{"id":2306,"date":"2021-01-25T14:39:43","date_gmt":"2021-01-25T13:39:43","guid":{"rendered":"https:\/\/gpflug.de\/website\/?p=2306"},"modified":"2021-01-25T17:46:59","modified_gmt":"2021-01-25T16:46:59","slug":"rettet-uns","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gpflug.de\/website\/2021\/01\/25\/rettet-uns\/","title":{"rendered":"Rettet uns&#8230;"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-2308\" src=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/IMG_20201129_120327-300x195.jpg\" alt=\"IMG_20201129_120327\" width=\"300\" height=\"195\" srcset=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/IMG_20201129_120327-300x195.jpg 300w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/IMG_20201129_120327-1024x665.jpg 1024w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/IMG_20201129_120327-768x499.jpg 768w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/IMG_20201129_120327-1536x998.jpg 1536w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/IMG_20201129_120327-2048x1331.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>&#8230;vor den Weltenrettern!<\/p>\n<p>Am 12. Dezember 1979 fasste die NATO den sogenannten Doppelbeschluss. Das bedeutete die Aufstellung von Pershing II Mittelstreckenraketen und Tomahawk-Marschflugk\u00f6rpern in Deutschland als Antwort auf die von der Sowjetunion aufgestellten SS-20-Raketen. Damals schrieb Hermann L. Gremliza in der linken Zeitschrift \u201eKonkret\u201c: Das Politb\u00fcro der KPdSU wird jetzt entscheiden, ob noch vor der Stationierung der Pershings auf Westeuropa ein Angriff erfolgen soll oder nicht, denn \u2013 nach der Stationierung sei das auf Grund der dann hergestellten \u00dcberlegenheit des Westens nicht mehr m\u00f6glich.\u201c<!--more--><\/p>\n<p>Mir erschien das damals sehr vern\u00fcnftig und unabwendbar. Nun \u2013 wir wissen inzwischen, dass alles ganz anders kam als Gremliza vorausgesagt hat.<\/p>\n<p>Am 17.12.2020 schrieb die NZZ, dass ein Forscherteam durch Gletscherbohrungen auf der Weissseespitze in Tirol herausfand, dass die Alpen in der ersten H\u00e4lfte des Holoz\u00e4ns \u201enahezu eisfrei\u201c waren.<\/p>\n<p>Das Holoz\u00e4n dauert noch immer an und wird als Nacheiszeit bezeichnet.<\/p>\n<p>\u201eEs folgte ein Wechsel von relativ kalten (Pessima) und relativ warmen (Optima) Perioden bis zur Gegenwart. Herausragende warme Perioden waren das sogenannte Hauptoptimum des Holoz\u00e4ns zwischen 4000 bis 5000 und 6000 bis 7000 Jahren v.h. mit w\u00e4rmeren Sommern als heute und recht warmen Wintern, das Optimum der R\u00f6merzeit und das mittelalterliche Optimum. W\u00e4hrend des Hauptoptimums und der etwas k\u00e4lteren Phase zwischen 5000 und 6000 v.h. entstanden die ersten neolithischen Kulturen, die Menschen wurden sesshaft, betrieben Ackerbau und Viehzucht und es entstanden die ersten Kultbauten. Das endg\u00fcltige Abschmelzen der gro\u00dfen Eisschilde der W\u00fcrmkaltzeit bis etwa 6000 Jahre v.h. lie\u00df den Meeresspiegel steigen, worauf sich wahrscheinlich die Berichte \u00fcber die \u201eSintflut\u201c beziehen. W\u00e4hrend des Optimums der R\u00f6merzeit waren wichtige Alpenp\u00e4sse den ganzen Winter \u00fcber passierbar, was etwa Hannibal den Einfall ins R\u00f6mische Reich erleichterte.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Pessima gab es l\u00e4ngerfristige Temperaturr\u00fcckg\u00e4nge \u00e4hnlich denen der Kleinen Eiszeit. Ausgepr\u00e4gt kalt war es w\u00e4hrend der Zeit vor ca. 2000 bis 2500 v.h. und w\u00e4hrend der V\u00f6lkerwanderungszeit (Pessimum der V\u00f6lkerwanderungszeit 400 bis 800 n.Chr.)\u201c<\/p>\n<p>(Quelle: Wikipedia)<\/p>\n<p>In der Zeit von ca. 950 bis ins 14\/15. Jahrhundert gab es auf Gr\u00f6nland Landwirtschaft und Milchviehwirtschaft.<\/p>\n<p>Als ich vor 42 Jahren mit biologischem Gartenbau anfing, hatte ich einen Biolandwirtschaftsberater eingeladen, der prophezeite, dass die Ackerb\u00f6den in \u201ezehn Jahren\u201c auf Grund der Verdichtung, hervorgerufen durch die schweren Maschinen und durch falsche Bearbeitung \u201etot\u201c seien.<\/p>\n<p>In der Januarausgabe von \u201eSchrot und Korn\u201c kommt ein \u201ekerniger Kerl, ein Greenpeacemann\u201c namens Henningsen zu Wort: \u201eIn f\u00fcnf Jahren knallt&#8217;s!\u201c. \u201eWelt retten ist seine Leidenschaft.