{"id":1450,"date":"2019-03-08T10:08:30","date_gmt":"2019-03-08T09:08:30","guid":{"rendered":"http:\/\/gpflug.de\/website\/?p=1450"},"modified":"2019-03-08T14:54:00","modified_gmt":"2019-03-08T13:54:00","slug":"die-schlangenkraft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gpflug.de\/website\/2019\/03\/08\/die-schlangenkraft\/","title":{"rendered":"Die Schlangenkraft"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_1452\" aria-describedby=\"caption-attachment-1452\" style=\"width: 250px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1452\" src=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/IMG_20190307_174019-250x300.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/IMG_20190307_174019-250x300.jpg 250w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/IMG_20190307_174019-768x923.jpg 768w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/IMG_20190307_174019-852x1024.jpg 852w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1452\" class=\"wp-caption-text\">oznor<\/figcaption><\/figure>\n<p>Wenn wir in den Medien \u00fcber Yoga lesen, dann geht es meist \u00fcber Asanas. Es ist die dritte Stufe im Achtfachen Pfad des Yoga.<\/p>\n<p>Vereinfacht ausgedr\u00fcckt soll der K\u00f6rper fit f\u00fcr die Meditation gemacht werden. Im Hathayoga wurde diese Stufe zu einem ganzen System ausgearbeitet. Als \u201eGr\u00fcnderv\u00e4ter\u201c gelten die Yogis Goraksanath und Matsyendranat.<!--more--><\/p>\n<p>Nach der Physiologie des Hathayoga ist der K\u00f6rper von sogenannten Nadis durchzogen. Dabei handelt es sich um feinstoffliche Energiekan\u00e4le, in denen das Prana zirkuliert. In den Texten werden Zahlen zwischen 70 000 und 350 000 Nadis genannt. Nat\u00fcrlich hat man versucht, sie anatomisch &#8211; stofflich zu finden, wie man ja auch vergeblich versucht hat, die Seele zu finden. Beide Versuche sind zum Scheitern verurteilt. Die Seele oder das yogische Pendant, der Purusa, ist als geistiges Prinzip nicht materiell und somit sinnlich nicht feststellbar. Genauso verh\u00e4lt es sich mit den Nadis. In ihnen zirkuliert Prana, die Lebensenergie. Das Stoffliche ist eine Manifestation davon. Sie selbst geh\u00f6rt einer anderen feineren Ebene an. In diesem Zusammenhang ist es interessant, die chinesische Entsprechung von Prana, das Chi, zu erw\u00e4hnen. Hier werden die Nadis als Meridiane bezeichnet. Wenn der Fluss des Chi irgendwo im K\u00f6rper stockt oder gestaut ist, in dieser Region also Krankheitssymptome auftauchen, versucht man, es durch Akupunktur oder bestimmte K\u00f6rper\u00fcbungen, dem Tai Chi wieder zum Flie\u00dfen zu bringen. Auch im psychischen Bereich werden damit \u00c4nderungen bewirkt. Dasselbe wird durch die Yogatechniken erreicht.<\/p>\n<p>Es gibt drei Hauptnadis:<\/p>\n<p>1. Ida, links der Wirbels\u00e4ule, ist das k\u00fchle, weibliche Prinzip und hat als Entsprechung den Mond.<\/p>\n<p>2. Pingala, rechts der Wirbels\u00e4ule, ist das hei\u00dfe m\u00e4nnliche Prinzip und hat als Entsprechung die Sonne.<\/p>\n<p>3. Das Hauptnadi, die Susumna, im Zentrum der Wirbels\u00e4ule.