{"id":2232,"date":"2020-11-20T17:21:50","date_gmt":"2020-11-20T16:21:50","guid":{"rendered":"https:\/\/gpflug.de\/website\/?p=2232"},"modified":"2020-11-20T17:54:32","modified_gmt":"2020-11-20T16:54:32","slug":"in-gottes-namen-teil-iv","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gpflug.de\/website\/2020\/11\/20\/in-gottes-namen-teil-iv\/","title":{"rendered":"In Gottes Namen Teil IV"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-2234\" src=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/IMG_20161204_135652-300x169.jpg\" alt=\"IMG_20161204_135652\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/IMG_20161204_135652-300x169.jpg 300w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/IMG_20161204_135652-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/IMG_20161204_135652-768x432.jpg 768w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/IMG_20161204_135652-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/IMG_20161204_135652-2048x1152.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Wir kommen im letzten Teil dieser Betrachtungen auf das \u201eWie\u201c. Neulich las ich eine nette Kinderfrage: \u201ePapa, wenn Gott \u00fcberall ist, warum m\u00fcssen wir dann in die Kirche gehen?\u201c<\/p>\n<p>In seinem Buch \u201eReturn to the source\u201c sagt Lanza del Vasto, dass wir Menschen die Sch\u00f6nheit der Welt brauchen, um Gott zu sehen. Es ist schwierig f\u00fcr uns, ihn auch im B\u00f6sen und H\u00e4sslichen zu sehen.<\/p>\n<p>Kirchen, Tempel und heilige Berge sind Orte, an denen sich Kr\u00e4fte akkumulieren (k\u00f6nnen). Vielleicht schaffen die Tausende und Abertausende an Andachtsgef\u00fchlen ein Kraftfeld, das die Konzentration auf das \u00dcbersinnliche f\u00f6rdern? Auch sagt man, dass sich, \u00e4hnlich der Chakren, die die feinstoffliche Energie (Prana) durch den K\u00f6rper leiten, auch \u00fcber die Erde sogenannte Ley-Lines ziehen, an deren Kreuzungspunkten, den Kraftorten, sich Energie konzentriert.<!--more--><\/p>\n<p>Am intensivsten erlebte ich die \u201eKraft\u201c einmal in der Krypta einer uralten romanischen Kirche in Bordeaux. Ich sp\u00fcrte sofort: \u201eHier ist ,Es&#8216;!\u201c<\/p>\n<p>In seinen beiden B\u00fcchern \u201eIn the vision of God\u201c beschreibt der Bhakti-M\u00f6nch Swami RamDas, wie ihm in einer Herberge seine wenigen Habseligkeiten gestohlen wurden. Als der Dieb sp\u00e4ter von der Polizei gefasst wurde, dankte ihm RamDas \u00fcberschw\u00e4nglich mit den Worten: \u201eOh Gott, es ist unglaublich, in welchen Formen du mir immer wieder erscheinst. Ich danke dir, hier nimm alles, ich schenke es dir.\u201c<\/p>\n<p>Der Gauner war fassungslos, wie sich denken l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Die meisten von uns ben\u00f6tigen f\u00fcr erhabene Gedanken und Gef\u00fchle etwas Sch\u00f6nes wie den Sternenhimmel oder das Spiel der Wellen an einem Strand bei Sonnenuntergang. Darin unterscheiden sie sich nicht von Lanza del Vasto.<\/p>\n<p>Der indische Heilige Ramakrishna realisierte Gott in allen Weltreligionen. Das bedeutet, dass die Essenz des Koran, der Bibel oder der Bhagavad-Gita die Gleiche ist (wie sollte es auch anders sein?), man darf sich nur nicht von den unvermeidlichen Widerspr\u00fcchen irritieren lassen.<\/p>\n<p>Heutzutage sprechen die Kirchenoberen gern etwas absch\u00e4tzig davon, dass sich die Menschen individuell ihre eigenen Religionen zurecht basteln. Sie w\u00fcrden munter Esoterik mit der Gedankenwelt der Hopis, den Worten Jesu und dem Karmadenken der Inder mischen. Nat\u00fcrlich ist dies f\u00fcr Dogmatiker aller Couleur ein Graus. F\u00fcr mich ist es aber eine Emanzipation des Individuums von den \u201eReligionsverwaltern\u201c. Schlie\u00dflich wissen sie auch nicht mehr als jeder von uns. Insofern finde ich es im Gegenteil gerade richtig, wenn jeder auf seine Weise versucht, (R\u00fcck)-Verbindung herzustellen.<\/p>\n<p>Wir befinden uns mit dieser Haltung in guter Gesellschaft. Die Mystiker sind zu allen Zeiten ihren eigenen Weg gegangen und trauten nur ihrer Erfahrung und ihrem unmittelbaren Erleben. Von den Amtskirchen wurden sie daf\u00fcr nicht geliebt. Die Sufis wurden und werden von den Imams auch heute noch mit Misstrauen be\u00e4ugt.<\/p>\n<p>Wir kennen wahrscheinlich alle dieses sch\u00f6ne Bild vom kleinen Teich, dessen Oberfl\u00e4che sich bei Wind kr\u00e4uselt. Wenn es aber windstill ist, dann kann man bis auf den Grund sehen.<\/p>\n<p>Dies beschreibt das Wesen der Meditation. Wenn wir, durch welche Techniken auch immer, durch \u00dcberlegungen oder Philosophien, das Denken zur Ruhe bringen, dann wird unsere Realit\u00e4tssicht eine andere.<\/p>\n<p>Jeder muss seine eigenen inneren und \u00e4u\u00dferen Kraftorte finden. Seien es Berge, B\u00e4ume, ein pl\u00e4tscherndes B\u00e4chlein oder auch Kirchenbesuche. Es sollten Orte oder Objekte sein, die ein Gef\u00fchl der Existenz von etwas Gr\u00f6\u00dferem au\u00dferhalb unserer selbst erwecken.<\/p>\n<p>Wer einmal Gelegenheit hat, die m\u00e4chtigen Eichen im Reinhardswald, Deutschlands gr\u00f6\u00dftem zusammenh\u00e4ngenden Waldgebiet mit uralten Eichen, zu besuchen, wird Ehrfurcht empfinden und sp\u00fcren, dass \u201ees da was gibt\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir kommen im letzten Teil dieser Betrachtungen auf das \u201eWie\u201c. 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