{"id":2463,"date":"2021-05-31T17:46:19","date_gmt":"2021-05-31T15:46:19","guid":{"rendered":"https:\/\/gpflug.de\/website\/?p=2463"},"modified":"2021-05-31T17:46:19","modified_gmt":"2021-05-31T15:46:19","slug":"denkfehler","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gpflug.de\/website\/2021\/05\/31\/denkfehler\/","title":{"rendered":"Denkfehler!"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-2466\" src=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/DSC00151-300x262.jpg\" alt=\"DSC00151\" width=\"300\" height=\"262\" srcset=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/DSC00151-300x262.jpg 300w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/DSC00151-1024x893.jpg 1024w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/DSC00151-768x670.jpg 768w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/DSC00151-1536x1339.jpg 1536w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/DSC00151.jpg 1982w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Das Denken ist an Raum und Zeit gebunden und deshalb begrenzt. Wir denken linear und nicht vernetzt.<\/p>\n<p>Im Yoga, basierend auf der hinduistischen und buddhistischen Tradition, sprechen wir von den Klesas. Das sind Unzul\u00e4nglichkeiten in unserem Denken, die zu Leid f\u00fchren. In meinem Artikel \u201eYogis und Revolution\u00e4re\u201c vom 16. Mai 2021 bin ich ausf\u00fchrlich auf das erste Klesa, n\u00e4mlich Avidya, auf dem die anderen vier basieren, eingegangen. Noch einmal kurz wiederholt, es handelt sich dabei um eine falsche Auffassung der Realit\u00e4t. Wir binden unser Herz an Dinge, die so nicht existieren. Gegenw\u00e4rtig scheint endlich mal die Sonne, was heuer nicht selbstverst\u00e4ndlich ist. Wir wissen nat\u00fcrlich, dass es so nicht bleibt. Wenn es dann wieder regnet, sind wir traurig oder missgestimmt. Das zeigt, dass wir eben doch insgeheim gehofft haben, dass das sch\u00f6ne Wetter anh\u00e4lt. Das bedeutet, wir fixieren unser Sein trotz besseren Wissens auf Instabiles.<!--more--><\/p>\n<p>Wir identifizieren unser Wohlbefinden mit dem sch\u00f6nen Wetter. Das ist das zweite Klesa: Asmita oder Ich-Verhaftung. Wir binden uns an das Wohlgef\u00fchl, welches mit dem sonnigen Wetter verbunden ist und halten das in dem Moment f\u00fcr unser Ich, aber auch das ist nur tempor\u00e4r. Damit sind wir bei Klesa Nummer drei: Raga. \u201eWenn keine Sonne scheint, geht es mir schlecht.\u201c Damit verbunden sind als Gegenpol Gef\u00fchle der Abneigung. Wir nennen es Dwesa. \u201eIch hasse schlechtes Wetter.\u201c<\/p>\n<p>Man k\u00f6nnte sagen, dass hinter all dem, eine gro\u00dfe Angst steckt, n\u00e4mlich die vor der Verg\u00e4nglichkeit und letztlich vor dem Sterben.<\/p>\n<p>Die Wahrnehmung des Yogi ist eine ganz andere. F\u00fcr ihn existiert die Trennung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft nicht. Er nimmt das Potential, das in der Materie ist, wahr. Er sieht nicht nur die Tonvase, sondern auch den Ton, aus dem sie hergestellt wurde und die Scherben, wenn sie zerbrochen und schlie\u00dflich wieder in den Urzustand aus Lehmpartikeln zur\u00fcckgekehrt ist.<\/p>\n<p>Er identifiziert sich zu keiner Zeit mit einem dieser Zust\u00e4nde. F\u00fcr ihn sind sie nur das Spiel der Gunas.<\/p>\n<p>Wenn wir uns in der Welt umsehen, stellen wir fest, dass so gut wie alles Handeln auf falscher Wahrnehmung basiert. Die Urteile, die wir f\u00e4llen, sind linear und nicht ganzheitlich.