<br \/>\nIn \u201enormalen\u201c Menschen zirkuliert das Prana durch Ida und Pingala. Dies symbolisiert den dauernden Kreislauf aus Werden und Vergehen. Essen -Ausscheiden, Wachen -Schlafen, gl\u00fccklich- ungl\u00fccklich usw. Auf diese Weise verwirklicht sich Shakti, die (weibliche) Sch\u00f6pfungskraft und \u2013 verbraucht sich auch. Der Hathayogi will diese Kraft, die im Wurzelchakra in Form einer Schlange (Kundalini) konzentriert ist, zur Befreiung (Moksa) nutzen. Durch \u00e4u\u00dferste Konsequenz und Disziplin versucht er durch Asanas, Pranayamas und Mudras diese Kraft durch die verschiedenen Chakren entlang der Wirbels\u00e4ule nach oben bis zum Kronenchakra zu zwingen.<\/p>\n<p>Man sollte sich nicht t\u00e4uschen, um was es hier geht. Es ist nichts anderes als der Ausstieg aus der Dualit\u00e4t.<\/p>\n<p>Es werden gerne Kurse in Kundalini- und Chakrenyoga angeboten. Da liegt man dann entspannt am Boden und lauscht eine Stunde einer sich steigernden Musik, dabei soll man die verschiedenen Chakren durch Farben visualisieren.<\/p>\n<p>Macht manchmal Spa\u00df und ist vollkommen sinnfrei. Gew\u00f6hnlich sagt man, die Chakren seien Energiezentren. \u00dcbersetzt hei\u00dft das, es sind Stufen des Bewusstseins. Je weiter die Kundalini in der Susumna nach oben steigt, desto weiter ist der Mensch bewusstseinsm\u00e4\u00dfig, also weg von egozentrischen Tendenzen hin zu liebevollerem, selbstlosem Verhalten.<\/p>\n<p>Deutlich wird das in der Differenz zwischen Muladharachakra und Sahasrarachakra. Das eine liegt in der Gegend des Damms, das andere im Bereich des Scheitels. Das eine ist Sitz der ungez\u00fcgelten Lebensenergie. Es ist das Animalische in uns. Hier geht es um Fressen, Saufen, F*****. Wenn man das dem dort angesiedelten Menschen wegnimmt, dann gibt es \u201ewas auf Fresse\u201c (Originalzitat der SPD &#8211; Vorsitzenden Nahles).<\/p>\n<p>Ganz anders im Sahasrarachakra. Es ist der Sitz Shivas, des rein Geistigen. Hier ist der Mensch zur Erkenntnis des Purusa gelangt und hat die Dualit\u00e4t \u00fcberwunden.<\/p>\n<p>Wir alle bewegen uns zwischen beiden Polen. Die Lebensarbeit liegt darin, uns vom Egozentrischen zu emanzipieren und die Liebe zu verwirklichen.<\/p>\n<p>Mein Guru, Dr. Jayadeva Yogendra, sprach immer vom Kundalini Mambo- Jambo, mit dem man die Leute ver\u00e4ppelt.<\/p>\n<p>Man kann sich die \u00dcbungen des Hathayoga zunutze machen. Sie sind gut f\u00fcr K\u00f6rper und Geist. Jedoch ist der Weg des Hathayoga f\u00fcr Menschen, die im Leben stehen, nicht gangbar. Wir k\u00f6nnen nicht konsequent von vier Uhr morgens bis elf Uhr abends meditieren, Mantras chanten, Pranayamas ausf\u00fchren und nichts anderes tun.<\/p>\n<p>Krishna spricht zu Arjuna vor der Schlacht: \u201eAm einfachsten, oh Sohn Kuntis kommt der Mensch zu mir, indem er all seine Taten mir darbringt.\u201c<\/p>\n<p>Wenn es uns gelingt, immer wieder daran zu denken: \u201eDas, was ich im Moment tue, ist ein Geschenk an das Universum oder an Gott,\u201c wie immer man das sieht. Dieses Denken und Handeln macht es m\u00f6glich, das eigene Ego zu transzendieren und in h\u00f6here Sph\u00e4ren, sprich Chakren zu kommen.<\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn wir in den Medien \u00fcber Yoga lesen, dann geht es meist \u00fcber Asanas. Es ist die dritte Stufe im Achtfachen Pfad des Yoga. Vereinfacht ausgedr\u00fcckt soll der K\u00f6rper fit f\u00fcr die Meditation gemacht werden. Im Hathayoga wurde diese Stufe zu einem ganzen System ausgearbeitet. 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