{"id":2551,"date":"2021-08-11T14:39:46","date_gmt":"2021-08-11T12:39:46","guid":{"rendered":"https:\/\/gpflug.de\/website\/?p=2551"},"modified":"2021-08-11T14:41:05","modified_gmt":"2021-08-11T12:41:05","slug":"tat-twam-asi-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gpflug.de\/website\/2021\/08\/11\/tat-twam-asi-2\/","title":{"rendered":"Tat Twam Asi &#8211;  Das bist du Teil 2"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_2553\" aria-describedby=\"caption-attachment-2553\" style=\"width: 225px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2553\" src=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/IMG_20191223_170533-225x300.jpg\" alt=\"rpt\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/IMG_20191223_170533-225x300.jpg 225w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/IMG_20191223_170533-768x1024.jpg 768w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/IMG_20191223_170533-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/IMG_20191223_170533-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/IMG_20191223_170533-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2553\" class=\"wp-caption-text\">rpt<\/figcaption><\/figure>\n<p>Aber es gibt einen Bereich der Sch\u00f6nheit, den wir bisher nicht angesprochen haben und der nie zu Erm\u00fcdung, \u00dcbers\u00e4ttigung und Langeweile f\u00fchrt, es ist die Sch\u00f6nheit des Denkens. Wenn wir darin Gefallen finden, gibt es keinerlei Nachteile, sondern nur Gewinn. Rekapitulieren wir kurz. Wir hatten gesagt, dass unser Bed\u00fcrfnis nach Besitz auch zu unserer Identit\u00e4t beitr\u00e4gt. Nun ist nicht zu verschweigen, dass das agieren auf dieser materiellen Ebene immer auch Folgen hat, die nicht so positiv zu betrachten sind. Erwerb, und sei es aus noch so verst\u00e4ndlichen Gr\u00fcnden heraus, ist immer auch Konsum und damit Verbrauch von Ressourcen. Niemandem f\u00e4llt offensichtlich auf, wenn wir in den Zeitungen von einem Wirtschaftswachstum von soundsoviel Prozent lesen, dass damit auch eine gewisse Ausbeutung unseres Planeten einhergeht. Es geht um Regenw\u00e4lder, die in Jahrhunderten entstanden sind.<!--more--><\/p>\n<p>Es geht um die Tiere, die darin leben und deren Lebensraum unwiederbringlich verloren ist. Jeder, der ein gewisses Bewusstsein hat, sieht diese Folgen t\u00e4glich. Ich brauche mich hier nicht in ungez\u00e4hlten Beispielen verlieren.<\/p>\n<p>So wie wir uns Dinge aneignen, k\u00f6nnen wir uns auch Gedanken aneignen. Ich empfinde es als ausgesprochenen Genuss, wenn ich mich in philosophische Gedankengeb\u00e4ude einlese. Es erschlie\u00dft sich immer wieder eine neue Welt f\u00fcr mich. Die Sch\u00f6nheit eines logischen Gedankenganges fasziniert mich\u00a0 und l\u00e4sst mich die Welt und damit nat\u00fcrlich auch meine Beziehung zu ihr in anderer Sicht erleben. Ich m\u00f6chte dich, lieber Leser hier mit einer Literaturgattung bekannt machen, die h\u00e4ufig den\u00a0 hier behandelten Gegenstand, n\u00e4mlich unsere Identit\u00e4tsfindung inmitten einer Welt des Wandels, zum Inhalt hat.<\/p>\n<p>Es sind die Upanischaden des alten Indien. Upanisad bedeutet nahe sitzen. Es handelt sich um Unterweisungen, die ein Guru seinem Sch\u00fcler zuteil werden l\u00e4sst. Dabei sitzt der Letztere zu F\u00fc\u00dfen des Lehrers, daher der Name. Es geht dabei um die letzten Fragestellungen, mit denen sich der Mensch konfrontiert sieht. Was bin ich? Wer bin ich? Was ist der innerste Kern des Seins. Wohin gehe ich? Wie ist die Beziehung zwischen Gott, Welt und Mensch? Die Upanischaden enthalten Gedanken von bestechender Klarheit. Selbst wenn man einer anderen Philosophie anh\u00e4ngt, kann man sich der Sch\u00f6nheit der Beweisf\u00fchrung nicht entziehen. Denn, gleichg\u00fcltig wie unser philosophisches oder religi\u00f6ses Weltbild auch aussehen mag, es lohnt immer, sich andere Sichtweisen anzusehen und mit dem eigenen Standpunkt zu vergleichen. Das ist vergleichbar mit dem Sammeln von kostbaren Elfenbeinminitiaturen, nur das dieses Sammeln zu innerem Reichtum f\u00fchrt, der von Dauer ist und uns nie mehr verl\u00e4sst. Wie gesagt, geht es uns bei unserem Erwerben von Dingen auch um ein sich zuhause machen in der Welt. Damit verbunden ist die Sehnsucht nach Dauer und Stabilit\u00e4t. Dinge aber vergehen, Gedanken nicht. Auch die Pyramiden werden eines Tages verschwunden sein, nicht aber die Mythen um Isis und Osiris, um bei diesem Vergleich in der gleichen Weltgegend zu bleiben.<\/p>\n<p>Die \u00e4ltesten Upanischaden entstanden um die Zeit 700 v. Ch..<\/p>\n<p>Friedrich Schulz \u2013 Raffelt schreibt in \u201eDie gro\u00dfe Tradition: Quellentexte und Wege des Yoga\u201c: \u201esruti \u2013 das sind die Veden mit den Upanischaden, die grundlegende, allgemeing\u00fcltige, spirituelle Wahrheiten enthalten, die unabh\u00e4ngig von Kulturkreis, Zeit oder Ort gelten, frei von pers\u00f6nlichen Aussagen sind und frei von Handlungsanweisungen im Sinne von Geboten und Verboten. Die sruti enthalten Wissen von der Wirklichkeit, wie sie ist, daher besitzen diese \u00e4ltesten Schriften in der indischen Tradition die h\u00f6chste Autorit\u00e4t. Die Verfasser bleiben in der Regel unbekannt. Alle sp\u00e4teren Schriften, wenn sie als vollg\u00fcltig angesehen werden wollen, m\u00fcssen mit den Veden \u00fcbereinstimmen, sie k\u00f6nnen die srutis interpretieren oder weiterentwickeln ( wie z.B. die Bhagavatgita und Patanjalis Sutras), d\u00fcrfen ihnen jedoch nicht widersprechen.\u201c<\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aber es gibt einen Bereich der Sch\u00f6nheit, den wir bisher nicht angesprochen haben und der nie zu Erm\u00fcdung, \u00dcbers\u00e4ttigung und Langeweile f\u00fchrt, es ist die Sch\u00f6nheit des Denkens. Wenn wir darin Gefallen finden, gibt es keinerlei Nachteile, sondern nur Gewinn. Rekapitulieren wir kurz. 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