<\/p>\n<p>Gegenw\u00e4rtig beobachten wir gro\u00dfes Engagement in Bezug auf Rassismus und damit verbunden Kolonialismus. Zweifellos hat letzterer gro\u00dfes Leid hervorgebracht. V\u00f6lker wurden unterdr\u00fcckt und ihrer Lebensart beraubt. Was, wenn es ihn nicht gegeben h\u00e4tte? Was, wenn es das gr\u00f6\u00dfte Weltreich der Geschichte, das Britische Empire, nicht gegeben h\u00e4tte? Nun, zun\u00e4chst g\u00e4be es Englisch als Lingua Franca unserer Zeit nicht. Da die Briten fast die gesamte Welt beherrschten, wurde ihre Sprache zu einem Werkzeug der V\u00f6lkerverst\u00e4ndigung.<\/p>\n<p>Gehen wir zur\u00fcck in Deutschlands dunkle Zeit des Naziregimes. Das einzige Land, welches damals Widerstand leistete, war England. Nun ist England eine kleine Insel und nicht f\u00e4hig, aus eigener Kraft alles zu produzieren, was zu solch einem Kampf n\u00f6tig ist. Zudem der Gegner auch noch ganz Europa in der Hand hatte. Ohne die Ressourcen des riesigen Weltreichs einschlie\u00dflich der Herrschaft \u00fcber den Suezkanal w\u00e4re die Invasion Hitlers in Gro\u00dfbritannien nur eine Frage von sehr kurzer Zeit gewesen. Unser gro\u00dfer Kriegsheld, Erwin Rommel, der W\u00fcstenfuchs, wurde auf dem Vormarsch nach \u00c4gypten von Feldmarschall Montgomery gestoppt. Der einzige Grund f\u00fcr den deutschen Afrikafeldzug war die Eroberung des Suezkanals, um den britischen Nachschub aus den Kolonien zu stoppen. Nehmen wir an, Rommel w\u00e4re in \u00c4gypten einmarschiert. Von dort w\u00e4re es nur noch ein kurzer Weg nach Pal\u00e4stina gewesen und die SS h\u00e4tte das sp\u00e4tere Refugium der Juden der Welt, das damals noch zarte Pfl\u00e4nzchen des Staates Israel, im Keim erstickt und auch dort w\u00e4re der Rauch der Krematorien in den Himmel gestiegen.<\/p>\n<p>H\u00e4tte sich England nicht halten k\u00f6nnen, h\u00e4tte es keine Invasion in der Normandie gegeben. Den Amerikanern w\u00e4re es nicht m\u00f6glich gewesen, von New York aus den D-Day zu starten. Hitler h\u00e4tte gesiegt.<\/p>\n<p>Gegenw\u00e4rtig steht die Rettung des Klimas auf der Agenda, zumal in der deutschen Politik. Dazu wird mit Macht die Elektrifizierung nicht nur des Verkehrs propagiert. Ab 2030 solle es keine Verbrenner mehr geben. Das Lithium f\u00fcr die riesige Menge an Akkus, die daf\u00fcr ben\u00f6tigt werden, wird in Gegenden, die nicht in unserem Bewusstsein sind, gewonnen. Aber auch dort leben Menschen und deren Lebensraum wird durch die F\u00f6rderung zerst\u00f6rt. In der Atacama-W\u00fcste werden pro Tag 21 Millionen Liter Grundwasser zur Gewinnung an die Oberfl\u00e4che gepumpt. Auf den Hochebenen Boliviens wird es nicht viel anders sein. Nach wie vor beutet die erste Welt die dritte aus. Dieses mal sind die sogenannten Guten beteiligt.<\/p>\n<p>Das sind nur ein paar Spotlights auf Zusammenh\u00e4nge, die nicht von allen gesehen werden.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen nichts daran \u00e4ndern. Wir sind so! Es sollte uns aber bewusst sein und uns nachdenklicher in unserem Urteil machen.<\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Denken ist an Raum und Zeit gebunden und deshalb begrenzt. Wir denken linear und nicht vernetzt. 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