{"id":2792,"date":"2022-02-25T17:03:27","date_gmt":"2022-02-25T16:03:27","guid":{"rendered":"https:\/\/gpflug.de\/website\/?p=2792"},"modified":"2022-02-25T17:33:36","modified_gmt":"2022-02-25T16:33:36","slug":"lalaland-und-der-grosse-baer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gpflug.de\/website\/2022\/02\/25\/lalaland-und-der-grosse-baer\/","title":{"rendered":"Lalaland und der gro\u00dfe B\u00e4r"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-2795\" src=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/IMG_20210731_150534-300x225.jpg\" alt=\"IMG_20210731_150534\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/IMG_20210731_150534-300x225.jpg 300w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/IMG_20210731_150534-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/IMG_20210731_150534-768x576.jpg 768w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/IMG_20210731_150534-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/IMG_20210731_150534-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Es war einmal ein kleines Land in der Mitte Europas, das hie\u00df Lalaland. Die Lalal\u00e4nder waren flei\u00dfige Leute, die fr\u00fch aufstanden, manchmal bevor die H\u00e4hne kr\u00e4hten, und zur Arbeit fuhren. Sie bauten ihre kleinen H\u00e4uschen drau\u00dfen auf dem Land und arbeiteten meistens in der Stadt. Das machte aber nichts, denn sie hatten ja ihre Autos, mit denen sie gerne fuhren, manchmal auch ein bisschen schneller. Sie waren immer gro\u00dfe Erfinder gewesen. Zum Beispiel hatten sie auch ihre Autos erfunden. Fr\u00fcher gab es unter ihnen weise Leute, die die Welt erkl\u00e4rten und auch solche, die ganz sch\u00f6ne Musik schreiben konnten oder sch\u00f6ne B\u00fccher, die dann in der ganzen Welt gelesen wurden.<!--more--><\/p>\n<p>Sie lebten gl\u00fccklich hinter ihren dunklen W\u00e4ldern und a\u00dfen gerne ihren Schweinebraten und tranken dazu ihr Bier. Das war auch ber\u00fchmt in der ganzen Welt. Darauf waren sie stolz.<\/p>\n<p>Vor vielen Jahren hatten die Lalal\u00e4nder einmal etwas ganz, ganz Schlimmes getan. So schlimm, dass sie gesagt haben: \u201eNie, nie wieder machen wir so was. Sie hatten n\u00e4mlich ihre Nachbarn \u00fcberfallen und die hatten das gar nicht gern und so sind sie damals nach Lalaland einmarschiert und haben die Lalal\u00e4nder ordentlich bestraft.<\/p>\n<p>Aber wie es so im Leben ist, die Zeit verging und irgendwann waren dann wieder alle Freunde. Die Lalal\u00e4nder schafften sich auch wieder eine kleine Armee an, aber die mochten sie eigentlich nicht so richtig, weil die mit den b\u00f6sen Schie\u00dfgewehren herumfuchtelten. Sie wollten viel, viel lieber ganz gut sein, so richtig gut. Viel guter als alle anderen auf der ganzen Welt.<\/p>\n<p>Und so beschlossen sie, all das abzuschaffen, was ihnen bisher so viel Spa\u00df gemacht hatte. Und weil ihnen das noch nicht gut genug war, beschlossen sie, die Welt zu retten. Denn sie, die Lalal\u00e4nder wussten viel besser als alle anderen, dass eine ganz, ganz b\u00f6se Fee aus dem hintersten Winkel des Lalal\u00e4nder Waldes beschlossen hatte, die Welt zu vernichten. Diese b\u00f6se Fee war die Fee Klimakatastrophe. Das machte den Lalal\u00e4ndern ganz, ganz viel Angst und sie zogen sich ihre Zipfelm\u00fctzen bis \u00fcber die Augen. Das machten sie immer, wenn sie Angst hatten, und sie hatten eigentlich immer Angst. Daf\u00fcr waren sie in der ganzen Welt bekannt.<\/p>\n<p>Sie fragten die b\u00f6se Fee, ob es denn gar nichts g\u00e4be, sie zu beschwichtigen. Diese nickte h\u00e4misch und sagte, dass es da schon etliches g\u00e4be.<\/p>\n<p>Und so kam es, dass die kleinen Lalal\u00e4nder alle ihre b\u00f6sen Kraftwerke abschalteten, weil die die Luft verpesteten. Daf\u00fcr bauten sie viele, viele Windm\u00fchlen im ganzen Land und mit gro\u00dfen dunklen Scheiben wollten sie die Sonne einfangen, um Strom zu erzeugen. Sogar das Holz ihrer dunklen W\u00e4lder wollten sie irgendwann nicht mehr verbrennen, weil das auch b\u00f6se war. Einige, die nicht so gescheit waren, sagten zwar, dass die Sonne nicht immer da sei, vor allem nachts und dass der Wind nicht immer wehe, vor allem bei Windstille, aber das waren nur die b\u00f6sen Schwurbler. Die sagten auch, dass die ganze Welt weiter b\u00f6se Kraftwerke bauen w\u00fcrde und dass das alles ziemlich sinnlos sei, was sie da machen w\u00fcrden, aber das interessierte die Lalal\u00e4nder nicht, weil sie einfach mehr wussten als alle anderen zusammen.