{"id":1432,"date":"2019-02-17T17:43:17","date_gmt":"2019-02-17T16:43:17","guid":{"rendered":"http:\/\/gpflug.de\/website\/?p=1432"},"modified":"2019-02-17T17:43:29","modified_gmt":"2019-02-17T16:43:29","slug":"der-werfe-den-ersten-stein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gpflug.de\/website\/2019\/02\/17\/der-werfe-den-ersten-stein\/","title":{"rendered":"&#8230;der werfe den ersten Stein"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1434\" src=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/DSC06029-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/DSC06029-300x225.jpg 300w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/DSC06029-768x576.jpg 768w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/DSC06029-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>In Bayern hat ein Volksbegehren:\u201eRettet die Bienen\u201c zu einer hohen Zustimmung gef\u00fchrt. Es geht um Artenvielfalt. Die Bauern klagen, dass der Hauptteil der notwendigen Ver\u00e4nderungen zu ihren Lasten geht. Man k\u00f6nnte jetzt sagen: \u201eBauern klagen immer!\u201c Damit w\u00fcrde man es sich aber zu leicht machen.<!--more--><\/p>\n<p>Sicher, die konventionelle Landwirtschaft benutzt Insektizide, Pestizide und Herbizide einschlie\u00dflich des ber\u00fcchtigten Round up. Andererseits ist eine Landwirtschaft, bei der die Betriebe in der Regel von ein oder zwei Personen gef\u00fchrt werden kaum anders m\u00f6glich.<\/p>\n<p>In dem Volksbegehren wird gefordert, die Biobetriebe auf 30 % zu erh\u00f6hen. Die bayerische Landwirtschaftsministerin hat zurecht gefragt, ob denn daf\u00fcr genug Abnehmer da w\u00e4ren? K\u00fcrzlich wurde eine Untersuchung der Mietpreise ver\u00f6ffentlicht. Daraus geht hervor, dass bis zu vierzig Prozent des Einkommens f\u00fcr Miete aufgewendet werden m\u00fcssen. In Baden-W\u00fcrttemberg verdient ein Facharbeiter ca. 3000 \u20ac, in Brandenburg sind es 2200 \u20ac. F\u00fcr den Schwaben aus dem \u201eL\u00e4ndle\u201c bleiben ca. 1900 \u20ac Netto \u00fcbrig. Zieht man 760 \u20ac f\u00fcr die 40 % Miete ab, dann bleiben monatlich 1140 \u20ac \u00fcbrig. Diejenigen unter uns, die Kinder haben, wissen, was die monatlich kosten. Nehmen wir an, unser Facharbeiter hat zwei. Die m\u00f6chten gerne auf Klassenfahrten mit und mindestens einmal pro Jahr m\u00f6chte die Familie in den Urlaub fahren.<\/p>\n<p>Ich glaube, ich muss mit der Rechnerei nicht weiter fortfahren.<\/p>\n<p>Wenn die Familie einkaufen geht, stellt sich bei dieser Aufstellung kaum die Frage: Bio oder nicht, sondern Netto oder Lidl?<\/p>\n<p>Selbst wenn bei Discountern Biolebensmittel gekauft werden, sind sie in der Regel nicht aus Deutschland, sondern aus Polen und anderen \u00f6stlichen L\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Was ich sagen m\u00f6chte ist, dass Artenschutz zum Beispiel bei den Mietpreisen anf\u00e4ngt. Und hier liegt ein eklatantes Staatsversagen vor. Der Staat hat \u00fcber Jahre vers\u00e4umt, durch sozialen Wohnungsbau bezahlbaren Wohnraum f\u00fcr Familien zu schaffen.<\/p>\n<p>Artenschutz hat etwas mit Verbrauch zu tun. Je mehr die menschliche Spezies verbraucht, desto mehr wird anderen Spezies weggenommen.<\/p>\n<p>Nehmen wir nur den Energieverbrauch. Es ist heutzutage \u00fcblich, die ganze Wohnung oder das ganze Haus zu heizen und nicht mehr nur das Zimmer, in dem man sich aufh\u00e4lt. Anstatt in leichter Kleidung den Winter \u00fcber zu leben, k\u00f6nnte man einen Pullover anziehen, die T\u00fcren zu den einzelnen Zimmern schlie\u00dfen und nur da heizen, wo man sich aufh\u00e4lt. In Deutschland gab es 2017 ca. 41 000 Haushalte. Jeder kann sich ausrechnen, was da an Energie eingespart werden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Wenn man Wasser braucht, sollte man \u00fcberlegen, ob man den Warm &#8211; oder Kaltwasserhahn aufdreht. Jeder wei\u00df, dass einige Liter durchlaufen, bevor es warm wird. In vielen F\u00e4llen wird der Hahn vorher zugedreht, weil man nur kurz etwas aussp\u00fclen will. Das hei\u00dft, man wartet gar nicht, dass es warm wird. \u201eIst doch egal\u201c, k\u00f6nnte man sagen. Ist es nicht!<\/p>\n<p>In einem Einfamilienhaushalt steht ein Boiler mit 300 l warmem Wasser. Jedes Mal, wenn der Warmwasserhahn aufgedreht wird, flie\u00dfen in diesen Boiler unten einige Liter kaltes Wasser nach, die sich mit dem Warmwasserinhalt vermischen. Wenn das etliche Male passiert, sinkt die Temperatur, und der Brenner schaltet sich ein, um die eingestellte Wassertemperatur zu halten. Multipliziert man das mit 41 000, kommen Zehntausende von Litern Heiz\u00f6l zusammen, die wegen Gedankenlosigkeit verbraucht werden.<\/p>\n<p>Und hier sind wir bei dem Wort angelangt, warum dieser Artikel auf einer Yoga -Webseite steht:<\/p>\n<p>Artenschutz beginnt mit Achtsamkeit. Es ist die einfache Frage: \u201eWas kann ich tun, um Ressourcen zu erhalten?\u201c Wir m\u00fcssen davon ausgehen, dass die Erde ein Topf ist, in dem eine bestimmte Menge drin ist und auch nicht mehr wird. Alle wollen und m\u00fcssen ihren Anteil erhalten, um zu leben.<\/p>\n<p>Es m\u00fcssen nicht alle das Gleiche tun. Der eine kann dies beisteuern, der andere das. Man hat zum Beispiel festgestellt, dass Glyphosat in gro\u00dfen Mengen von ganz normalen Hausbesitzern verbraucht wird. Zum Beispiel, um den Gartenweg von sogenanntem Unkraut freizuhalten. Vielleicht w\u00fcrde dieses \u201eUnkraut\u201c gerade zu der Zeit bl\u00fchen, in der es die Bienen als Nektarnahrung brauchen?<\/p>\n<p>Ein Garten ist kein Wohnzimmer, sondern ein St\u00fcck Natur. Natur ist nicht sauber. Warum einen Haufen Kieselsteine in den Vorgarten kippen, dass dieser aussieht wie ein Bahndamm (obwohl man vielleicht irgendetwas Zen-m\u00e4\u00dfiges im Auge hatte)? Warum nicht einfach Wildblumen s\u00e4en, die das ganze Jahr \u00fcber bl\u00fchen und nicht nur wie die Tulpen vierzehn Tage.<\/p>\n<p>Also, lieber Yogi, denk nach und handle im Rahmen deiner M\u00f6glichkeiten.<\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Bayern hat ein Volksbegehren:\u201eRettet die Bienen\u201c zu einer hohen Zustimmung gef\u00fchrt. Es geht um Artenvielfalt. 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