sonst ein bisschen Denken.<\/p>\n<p>Viele solcher Ereignisse st\u00fcrmen auf uns ein. Wir w\u00fcrden aus dem ungl\u00fccklich Sein nie mehr herauskommen, wenn wir uns nicht distanzieren k\u00f6nnten. Wir m\u00fcssen uns geistig disziplinieren und die Dinge ins rechte Licht r\u00fccken. Der \u201eExperte\u201c zieht sein Ding durch. Vielleicht ist er froh, auch mal wieder zu Wort zu kommen, nachdem in den vergangenen Jahren kein Hahn nach ihm kr\u00e4hte? Wer wei\u00df es? Die linken \u201eAktivisten\u201c shit-st\u00fcrmen alles, was nicht in ihr kleines Weltbild passt. Das ist deren Karma. Was hat das mit mir oder Ihnen zu tun?<\/p>\n<p>Nichts!<\/p>\n<p>Ziel des Yoga ist, in der absoluten Erkenntnis Shivas zu verharren. Sich inmitten des Wandels zu jedem Augenblick bewusst zu bleiben, dass das alles nur ein Spiel Shaktis ist.<\/p>\n<p>Dies gelingt aber nur, wenn wir die letzte Stufe des Achtfachen Pfades, Samadhi, erreicht haben. F\u00fcr die meisten von uns wird dies nicht passieren.<\/p>\n<p>Uns bleibt \u201enur\u201c, durch Jnana (Wissen, Erkenntnis, Weisheit) die Dinge immer wieder in die richtige Perspektive zu r\u00fccken. Dabei ist es hilfreich, im Erleben des Hier und Jetzt zu bleiben. Das wird ohne die Kerndisziplin des Yoga, Konzentration, nicht gehen, denn unsere Sinne sind wie wilde Pferde, die an die Z\u00fcgel genommen werden m\u00fcssen (so gut es eben geht).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Wesen der materiellen Welt ist die st\u00e4ndige Bewegung und der Wechsel. Es gibt nie Stillstand. In dem Ma\u00dfe, in dem wir uns in diesen Wirbel begeben, in dem Ma\u00dfe machen wir uns abh\u00e4ngig und sind ihm ausgeliefert. 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