{"id":1384,"date":"2019-01-06T18:19:37","date_gmt":"2019-01-06T17:19:37","guid":{"rendered":"http:\/\/gpflug.de\/website\/?p=1384"},"modified":"2019-01-06T18:19:37","modified_gmt":"2019-01-06T17:19:37","slug":"danken-wofuer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gpflug.de\/website\/2019\/01\/06\/danken-wofuer\/","title":{"rendered":"Danken, wof\u00fcr?"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_1387\" aria-describedby=\"caption-attachment-1387\" style=\"width: 225px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1387\" src=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/IMG_20180125_185947-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/IMG_20180125_185947-225x300.jpg 225w, https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/IMG_20180125_185947-768x1024.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1387\" class=\"wp-caption-text\">oznor<\/figcaption><\/figure>\n<p>In dem von mir schon mehrmals zitierten Buch:\u201eZen und die Kunst ein Motorrad zu warten\u201c geht es mal wieder um die Arbeit mit dem Schraubenschl\u00fcssel und dabei wird anschaulich beschrieben, wie alles so locker flockig dahin geht, bis man an eine Schraube kommt, die sich nicht l\u00f6sen l\u00e4sst, weil sie fest gerostet ist. Jeder, der schon mal an einer Maschine herumgeschraubt hat, kennt das. Alles konzentriert sich auf diese eine Schraube. Wenn sie sich nicht l\u00f6sen l\u00e4sst, geht es nicht weiter. Das ganze Sein oder Nichtsein ist darauf konzentriert. Alles andere ist in diesem Augenblick vollkommen unwichtig.<!--more--><\/p>\n<p>Auch wenn bisher alles befriedigend verlaufen ist, war im Grunde doch alles umsonst, weil es nun nicht weiter geht.<\/p>\n<p>Manchmal ist die geschilderte Situation symptomatisch f\u00fcr unser Leben. Eigentlich ist alles in Ordnung. Eigentlich k\u00f6nnten wir zufrieden sein, vor allem, wenn man den ber\u00fchmten Blick nach Afrika wirft. Man ist gesund, die Beziehung l\u00e4uft, die Verdauung auch. Der Job ist o.k. Man kann in den Urlaub fahren, hat ein paar Freunde, mit denen man sich immer wieder treffen kann und die Familie macht auch nicht zu viel \u00c4rger&#8230;<\/p>\n<p>Aber &#8211; da ist eine Sache im Leben (oder auch zwei), mit der man nicht gl\u00fccklich ist. Man hat an sich gearbeitet, wie man so sch\u00f6n sagt. Man hat gute Vors\u00e4tze gefasst und trotzdem&#8230;!<\/p>\n<p>Es ist immer wieder so, als wenn sich alles auf diese eine Sache fokussieren w\u00fcrde, die nicht so klappt, wie sie soll. Es ist wie der Versuch zu jedem Silvester, das Rauchen aufzugeben. Es ist zwar nur eine Sache im Gesamtspektrum des Daseins, aber keine Kleinigkeit. Man wei\u00df und f\u00fchlt es auch, dass es nicht gesund ist und man ahnt, dass es einem eines Tages das Genick brechen k\u00f6nnte in Form von Krebs, Schlaganfall oder Herzinfarkt. Andererseits ist Keith Richards neulich f\u00fcnfundsiebzig geworden und raucht auch noch. So what?<\/p>\n<p>Wenn wir in der Karmatheorie verwurzelt sind, ist die Sache klar: Das ist ein langfristig wirkendes Karma und hat seine Ursache in einem vorherigen Leben. Es muss gelebt und ertragen werden. Nun kann das sehr verschieden aussehen. Man kann das so hinnehmen, wie es ist. Man kann auch versuchen, es als eine Aufgabe zu betrachten, die sich in diesem Leben stellt. Nichts ist zu hundert Prozent schwarz oder wei\u00df. Es ist immer das ganze Spektrum in verschiedenen Anteilen vertreten.<\/p>\n<p>Wenn wir uns an das Beispiel mit der Schraube erinnern, so kann es sein, dass wir in diesem Spektrum immer wieder an einer \u201eSchraube\u201c landen. Alles andere ist befriedigend, aber hier bildet der sonst ruhige Strom des Lebens Wirbel, die das Schiffchen immer wieder in Turbulenzen st\u00fcrzen.<\/p>\n<p>Damit muss man klar kommen! Laut Karma hat man sich das selbst eingebrockt und muss es auch ausl\u00f6ffeln. Es ist immer gut, eine Situation positiv zu sehen: Wenn man sich mit unerw\u00fcnschtem Verhalten \u00fcber lange Zeit herumschlagen muss, wenn es einen immer wieder einholt, zwingt es auch zum genauen Hinsehen. Vielleicht \u00e4ndert sich doch etwas, wenn auch langsam? Vielleicht war es fr\u00fcher schlimmer? Vielleicht hat man fr\u00fcher mehr gelitten, war mehr beeinflusst? Ver\u00e4nderungen k\u00f6nnen langsam vor sich gehen. Wir neigen dazu, sie nicht wahrzunehmen, weil wir nur das Endziel, n\u00e4mlich die totale L\u00f6sung vor Augen haben.<\/p>\n<p>Man kann es auch so sehen, dass uns das Schicksal oder Gott hier eine Aufgabe gegeben hat. Es hei\u00dft ja, dass er einem nur das aufb\u00fcrdet, was man tragen kann. Warum nicht einfach daran glauben? Es ist ein bisschen wie mit der ber\u00fchmten Pascalschen Wette. Wobei sie schon recht theoretisch ist, setzt sie doch voraus, dass man willentlich glauben kann, was nicht wahrscheinlich ist.<\/p>\n<p>Glauben in Bezug auf eine Lebensaufgabe kann ein Annehmen sein. Daraus k\u00f6nnen sich andere, f\u00fcr das eigene Leben positive Wirkungen ergeben. Vielleicht kann man durch diesen Lernprozess auch anderes leichter annehmen?<\/p>\n<p>Ich sehe vor meinem inneren Auge einen Klumpen Lehm, der mir immer wieder vor die F\u00fc\u00dfe rollt und mich st\u00f6rt. Ich habe ihn schon oft durchgeknetet. Er hat dadurch immer wieder neue Formen angenommen, die interessant waren, aber offensichtlich ist da noch mehr \u201edrin\u201c, sonst w\u00fcrde er nicht immer wieder erscheinen.<\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In dem von mir schon mehrmals zitierten Buch:\u201eZen und die Kunst ein Motorrad zu warten\u201c geht es mal wieder um die Arbeit mit dem Schraubenschl\u00fcssel und dabei wird anschaulich beschrieben, wie alles so locker flockig dahin geht, bis man an eine Schraube kommt, die sich nicht l\u00f6sen l\u00e4sst, weil sie fest gerostet ist. Jeder, der &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/gpflug.de\/website\/2019\/01\/06\/danken-wofuer\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eDanken, wof\u00fcr?\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"slim_seo":{"title":"Danken, wof\u00fcr? - Yoga Life Gerhard Pflug","description":"oznor In dem von mir schon mehrmals zitierten Buch:\u201eZen und die Kunst ein Motorrad zu warten\u201c geht es mal wieder um die Arbeit mit dem Schraubenschl\u00fcssel und da"},"footnotes":""},"categories":[6,11,12],"tags":[],"class_list":["post-1384","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kategorie-2","category-psychologie","category-religion"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1384","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1384"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1384\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1388,"href":"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1384\/revisions\/1388"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1384"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1384"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/gpflug.de\/website\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1384"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}