\u201c (w\u00f6rtlich)<\/p>\n<p>Der Artikel ist ein buntes Konglomerat \u00fcber verm\u00fcllte Ozeane, geschmolzene Gletscher, Kohleverbrennung, Regenwaldabholzung usw.<\/p>\n<p>Gegenw\u00e4rtig entwickelt sich eine neue Bewegung namens \u201eZero-Covid\u201c in Deutschland. Corona soll mit Stumpf und Stiel ausgerottet werden. Daf\u00fcr sind nat\u00fcrlich scharfe Ma\u00dfnahmen n\u00f6tig. Ich kann das nicht beurteilen, weil ich kein Virologe bin. Was mich aber aufmerken l\u00e4sst, ist, dass Lisa Neubauer auch dabei ist. Moment mal! War die neulich nicht noch am Klima retten? Sie ist offensichtlich nicht nur Klimafachfrau, sondern auch Pandemieexpertin?<\/p>\n<p>Das ist alles kein Widerspruch mehr. Es gibt heute den hauptamtlichen NGO&#8217;ler. Ob das jetzt UNESCO-Leute, OXFAM- oder Amnestieangestellte sind, sie brauchen Katastrophen. Es sind Leute, die an interessanten Orten der Welt zu finden sind, da wo Normalos nicht hinkommen. Meist sind sie finanziell gut ausgestattet. Sie residieren in sehr guten Hotels und ihre Fahrzeuge machen was her. Abends trifft man sich mit anderen Katastrophensuchern, den Journalisten und Kriegsberichterstattern an der Hotelbar zu einem Whisky.<\/p>\n<p>Man stelle sich vor, es g\u00e4be nichts mehr zu retten. Das w\u00e4re f\u00fcr diese Leute der Supergau. Sie m\u00fcssten ins normale, uninteressante Leben zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Jede Organisation hat die Tendenz zu wachsen und sich zu erhalten. Das ist ihre Natur. Weltenretter m\u00fcssen etwas zu retten haben, sonst gibt es kein Wachstum f\u00fcr sie.<\/p>\n<p>Man wei\u00df in Entwicklungshilfekreisen seit langem, dass die herk\u00f6mmliche Entwicklungshilfe kontraproduktiv ist, weil sie die Herrschenden an der Macht h\u00e4lt. Weswegen sollte man auf Kriege aus nichtigem Anlass verzichten, wenn es Fl\u00fcchtlingsorganisationen sind, die die Sch\u00e4den reparieren?<\/p>\n<p>In der n\u00f6rdlichen Region Tigray in \u00c4thiopien bahnt sich eine Katastrophe an, weil die sogenannte Befreiungsfront nicht damit einverstanden ist, dass die dortige Elite nicht mehr soviel Einfluss im Land hat, wie sie es drei Jahrzehnte lang gewohnt war. Die Hilfsorganisationen stehen schon Gewehr bei Fu\u00df.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich muss es Hilfsorganisationen geben. Was w\u00e4re die Welt ohne das Rote Kreuz? Ich finde jedoch, dass eine geh\u00f6rige Portion Skepsis gegen\u00fcber Leuten angebracht ist, die felsenfest \u00fcberzeugt sind, dass dies oder das passieren wird. Menschen und Organisationen, die glauben, im Besitz der Wahrheit zu sein, neigen zu Unduldsamkeit gegen\u00fcber anderen Meinungen und, wenn sie die Macht haben, zu deren Unterdr\u00fcckung.<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcnenpolitikerin Renate K\u00fcnast erkl\u00e4rte neulich, dass die Freiwilligkeit in Bezug auf nachhaltige Ern\u00e4hrung \u201egescheitert ist\u201c. \u201eKlimaschutz muss auf den Teller!\u201c Wenn bei einem zutiefst pers\u00f6nlichem Thema wie dem Essen die Freiwilligkeit angezweifelt wird, was lauert da im Hinterkopf an Vorhaben?<\/p>\n<p>Ende des Jahres werden die Gr\u00fcnen aller Voraussicht nach an der Regierung beteiligt sein. Sie \u201efressen zwar im Moment Kreide\u201c, aber, da sie sich im Besitz der Wahrheit w\u00e4hnen, wird die \u201eVerbotspartei\u201c vermutlich fr\u00f6hliche Urst\u00e4nd feiern.<\/p>\n<p>Aber Vorsicht! Ich habe drei Jahrzehnte Yogaunterricht gegeben. Die meisten Teilnehmer waren bei Meinungs\u00e4u\u00dferungen, die Gruppenleiter immer gerne haben m\u00f6chten, eher zur\u00fcckhaltend. Nur beim Thema Ern\u00e4hrung wurden alle lebendig. Da f\u00fchlten sich alle betroffen, denn Essen ist nicht nur Nahrungsaufnahme, sondern auch Seelenpflaster, Geselligkeit, ja \u00fcberhaupt allumfassende Befriedigung gegen alle Frustrationen dieser Welt.<\/p>\n<p>Wenn man den Deutschen da reinredet, werden sie vielleicht sogar rebellisch, auch ohne Bahnsteigkarte, wie Lenin meinte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8230;vor den Weltenrettern! Am 12. Dezember 1979 fasste die NATO den sogenannten Doppelbeschluss. Das bedeutete die Aufstellung von Pershing II Mittelstreckenraketen und Tomahawk-Marschflugk\u00f6rpern in Deutschland als Antwort auf die von der Sowjetunion aufgestellten SS-20-Raketen. Damals schrieb Hermann L. 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