<\/p>\n<p>Irgendwann sagten sie sich auch: \u201eUns geht es so gut und wir waren so schlecht fr\u00fcher, dass wir viele, denen es nicht so gut geht, zu uns holen m\u00fcssen.\u201c Das taten sie dann auch. Und es kamen viele. Da kamen dann ganz dumme Sachen vor, zum Beispiel, dass die Lalal\u00e4nderinnen nicht mehr so einfach nachts durch die sch\u00f6nen Lalal\u00e4nder Parks rennen konnten. Aber das ertrugen sie tapfer, denn sie retteten ja die Welt, da durfte man nicht auf solche Kleinigkeiten schauen.<\/p>\n<p>Sie wollten pl\u00f6tzlich auch ihre Sprache nicht mehr. Die Sprache, in der ihre gro\u00dfen M\u00e4nner und Frauen unverg\u00e4ngliche Werke geschrieben hatten. Sie sei b\u00f6se, sagten sie. Und sie unterdr\u00fccke die Lalal\u00e4nder Frauen und die, die noch nie so richtig jemand gesehen hat, n\u00e4mlich die, die irgendwie was anderes sind.<\/p>\n<p>Die Leute aus den L\u00e4ndern, die um Lalaland herum lagen, sahen all das und wunderten sich sehr. Sie sagten, irgendwann werdet ihr im Dunkeln sitzen, aber die wussten nat\u00fcrlich nicht so gut Bescheid wie die Lalal\u00e4nder, die Armen.<\/p>\n<p>Jedenfalls bem\u00fchten sich die Lalal\u00e4nder sehr, gut zu sein und ihre Schuld abzutragen. Sie waren sogar bereit, auf ihren Schweinebraten zu verzichten. Immer, wenn in der Welt und auch bei sich zu Hause etwas Schlimmes passierte, z\u00fcndeten sie Teelichte an und fassten sich bei den H\u00e4nden und dachten heimlich: \u201eWir sind besser als ihr anderen.\u201c<\/p>\n<p>Eigentlich sollte durch all diese guten Taten nur noch Liebe und Eintracht im Lalaland sein. Aber seltsamerweise war das nicht so. Je besser sie sein wollten, desto mehr Streit gab es im Land. Sie stritten sich um Kr\u00f6tenz\u00e4une und ob man statt zwei jetzt drei oder mehr Klos bauen m\u00fcsse, f\u00fcr die, die keiner so richtig kennt. Und ob man noch der, die, das sagen d\u00fcrfe und andere ganz, ganz wichtige Dinge mehr. Irgendwann wurde es auch zu teuer, mit ihren sch\u00f6nen, selbstgebauten Autos in die Arbeit zu fahren, weil sie das Benzin so teuer gemacht hatten, denn das war auch b\u00f6se.<\/p>\n<p>Manchmal, in Momenten der Erleuchtung, sagten sogar manche, dass es friedlicher zugegangen sei, damals, als es noch Schweinebraten gab und man noch unter sich war und eher einfarbig und weniger bunt. Aber das sagten nur verkappte Schwurbler.<\/p>\n<p>So ganz lieb sind sie auch sonst nicht. In ihren tiefen W\u00e4ldern und dunklen H\u00f6hlen schmieden sie nach wie vor schreckliche Waffen. Darin sind sie so gut, dass sie die viertgr\u00f6\u00dften Waffenlieferanten der ganzen Welt sind.<\/p>\n<p>Aber das vergessen sie ganz schnell wieder und z\u00fcnden ein paar Teelichte an.<\/p>\n<p>Eines Morgens wachten sie auf und erschraken sehr. Gar nicht so weit im Osten, da wo die W\u00e4lder noch dunkler sind als in Lalaland, war pl\u00f6tzlich der gro\u00dfe wilde B\u00e4r aufgewacht, der sich sonst immer so tapsig herumf\u00fchren lie\u00df. Er br\u00fcllte schrecklich und die Lalal\u00e4nder bekamen gro\u00dfe Angst und zogen gleich ihre Zipfelm\u00fctzen \u00fcber die Augen, aber das n\u00fctzte nichts. Der b\u00f6se B\u00e4r tobte weiter und br\u00fcllte, dass er ihnen die H\u00f6lle hei\u00df machen w\u00fcrde, wenn sie ihn weiter \u00e4rgern w\u00fcrden. Damit meinte er nat\u00fcrlich das Gegenteil, n\u00e4mlich dass er ihnen die K\u00e4lte bringen w\u00fcrde, indem er ihnen den Gashahn zudreht.<\/p>\n<p>Da schauten sie verschreckt zu ihrer ungeliebten Armee und merkten, dass die zwar gute Kinderg\u00e4rten, aber zu wenige Flugzeuge und Panzer und Schie\u00dfgewehre hat, um den b\u00f6sen B\u00e4ren abzuwehren, wenn der mal in Lalaland vorbeikommt.<\/p>\n<p>Pl\u00f6tzlich erschien das der, die, das Problem nicht mehr gar so wichtig und die Toilettenfrage auch nicht.<\/p>\n<p>Da merkten die kleinen Lalal\u00e4nder allm\u00e4hlich, dass sie nur so lange in ihrem kleinen Sandkasten spielen d\u00fcrfen, solange es den b\u00f6sen B\u00e4ren, die nicht nur im Osten leben, gef\u00e4llt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es war einmal ein kleines Land in der Mitte Europas, das hie\u00df Lalaland. 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